Triosence – when you come home

Do., 20. März 2008
20:30

Der Stern nennt sie „die neuen jungen Gesichter des deutschen Jazz“ und in der Tat sorgt Triosence seit einigen Jahren für Furore in der Fachpresse: „Der neue Meilenstein in Sachen Jazztrio“, „Klangtipp und Exempel für musikalische Dreieinigkeit“ oder „Bei der Musik geht auch bei uns im Westen die Sonne auf“ … lauten nur einige Reaktionen namhafter Magazine zu triosence. In Japan zählt die Band seit ihrem Debüt „First Enchantment“ sogar zu den besten Jazz-Newcomern und „der Band die unseren Eindruck vom steifen deutschen Jazz weggewischt hat.“ (Swingjournal, Japan). Was die Musik des Trios neben der Gleichberechtigung der Instrumente vor allem auszeichnet sind die Stärke und Klarheit ihrer Melodien. Das begeistert nicht nur Kenner sondern auch jene, die mit Jazz bislang wenig anfangen konnten. Triosence verarbeitet Einflüsse von Jazz, Fusion, Folk, World „… und entfaltet diese im Kollektiv zu einem opulenten Klanggemälde“. Im Februar 2008 erscheint das dritte Album von triosence – „when you come home“ bei Sony BMG.

Es spielen Bernhard Schüler (p), Matthias Nowak (b), Stephan Emig (dr)

Eintritt: EUR 15,– / 12,– (erm. und JIF-Mitgl.)

In Zusammenarbeit mit der Romanfabrik

Hanauer Landstraße 186 | 66314 Frankfurt | 069. 4 94 09 02

Trio Fremble im Club Voltaire – CLUBJAZZ

Fr., 28. März 2008
20:30

Unerhörtes erklingt, Unvorhersehbares ist Programm, scheinbar Vertrautes wird in gefährliche Schräglage versetzt – das Frankfurter/Berliner Trio Fremble, mit Frank Paul Schubert, dem New Yorker Drummers Collective Absolventen Berthold Möller und dem Frankfurter Kreativjungbrunnen Stephan Schmolck exquisit besetzt, steckt ein musikalisches Territorium ab, welches die Elastizität des Jazz und ein zappaeskes Flair genauso integriert wie Elemente der Neuen Musik. Mit ihren vielschichtigen Stücken, in denen sich sphärische Sounds, rasante Unisonos und expressive Improvisationen abwechseln und ergänzen, führen die drei Musiker den Zuhörer in klangliche Gefilde abseits ausgetretener Pfade. So werden die traditionellen Rollen der Instrumente in den Arrangements, getragen von musikalischer Finesse und technischer Virtuosität immer wieder durchbrochen und in der Hitze energetischer Interaktionen generiert die Band eine genauso packende Atmosphäre, wie sie in Momenten musikalischer Intimität ein subtiles Netzwerk feinsinniger Kommunikation erschafft.

Es spielen Frank Paul Schubert (saxes), Stephan Schmolck (b), Berthold Möller (dr)

Eintritt: EUR 9,– / 6,– (erm. und JIF-Mitgl.)

Im Club Voltaire | Kleine Hochstraße 5 | 60313 Frankfurt | 069. 29 24 08

Stefanie Wagner – Jeep im Club Votaire

Fr., 29. Februar 2008
20:30

CLUBJAZZ
Unter der augenscheinlich ästhetisch geglätteten Schönheit dieses schlagzeuglosen Trios (seinen Namen hat es einer Komposition John Scofields entlehnt) um die Berklee-Absolventin Stefanie Wagner, besetzt mit Flöte, Gitarre und Kontrabass, entdeckt der Zuhörer interessante Klangfarben und rhythmisch aufregende Strukturen. Ein durchsichtiger, plastischer Gesamtsound, der Platz für unterschiedliche Klangfarben, Dynamik und Groove-Elemente bietet. Beim Konzert blitzt ab und zu der Sound einer Funk-, Jazz- oder Salsaband auf. Eine interessante Stilmischung (Songs von John Scofield, Chick Corea, Courtney Pine, Oscar Hernandez etc.) und einfallsreiche Arrangements sind garantiert.

Es spielen Stefanie Wagner (fl), Thomas Langer (g) und Ralf Cetto (b)
Eintritt EUR 9,– / 6,– (erm. und JIF-Mitgl.)
In Zusammenarbeit mit dem Club Voltaire
Im Club Voltaire | Kleine Hochstraße 5 | 60313 Frankfurt | 069. 29 24 08

NACHTCAFÉ – Daniel Guggenheim 4

Mi., 13. Februar 2008
20:00

Kompositorisch komplex und technisch brillant wird den Jazzfans ein musikalischer Leckerbissen geboten: Stilsicher, sophisti­cated und schlafwandlerisch zwischen einschmeichelndem Cool und forderndem New Jazz bietet das Daniel Guggenheim Quartett ein Konzert, das sich im Spannungsfeld zwischen Tradition und Innovation bewegt. In ­seinen Kompositionen und in seinem Spiel versteht es Guggenheim, die Tradition des Postbop mit Zeitgenössischem neu zu mischen. Insbesondere der Einfluss John Coltranes ist nicht zu überhören – auch seine Musik ist von Ernst­haftigkeit, intellektueller Durchdringung und emotionaler Authen­tizität geprägt, und wie bei Coltrane lassen sich seine Impro­visa­tions­linien durch ein diskursiv-rhetorisches Element ­charak­teri­sieren. Doch sollen die Ver­gleiche nicht zu weit getrieben werden, denn Daniel Guggenheim hat zu einem sehr eigenständigen, unprätentiösen Personalstil gefunden, zu ausgereifter und substanzhaltiger Musik, weit jenseits aller Klischees und handwerklicher Jam-Session-Routine.

Es spielen: Daniel Guggenheim (saxes), Wesly G. (g), Ralf Cetto (b), Axel Pape (dr)
Eintritt: EURO 12 / 9 (erm.) / 6 (Mitgl.)
In Zusammenarbeit mit dem Theaterhaus
Theaterhaus | Schützenstraße 12 | 60311 Frankfurt | 069. 2 99 86 10

Acoustic Odysee

Fishing for compliments könnte man meinen, denn das, was die Band selbst als „musikalische Irrfahrt“ bezeichnet ist vielmehr ein stringenter, stilsicherer Weg durch all jene Facetten, die Musik im Kon­text Jazz zu bieten hat. Dafür haben sich so verschiedene hoch­renom­mierte Musiker, allesamt auf der Bühne oder im Studio mit den Größen des Jazz, Latin und Pop, als Ensemble zusammengefunden und bieten ein feines, spannendes Repertoire aus Eigenkompositionen und espritvollen Arrangements, u.a. von Pat Metheny, Keith Jarrett, Brad Mehldau, Frederic Chopin, Johannes Brahms, Oscar Peterson bis zu Stücken von Billy Joel und Al Jarreau, sowie traditionellen Latin-
und Swing-Standards.

Es spielen:
Axel Kemper-Moll (p), Cora Brunner (sax, trp), Christian Spohn (b), Angela Frontera (dr, perc, voc)

Eintritt: EURO 15,– / 12,– (erm. und JIF Mitgl.)

In Zusammenarbeit mit der Romanfabrik
Romanfabrik | Hanauer Landstraße 186 | 66314 Frankfurt | 069. 4 94 09 02

Harry Petersen Quartett im Club Voltaire

Fr., 25. Januar 2008
20:30

Der 1946 in Chicago geborene Saxophonist ist aus der Jazzszene Frankfurts, wohin es ihn Ende der 1970er Jahre verschlug, nicht nur nicht wegzudenken, sie wäre ein gutes Stück ärmer ohne Harry Petersen. Und nach 27 Jahren als Mitglied der hr bigband nimmt er sich nun wieder mehr Zeit für Clubkonzerte – uns freut’s, denn der Abend mit dem jungen Drummer Uli Schiffelholz, u.a. ausgebildet an den Musikhochschulen Mannheim und Köln, Frankfurts Kreativgitarristen Martin Lejeune und dem vielgefragten Bass-Dozenten der Musikhochschule Mainz Ralf Cetto verspricht spannend zu werden: Schwerpunkt werden eigene Kompositionen aus dem breiten Repertoire der einzelnen Mitspieler in einer jazz­getreuen Symbiose sein, und auch Ausflüge ins Freejazzige sind von dieser Besetzung zu erwarten.

Es spielen: Harry Petersen (as, cl), Martin Lejeune (g), Ralf Cetto (b), Uli Schiffelholz (dr)
Eintritt: EURO 9,– / 6,– (erm. und JIF Mitgl.)

In Zusammenarbeit mit dem Club Voltaire

Club Voltaire | Kleine Hochstraße 5 | 60313 Frankfurt | 069. 29 24 08

JAZZ im Palmengarten V – Jazzpool NRW "Mingus Moves"

Do., 30. August 2007
19:30

Donnerstag, 30. August | 19.30 Uhr
Jazzpool NRW „Mingus Moves“

Jazzpool NRW

Der Komponist, Bassist und Bandleader Charles Mingus hat einen bleibend faszinierenden Weg gefunden, bei steter Verwurzelung in der großen Tradition des Jazz, doch ständig nah am Puls der Zeit zu sein. Bebop und – mehr als bei seinen Zeitgenossen – auch Swing werden in der Entwicklung vieler Stücke so montiert, dass ihre improvisatorischen Möglichkeiten schnell in den Free Jazz der 60er Jahe mündeten. Prägend für
sein ganzes Wirken ist Mingus’ große Achtung für Duke Ellington. Ohne die Originalität von Mingus Kompositionen zu schmälern, muss ihr Entstehen immer im Kontext mit der Musik Ellingtons gesehen werden. Geht man einen Schritt weiter, so wird schnell die bluesnahe Ästhetik beider Künstler deutlich. Mingus’ Musik
ist für Jamsessions kaum zu gebrauchen. Vielleicht ist er deshalb nicht so präsent wie Thelonious Monk oder Wayne Shorter. Da in ihr aber so viel komprimierte Jazz Ästhetik steckt, scheint die Annäherung an Charles Mingus tatsächlich ein angemessenes Projekt für den Jazzpool NRW, jenes herausragend besetzte Vor-zeigeensemble um Schlagzeuger Peter Weiss und den Saxophonisten Wolfgang Schmidtke, zu sein.

Über die „Mingus Moves“-Premiere im Wuppertaler Schauspielhaus schrieb die WAZ: „Das Spiel war unglaublich expressiv. Neben einem kongenialen Zusammenspiel im Tutti und bei den Themenvorstellungen waren es gerade die Soli, die wohl im Sinn von Mingus waren: Schnell wurden Formen und Vorgaben verlassen Richtung freien Improvisationen. Sie sprühten vor feurigem Schwung und großer emotionaler Tiefe. Dieses Highlight kam natürlich unglaublich gut an und wurde von enthusiastischem Beifall begleitet“.

Es spielen: Stefan Meinberg (tr) | Matthias Muche (tb) | Gerd Dudek (ts, fl)
Wolfgang Schmidtke (sopr-s, b-cl, ts) | Achim Kaufmann (p) | Christian Ramond (b) | Peter Weiss (dr)

Vvk und Abendkasse: an der Kasse Siesmayerstraße 63
Eintritt: 8,– €, ermäßigt: 4,– € zzgl. Vvk-Gebühr
JIF-Mitglieder: frei (Bitte JIF-Mitgliedskarte vorzeigen!)

JAZZ im Palmengarten IV – Miroslav Vitous – Franco Ambrosetti – Duo

Do., 16. August 2007
19:30

Donnerstag, 16. August | 19.30 Uhr
Miroslav Vitous – Franco Ambrosetti – Duo

AmbrossettiVitous

Das Duo Miroslav Vitous – Franco Ambrosetti ist als Weiterentwicklung dessen zu sehen, was einst Fusion und New Jazz war. Und beide Künstler, großgeworden in den 70er Jahren, sind abseitig aller Trends und Hypes stets innovativ dabei geblieben. So setzt Vitous in diesem Duo eigens dafür komponierten acoustic symphonic sound, eine ganze Bibliothek von orchestralen Klängen, ein. Und Ambrosetti versprüht auch hier sein Charisma mit viel Zauber – man erlebt intimste und innigste Momente des Spiels der beiden großartigen Musiker.

In der Musik von Miroslav Vitous, der seit Jahren zu den besten Bassisten der Welt zu zählen ist, spiegeln sich bis heute die Folkeinflüsse seiner tschechischen Heimat. Vitous, in Prag geboren, Gründungsmitglied von Weather Report, spielte mit vielen Ikonen des Jazz wie u. a. Chick Corea, Stan Getz, Miles Davis, Herbie Mann, Joe Zawinul, Wayne Shorter usw. Im August wird bei ECM eine weitere acoustic CD mit Franco Ambrosetti und Gästen aufgenommen.
Franco Ambrosetti pendelt gerne zwischen den Welten. Zwar war der Blick des Tessiners stets nach Amerika gerichtet und sein Selbstverständnis als Künstler wurzelt in der afroamerikanischen Jazztradition (was soweit geht, dass Miles Davis ihn einmal als den „einzigen weissen Trompeter, der wie ein Schwarzer spielen kann” bezeichnete). Dennoch arbeitet Ambrosetti stets, und mit immer neuen, überraschend-innovativen Projekten, auch mit europäischen Musikern.

Es spielen: Franco Ambrosetti (flh) | Miroslav Vitous (b)

Vvk und Abendkasse: an der Kasse Siesmayerstraße 63
Eintritt: 8,– €, ermäßigt: 4,– € zzgl. Vvk-Gebühr
JIF-Mitglieder: frei (Bitte JIF-Mitgliedskarte vorzeigen!)

JAZZ im Palmengarten III – John Abercrombie – Marc Copland – Quartet

Do., 2. August 2007
19:30

Donnerstag, 02. August | 19.30 Uhr
John Abercrombie – Marc Copland – Quartet

abercrombie.jpgCopland-Marc.jpgdrew-Gress.jpgBilly_Hart.jpg

John Abercrombie, an der Seite von Billy Cobham, der Brüder Brecker, Jack DeJohnette oder Mark Johnson und Peter Erskine einer der ganz Großen des Jazz der vergangenen dreißig Jahre, trifft im Palmengarten alte Mitstreiter: den elegant-poetischen Marc Copland, den filigran strukturierten Drew Gress und den legendären Billy Hart. Copland und Abercrombie trafen sich in den 70ern in der „loft scene“ in New York City und es bildete sich schnell eine Partner- und Freundschaft aus der zusammen mit den bekannten „New Yorkern“ dieser Jahre einige der unvergänglichen Kompositionen und Aufnahmen entstanden. Wenn auch seit den 90ern als Leader mit eigenen Projekten unterwegs so verbindet sie bis heute ein steter Wille zum Wiedertreffen und daraus resultierend ein stetes neues Ideenfinden.
Der in Deutschland vielleicht am wenigsten bekannte des exquisiten Quartetts, Bassist Drew Gress, gilt in New York als erste Wahl und ist in der Knitting Factory ebenso zu Hause wie auf großen Konzertbühnen. In ausgiebigen melodischen Soli ist er gleichermaßen als Leader zu erkennen, wie im Ensemble als reifer Teamplayer. Drew, vielfacher nationaler Kompositionspreisträger, tourt in Amerika, Europa und Asien u. a. mit Ralph Alessi, Don Byron, Ravi Coltrane, John Hollenbeck, Mat Maneri oder Simon Nabatov, ist Artist-in-Residence am St. Petersburger Konservatorium gleichermaßen wie Dozent an der University of Colorado. Und der „Guardian“ wählte prompt ein Konzert seines „Spin & Drift Quartet“ zu Londons bestem Jazz Konzert 2002.

Billy Hart bedarf wiederum kaum der Vorstellung: er spielte, dokumentiert auf über 600 Platten, während der letzten 45 Jahre u. a. in den Bands von Miles Davis, Stan Getz, Herbie Hancock, Little Richard, Wes Montgomery, Pharoah Sanders oder Jimmy Smith. Und auch in diesem Quartett wird der renommierte Drummer den Jazz von seiner ungestümen Seite zeigen, nach vielen Seiten offen, unkalkulierbar und durchaus wild.

Es spielen: John Abercrombie (g) | Marc Copland (p) | Drew Gress (b) | Billy Hart (dr)

Vvk und Abendkasse: an der Kasse Siesmayerstraße 63
Eintritt: 8,– €, ermäßigt: 4,– € zzgl. Vvk-Gebühr
JIF-Mitglieder: frei (Bitte JIF-Mitgliedskarte vorzeigen!)

JAZZ im Palmengarten II – Doppelkonzert: Michel Godard & Gavino Murgia | Martin Lejeune's The Soul Jazz Dynamiters

Mi., 18. Juli 2007
19:30

Donnerstag, 19. Juli | 19.30 Uhr
SESSION ONE: Michel Godard & Gavino Murgia
Michel Godard gehört zur angesehenen europäischen Jazzszene. Er ist nicht nur langjähriges Mitglied der Gruppe um Rabih Abou-Khalil, die Liste derer mit denen er musiziert und kooperiert ist schier endlos: Pierre Favre, Michel Portal, Louis Sclavis, Enrico Rava, Kenny Wheeler aber auch mit klassischen Orchestern wie La Fenice und dem Orchestre National de France war er unterwegs. Inspiriert von mittelalterlichen Klängen hat er die gefeierten Projekte Castel Del Monte (auf zwei CDs) und La Vergine Nera ins Leben gerufen mit denen er in Kirchen und auf Festivals gastiert. In den letzten Jahren hört man ihn zudem mit seinem Projekt Cousins Germains mit Christof Lauer, Wolfgang Puschnig, Marc Ducret, Wolfgang Reisinger, Herbert Joos sowie zusammen mit Dave Bargeron im Duo TubaTuba.

Gavino Murgia, dessen einzigartiger und akrobatischer Umgang mit der Stimme einfach fasziniert, ist nicht nur in seiner italienischen Heimat bekannt, mittlerweile konzertiert er europaweit und überall staunt man was er an Tönen hervor zu bringen vermag. Rabih Abou-Khalil schrieb seiner Stimmkunst eigens eine Komposition auf den Leib (Morton’s Foot). Murgia hat eine tiefe Verwurzelung in der eigenen sardischen Musiktradition zu der die von ihm so meisterlich ausgeübte Obertongesangstechnik gehört. Als Tenor- und Sopransaxophonist kennt und schätzt man ihn in Italien u.a. für seine Zusammenarbeit mit Paolo Fresuoder Elena Ledda – sein Spiel dürfte für das deutsche Publikum aber noch eine Entdeckung sein. Zuhause in beiden Welten, der der italienischen Folktradition wie der des Jazz, lässt er sich und seine Musikalität ebenso wenig von stilistisch gezogenen Grenzen einschränken wie Godard. Auf dieser Ebene musikalischer Freiheit treffen sich die beiden um sich mit Leichtigkeit durch Klassik, Jazz, Kirchen- und Volksmusik zu schwingen und dahin wo der Rhythmus und die Spielfreude sie treibt.

Es spielen: Michael Godard (tuba, serpent) | Gavino Murgia (saxes, voc)

SESSION TWO: Martin Lejeune’s The Soul Jazz Dynamiters
Und als gleichsam urbanen Kontrapunkt – schließlich liegt der Palmengarten mitten in einer Metropole – noch Frankfurts Ideenquell Martin Lejeune mit seinen Souljazz Dynamiters: Eigenkompositionen im charmanten Oldschool-Design, mit scharfem Blick in die Zukunft – komplettiert mit zeitgemäß renovierten Klassikern der großen Soul Jazz Ära. Vier der profiliertesten Musiker aus dem heißen deutschen Süden, die man außer mit ihren eigenen Projekten wie „bartmes“, „lejeune martin“ oder dem „European Groove Orchestra“ auch mit international bekannten Bands wie „Dephazz“, „Jon Sass‘ Sassified“ oder dem Jazzensemble des Hessischen Rundfunks hören kann. Die erste CD der Dynamiters wird in diesem Sommer erscheinen. Die Frankfurter Rundschau schrieb über den faszinierenden „Retro Groove“: „Am Anfang steht die Lust. Die Lust, sich im Funk auszutoben, ohne den Jazz verlassen zu müssen. So geht es im stilechten, schlanken, von keiner Elektronik aufgemöbelten Retrostyle auf der Zeitlinie zurück in die 60er und 70er Jahre, als das schöne Wort von den Rare Grooves noch seine Berechtigung hatte. Im Ganzen geht es also um einen Retro-Rare-Groove-Style, was sich als Musik genauso nett anhört, wie es sich als geschriebenes Wort schlecht liest. Das Leben muss so schön gewesen sein früher – denn diese Musik ist nicht nur gut, sie ist auch heiß. ,Free your mind, your ass will follow’ lautet das Motto der Soulworker. Und das ist kein leeres Versprechen.“

Es spielen: Martin Lejeune (g) | Peter Back (sax, fl) | Jo Bartmes (hammond b3) | Holger Nesweda (dr)

Vvk und Abendkasse: an der Kasse Siesmayerstraße 63
Eintritt: 8,– €, ermäßigt: 4,– € zzgl. Vvk-Gebühr
JIF-Mitglieder: frei (Bitte JIF-Mitgliedskarte vorzeigen!)