Scott DuBois Quartet – NACHTCAFÉ

Mi., 5. März 2008
20:00

scott_dubois.jpg Die New York Times bezeichnete Scott DuBois nach seiner Zusammen arbeit mit Musikern wie David Liebman und Chris Potter kürzlich in einem Artikel als einen Gitarristen, der langsam aber sicher für Aufruhr in der internationalen Jazzszene sorgt. Und Scott DuBois eilt zu Recht der Ruf eines melodisch sensiblen und zugleich experimentierfreudigen Gitarristen voraus – in seinem Spiel vereint er das Melodiöse eines Django Reinhardt, das Tempo eines John McLaughlin und die Innovation eines Egberto Gismonti. Ohrwurmjazz gelingt ihm mit ebenso großer Genauigkeit wie komplex komponierte Musik oder ideenreiche Improvisation. Nach seiner letzten CD mit Dave Liebmann holte er nun den deutschen Saxofonisten und Bassklarinettisten Gebhard Ullmann ins Jazz-Boot. Mit Thomas Morgan am Bass sowie Kresten Osgood am Schlagzeug vereinen die vier ihre musikalische Kreativität in einem Projekt, das im Wortsinn von sich hören lässt.

Es spielen: Scott DuBois (g), Gebhard Ullmann (sax, bcl), Thomas Morgan (b), Kresten Osgood (dr)

Eintritt: EUR 12,– / 9,– (erm. und JIF-Mitgl.)

Im Theaterhaus | Schützenstraße 12 | 60311 Frankfurt | 069. 2998610

Triosence – when you come home

Do., 20. März 2008
20:30

Der Stern nennt sie „die neuen jungen Gesichter des deutschen Jazz“ und in der Tat sorgt Triosence seit einigen Jahren für Furore in der Fachpresse: „Der neue Meilenstein in Sachen Jazztrio“, „Klangtipp und Exempel für musikalische Dreieinigkeit“ oder „Bei der Musik geht auch bei uns im Westen die Sonne auf“ … lauten nur einige Reaktionen namhafter Magazine zu triosence. In Japan zählt die Band seit ihrem Debüt „First Enchantment“ sogar zu den besten Jazz-Newcomern und „der Band die unseren Eindruck vom steifen deutschen Jazz weggewischt hat.“ (Swingjournal, Japan). Was die Musik des Trios neben der Gleichberechtigung der Instrumente vor allem auszeichnet sind die Stärke und Klarheit ihrer Melodien. Das begeistert nicht nur Kenner sondern auch jene, die mit Jazz bislang wenig anfangen konnten. Triosence verarbeitet Einflüsse von Jazz, Fusion, Folk, World „… und entfaltet diese im Kollektiv zu einem opulenten Klanggemälde“. Im Februar 2008 erscheint das dritte Album von triosence – „when you come home“ bei Sony BMG.

Es spielen Bernhard Schüler (p), Matthias Nowak (b), Stephan Emig (dr)

Eintritt: EUR 15,– / 12,– (erm. und JIF-Mitgl.)

In Zusammenarbeit mit der Romanfabrik

Hanauer Landstraße 186 | 66314 Frankfurt | 069. 4 94 09 02

Trio Fremble im Club Voltaire – CLUBJAZZ

Fr., 28. März 2008
20:30

Unerhörtes erklingt, Unvorhersehbares ist Programm, scheinbar Vertrautes wird in gefährliche Schräglage versetzt – das Frankfurter/Berliner Trio Fremble, mit Frank Paul Schubert, dem New Yorker Drummers Collective Absolventen Berthold Möller und dem Frankfurter Kreativjungbrunnen Stephan Schmolck exquisit besetzt, steckt ein musikalisches Territorium ab, welches die Elastizität des Jazz und ein zappaeskes Flair genauso integriert wie Elemente der Neuen Musik. Mit ihren vielschichtigen Stücken, in denen sich sphärische Sounds, rasante Unisonos und expressive Improvisationen abwechseln und ergänzen, führen die drei Musiker den Zuhörer in klangliche Gefilde abseits ausgetretener Pfade. So werden die traditionellen Rollen der Instrumente in den Arrangements, getragen von musikalischer Finesse und technischer Virtuosität immer wieder durchbrochen und in der Hitze energetischer Interaktionen generiert die Band eine genauso packende Atmosphäre, wie sie in Momenten musikalischer Intimität ein subtiles Netzwerk feinsinniger Kommunikation erschafft.

Es spielen Frank Paul Schubert (saxes), Stephan Schmolck (b), Berthold Möller (dr)

Eintritt: EUR 9,– / 6,– (erm. und JIF-Mitgl.)

Im Club Voltaire | Kleine Hochstraße 5 | 60313 Frankfurt | 069. 29 24 08

Stefanie Wagner – Jeep im Club Votaire

Fr., 29. Februar 2008
20:30

CLUBJAZZ
Unter der augenscheinlich ästhetisch geglätteten Schönheit dieses schlagzeuglosen Trios (seinen Namen hat es einer Komposition John Scofields entlehnt) um die Berklee-Absolventin Stefanie Wagner, besetzt mit Flöte, Gitarre und Kontrabass, entdeckt der Zuhörer interessante Klangfarben und rhythmisch aufregende Strukturen. Ein durchsichtiger, plastischer Gesamtsound, der Platz für unterschiedliche Klangfarben, Dynamik und Groove-Elemente bietet. Beim Konzert blitzt ab und zu der Sound einer Funk-, Jazz- oder Salsaband auf. Eine interessante Stilmischung (Songs von John Scofield, Chick Corea, Courtney Pine, Oscar Hernandez etc.) und einfallsreiche Arrangements sind garantiert.

Es spielen Stefanie Wagner (fl), Thomas Langer (g) und Ralf Cetto (b)
Eintritt EUR 9,– / 6,– (erm. und JIF-Mitgl.)
In Zusammenarbeit mit dem Club Voltaire
Im Club Voltaire | Kleine Hochstraße 5 | 60313 Frankfurt | 069. 29 24 08

NACHTCAFÉ – Daniel Guggenheim 4

Mi., 13. Februar 2008
20:00

Kompositorisch komplex und technisch brillant wird den Jazzfans ein musikalischer Leckerbissen geboten: Stilsicher, sophisti­cated und schlafwandlerisch zwischen einschmeichelndem Cool und forderndem New Jazz bietet das Daniel Guggenheim Quartett ein Konzert, das sich im Spannungsfeld zwischen Tradition und Innovation bewegt. In ­seinen Kompositionen und in seinem Spiel versteht es Guggenheim, die Tradition des Postbop mit Zeitgenössischem neu zu mischen. Insbesondere der Einfluss John Coltranes ist nicht zu überhören – auch seine Musik ist von Ernst­haftigkeit, intellektueller Durchdringung und emotionaler Authen­tizität geprägt, und wie bei Coltrane lassen sich seine Impro­visa­tions­linien durch ein diskursiv-rhetorisches Element ­charak­teri­sieren. Doch sollen die Ver­gleiche nicht zu weit getrieben werden, denn Daniel Guggenheim hat zu einem sehr eigenständigen, unprätentiösen Personalstil gefunden, zu ausgereifter und substanzhaltiger Musik, weit jenseits aller Klischees und handwerklicher Jam-Session-Routine.

Es spielen: Daniel Guggenheim (saxes), Wesly G. (g), Ralf Cetto (b), Axel Pape (dr)
Eintritt: EURO 12 / 9 (erm.) / 6 (Mitgl.)
In Zusammenarbeit mit dem Theaterhaus
Theaterhaus | Schützenstraße 12 | 60311 Frankfurt | 069. 2 99 86 10

Acoustic Odysee

Fishing for compliments könnte man meinen, denn das, was die Band selbst als „musikalische Irrfahrt“ bezeichnet ist vielmehr ein stringenter, stilsicherer Weg durch all jene Facetten, die Musik im Kon­text Jazz zu bieten hat. Dafür haben sich so verschiedene hoch­renom­mierte Musiker, allesamt auf der Bühne oder im Studio mit den Größen des Jazz, Latin und Pop, als Ensemble zusammengefunden und bieten ein feines, spannendes Repertoire aus Eigenkompositionen und espritvollen Arrangements, u.a. von Pat Metheny, Keith Jarrett, Brad Mehldau, Frederic Chopin, Johannes Brahms, Oscar Peterson bis zu Stücken von Billy Joel und Al Jarreau, sowie traditionellen Latin-
und Swing-Standards.

Es spielen:
Axel Kemper-Moll (p), Cora Brunner (sax, trp), Christian Spohn (b), Angela Frontera (dr, perc, voc)

Eintritt: EURO 15,– / 12,– (erm. und JIF Mitgl.)

In Zusammenarbeit mit der Romanfabrik
Romanfabrik | Hanauer Landstraße 186 | 66314 Frankfurt | 069. 4 94 09 02

Harry Petersen Quartett im Club Voltaire

Fr., 25. Januar 2008
20:30

Der 1946 in Chicago geborene Saxophonist ist aus der Jazzszene Frankfurts, wohin es ihn Ende der 1970er Jahre verschlug, nicht nur nicht wegzudenken, sie wäre ein gutes Stück ärmer ohne Harry Petersen. Und nach 27 Jahren als Mitglied der hr bigband nimmt er sich nun wieder mehr Zeit für Clubkonzerte – uns freut’s, denn der Abend mit dem jungen Drummer Uli Schiffelholz, u.a. ausgebildet an den Musikhochschulen Mannheim und Köln, Frankfurts Kreativgitarristen Martin Lejeune und dem vielgefragten Bass-Dozenten der Musikhochschule Mainz Ralf Cetto verspricht spannend zu werden: Schwerpunkt werden eigene Kompositionen aus dem breiten Repertoire der einzelnen Mitspieler in einer jazz­getreuen Symbiose sein, und auch Ausflüge ins Freejazzige sind von dieser Besetzung zu erwarten.

Es spielen: Harry Petersen (as, cl), Martin Lejeune (g), Ralf Cetto (b), Uli Schiffelholz (dr)
Eintritt: EURO 9,– / 6,– (erm. und JIF Mitgl.)

In Zusammenarbeit mit dem Club Voltaire

Club Voltaire | Kleine Hochstraße 5 | 60313 Frankfurt | 069. 29 24 08

JAZZ im Palmengarten V – Jazzpool NRW "Mingus Moves"

Do., 30. August 2007
19:30

Donnerstag, 30. August | 19.30 Uhr
Jazzpool NRW „Mingus Moves“

Jazzpool NRW

Der Komponist, Bassist und Bandleader Charles Mingus hat einen bleibend faszinierenden Weg gefunden, bei steter Verwurzelung in der großen Tradition des Jazz, doch ständig nah am Puls der Zeit zu sein. Bebop und – mehr als bei seinen Zeitgenossen – auch Swing werden in der Entwicklung vieler Stücke so montiert, dass ihre improvisatorischen Möglichkeiten schnell in den Free Jazz der 60er Jahe mündeten. Prägend für
sein ganzes Wirken ist Mingus’ große Achtung für Duke Ellington. Ohne die Originalität von Mingus Kompositionen zu schmälern, muss ihr Entstehen immer im Kontext mit der Musik Ellingtons gesehen werden. Geht man einen Schritt weiter, so wird schnell die bluesnahe Ästhetik beider Künstler deutlich. Mingus’ Musik
ist für Jamsessions kaum zu gebrauchen. Vielleicht ist er deshalb nicht so präsent wie Thelonious Monk oder Wayne Shorter. Da in ihr aber so viel komprimierte Jazz Ästhetik steckt, scheint die Annäherung an Charles Mingus tatsächlich ein angemessenes Projekt für den Jazzpool NRW, jenes herausragend besetzte Vor-zeigeensemble um Schlagzeuger Peter Weiss und den Saxophonisten Wolfgang Schmidtke, zu sein.

Über die „Mingus Moves“-Premiere im Wuppertaler Schauspielhaus schrieb die WAZ: „Das Spiel war unglaublich expressiv. Neben einem kongenialen Zusammenspiel im Tutti und bei den Themenvorstellungen waren es gerade die Soli, die wohl im Sinn von Mingus waren: Schnell wurden Formen und Vorgaben verlassen Richtung freien Improvisationen. Sie sprühten vor feurigem Schwung und großer emotionaler Tiefe. Dieses Highlight kam natürlich unglaublich gut an und wurde von enthusiastischem Beifall begleitet“.

Es spielen: Stefan Meinberg (tr) | Matthias Muche (tb) | Gerd Dudek (ts, fl)
Wolfgang Schmidtke (sopr-s, b-cl, ts) | Achim Kaufmann (p) | Christian Ramond (b) | Peter Weiss (dr)

Vvk und Abendkasse: an der Kasse Siesmayerstraße 63
Eintritt: 8,– €, ermäßigt: 4,– € zzgl. Vvk-Gebühr
JIF-Mitglieder: frei (Bitte JIF-Mitgliedskarte vorzeigen!)

JAZZ im Palmengarten IV – Miroslav Vitous – Franco Ambrosetti – Duo

Do., 16. August 2007
19:30

Donnerstag, 16. August | 19.30 Uhr
Miroslav Vitous – Franco Ambrosetti – Duo

AmbrossettiVitous

Das Duo Miroslav Vitous – Franco Ambrosetti ist als Weiterentwicklung dessen zu sehen, was einst Fusion und New Jazz war. Und beide Künstler, großgeworden in den 70er Jahren, sind abseitig aller Trends und Hypes stets innovativ dabei geblieben. So setzt Vitous in diesem Duo eigens dafür komponierten acoustic symphonic sound, eine ganze Bibliothek von orchestralen Klängen, ein. Und Ambrosetti versprüht auch hier sein Charisma mit viel Zauber – man erlebt intimste und innigste Momente des Spiels der beiden großartigen Musiker.

In der Musik von Miroslav Vitous, der seit Jahren zu den besten Bassisten der Welt zu zählen ist, spiegeln sich bis heute die Folkeinflüsse seiner tschechischen Heimat. Vitous, in Prag geboren, Gründungsmitglied von Weather Report, spielte mit vielen Ikonen des Jazz wie u. a. Chick Corea, Stan Getz, Miles Davis, Herbie Mann, Joe Zawinul, Wayne Shorter usw. Im August wird bei ECM eine weitere acoustic CD mit Franco Ambrosetti und Gästen aufgenommen.
Franco Ambrosetti pendelt gerne zwischen den Welten. Zwar war der Blick des Tessiners stets nach Amerika gerichtet und sein Selbstverständnis als Künstler wurzelt in der afroamerikanischen Jazztradition (was soweit geht, dass Miles Davis ihn einmal als den „einzigen weissen Trompeter, der wie ein Schwarzer spielen kann” bezeichnete). Dennoch arbeitet Ambrosetti stets, und mit immer neuen, überraschend-innovativen Projekten, auch mit europäischen Musikern.

Es spielen: Franco Ambrosetti (flh) | Miroslav Vitous (b)

Vvk und Abendkasse: an der Kasse Siesmayerstraße 63
Eintritt: 8,– €, ermäßigt: 4,– € zzgl. Vvk-Gebühr
JIF-Mitglieder: frei (Bitte JIF-Mitgliedskarte vorzeigen!)

JAZZ im Palmengarten III – John Abercrombie – Marc Copland – Quartet

Do., 2. August 2007
19:30

Donnerstag, 02. August | 19.30 Uhr
John Abercrombie – Marc Copland – Quartet

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John Abercrombie, an der Seite von Billy Cobham, der Brüder Brecker, Jack DeJohnette oder Mark Johnson und Peter Erskine einer der ganz Großen des Jazz der vergangenen dreißig Jahre, trifft im Palmengarten alte Mitstreiter: den elegant-poetischen Marc Copland, den filigran strukturierten Drew Gress und den legendären Billy Hart. Copland und Abercrombie trafen sich in den 70ern in der „loft scene“ in New York City und es bildete sich schnell eine Partner- und Freundschaft aus der zusammen mit den bekannten „New Yorkern“ dieser Jahre einige der unvergänglichen Kompositionen und Aufnahmen entstanden. Wenn auch seit den 90ern als Leader mit eigenen Projekten unterwegs so verbindet sie bis heute ein steter Wille zum Wiedertreffen und daraus resultierend ein stetes neues Ideenfinden.
Der in Deutschland vielleicht am wenigsten bekannte des exquisiten Quartetts, Bassist Drew Gress, gilt in New York als erste Wahl und ist in der Knitting Factory ebenso zu Hause wie auf großen Konzertbühnen. In ausgiebigen melodischen Soli ist er gleichermaßen als Leader zu erkennen, wie im Ensemble als reifer Teamplayer. Drew, vielfacher nationaler Kompositionspreisträger, tourt in Amerika, Europa und Asien u. a. mit Ralph Alessi, Don Byron, Ravi Coltrane, John Hollenbeck, Mat Maneri oder Simon Nabatov, ist Artist-in-Residence am St. Petersburger Konservatorium gleichermaßen wie Dozent an der University of Colorado. Und der „Guardian“ wählte prompt ein Konzert seines „Spin & Drift Quartet“ zu Londons bestem Jazz Konzert 2002.

Billy Hart bedarf wiederum kaum der Vorstellung: er spielte, dokumentiert auf über 600 Platten, während der letzten 45 Jahre u. a. in den Bands von Miles Davis, Stan Getz, Herbie Hancock, Little Richard, Wes Montgomery, Pharoah Sanders oder Jimmy Smith. Und auch in diesem Quartett wird der renommierte Drummer den Jazz von seiner ungestümen Seite zeigen, nach vielen Seiten offen, unkalkulierbar und durchaus wild.

Es spielen: John Abercrombie (g) | Marc Copland (p) | Drew Gress (b) | Billy Hart (dr)

Vvk und Abendkasse: an der Kasse Siesmayerstraße 63
Eintritt: 8,– €, ermäßigt: 4,– € zzgl. Vvk-Gebühr
JIF-Mitglieder: frei (Bitte JIF-Mitgliedskarte vorzeigen!)