Geoff Goodman – Tabla & Strings

CLUBJAZZ

In Geoff Goodmans Projekt „Tabla & Strings“ verschmelzen westliche und östliche Klänge zu einer homogenen Einheit. Außergewöhnlich ist die Kombination der Instrumente, überraschend das klangliche Resultat. Wenn albanischer Gesang auf amerikanisches Banjospiel trifft, begleitet von indischen Tablaklängen und jazzigen Gitarrensounds, ensteht tatsächlich eine neue Welten umspannende Musik. In Goodmans Kompositionen werden diese Elemente auf spielerische Art ineinander verwoben; sich komplementär ergänzend und befruchtend. Die raffinierten Rhythmen, die schwebenden Sounds flirrender Saiten, die glasklar delikate Stimme und die dunkle Mystik getragener Harmonien münden in ein Klangkunstwerk außer­gewöhnlicher Tiefe und Ausstrahlung. Auskomponierte Themen stehen in Kontrast zu hörbar freien Improvisationen, fließende Ragas wechseln mit Groove orientierten Stücken sowie von Jazz oder Folk inspirierten Vocals.

 im Club Voltaire | Kleine Hochstraße 5 | 60313 Frankfurt | Telefon 069. 2 9 24 08

Es spielen
Fjoralba Turku (voc); Hugo Siegmeth (saxes); Geoff Goodman (g, banjo, mandocello); Bernd Hess (g); Tobias Ott (tabla)
Eintritt
€ 9,– / 6,– [erm. u. JIF-Mitgl.]
In Zusammenarbeit mit dem Club Voltaire

Arnie Bolden – tu es!

NACHTCAFÉ

Ob halbstarker Rocker, intellektueller Komprovisionist, 12-tönender Gouvernator, aufdringlicher Frauenheld oder Fall für die Psychatrie: all dies ist Arnie at his best. Arnie hat diese absolute, kalifornische Freiheit, seine Inspiration aus allen nur erdenklichen Quellen zu schöpfen. Hinzu kommt eine gehörige Portion zeitgenössischer Wahnsinn: Die Elektroden noch am Kopf, legitimiert er die abwegigsten Präparationen und Versuchsaufbauten.
Christian Thomé lebt in Köln; arbeitet u. a. mit seiner Gruppe „Radio ­Köber“, im Trio mit Markus Stockhausen und Angelo Comisso, spielte u. a. mit Lee Konitz und Evan Parker. Ralph Beerkircher arbeitet mit Peter Fulda, Gerry Hemingway und David Liebman. Stephan Meinberg spielte u. a. mit Charlie Mariano, David Liebman, Matthias Schubert und Han Bennink sowie in der NDR-Bigband.
„In perfektem Zusammenspiel“, so die Saarbrücker Zeitung, „woben die Drei einen kunstvollen Experimentaljazz, dem es dank unterschied­lichster Facetten an Abwechslung nicht mangelt. Da gibt es melancholische Momente mit ausdrucksstarken Trompeten-Melodien und klangvollen Gitarren-Akkorden … geradezu tanzwütig-funkige Grooves, die ganz aus dem spontanen Miteinander des Trios wachsen.“

im Theaterhaus | Schützenstraße 12 | 60311 Frankfurt | Telefon 069. 2 99 86 10

Es spielen
Christian Thomé (dr, electronics); Ralph Beerkircher (g); tephan Meinberg (tp, electronics)
Eintritt € 12,– / 9,– [erm. u. JIF-Mitgl.]
In Zusammenarbeit mit dem Theaterhaus

Trio Lézarde feat Tülay Yongaci – Nazim Hikmet Poetry

EXTRA

Einen politischen Romantiker nannte man den berühmten türkischen Dichter Nazim Hikmet. Er erneuerte ab den 30er Jahren die türkische Lyrik in Sprache und Inhalt, anknüpfend an die osmanische Literatur und die orientalische Erzähltradition. Diese Sprache ist gekennzeichnet von einer hohen Musikalität und einer besonderen Rhythmik. Das trio lézarde jazz lässt sich von dieser Sprache zu neuen Kompositionen inspirieren, die auf ihrem europäisch geprägten Hintergrund von Jazz und neuer Musik in neue Welten führen. Unterstützt werden sie dabei von der Schau­spielerin Tülay Yongaci, so dass die gelesenen wie gesungenen Texte sowohl im türkischen Original als auch in Übersetzungen erklingen werden, in enger Korrespondenz mit der Musik euro­päischer und orientalischer Traditionen.

In der Romanfabrik | Hanauer Landstraße 186 | 60314 Frankfurt | Telefon 069. 4 94 09 02

Es spielen
Meike Goosmann (ss, bcl); Anka Hirsch (vcl, e-cello); Elvira Plenar (p); Tülay Yongaci (voc)
Eintritt € 15,– / 12,– [erm. u. JIF-Mitgl.]
In Zusammenarbeit mit der Romanfabrik

Manfred Bründl‘s Silent Bass feat. Liisi Koikson & Wolfgang Schlüter

Do., 4. September 2008
19:30

 „… Das ist ausgesprochen klug konzipiert, durchaus auf Risiko gespielt, hat Power und kühne Komplexität. Weil die Musiker viel Spaß am Spiel haben, behält das eine überspringende Vitalität, die nicht nach ­Kopfgeburt klingt, sondern frisch, unverbraucht und nuanciert“ – soweit das Jazzpodium über die in den Medien viel beachtete erste CD „respect“ (nominiert für den Preis der Deutschen Schallplatten­kritik 2006) der exquisit besetzten Formation „Silent Bass“. Nun, im Herbst 2007, wurde ein neues Programm mit Eigenkompositionen von Manfred Bründl eingespielt. Die New Edition widmet sich dem Reisen und Grenzen überschreiten – eine Hommage an die Farbe Rot (Themen der Kompositionen sind u.a. Barnett ­Newmans „Who‘s Afraid of Red, Yellow and Blue?“, „Pompeii Red“, „Leonardo da Vincis Der vitruvianische Mensch“, „der Goldene Schnitt“ sowie der „Modulor Le Corbusiers“, die Wüstenstadt Ghadames mit ihrer faszinierenden, einzig­artigen roten Schmuckfarbe). Gleichermaßen ein Schwerpunkt ist Bründl‘s ­Faible für Estland, mit seiner wunderbar melodiösen und sonoren Sprache. Dabei wurden estnische Gedichte der renommierten Autorin ­Kristiina Ehin vertont, gesungen von der faszinierenden estnischen Sängerin Liisi Koikson.

Es spielen: Manfred Bründl (double-bass), Hugo Read (saxes), Achim Kaufmann (p, fender rhodes), Jonas Burgwinkel (d), Liisi Koikson (voc), Wolfgang Schlüter (vibes)

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back & forth / electric + Stephan Schmolck – Hugo Read – Bob Degen

Do., 21. August 2008
19:30

„Musik“, so Stephan Schmolck zu diesem Projekt, „kennt keinen Stillstand – no stagnacy. Ein melodisches Thema ist gleichzeitig Ziel einer Improvisation und Ausgangspunkt neuer musikalischer Entwicklung. Alles bleibt damit im Fluss – continious flow. Die Gestaltung unterliegt keinen Regeln, nur ästhetischen Grundsätzen. Das beinhaltet auch das Moment des Zerstörens – smashing the mirror. In Frage stellen, Chaos und neue Ordnung, alles ist möglich – alles geschieht.“

Mit Hugo Read und Bob Degen hat Stephan Schmolck musikalische Partner gefunden, die seine kompositorischen Anstöße kongenial umsetzen. Mit Bob Degen spielt er nahezu 15 Jahre in den unterschiedlichsten Besetzungen zusammen, ebenso verbindet ihn mit Hugo Read eine langjährige musikalische Geschichte u.a. in Schmolck’s letzter Produktion „electric bundle“. Doch bewusst vermeidet Schmolck den Begriff „Jazz-Trio“, obwohl er in seinen Stücken alle Parameter dieses Genres verwendet. Elemente der neuen Musik fließen genauso in seine Musik ein wie Versatzstücke aus Rock oder Hip-Hop, Techno oder House. Alles wird in den Improvisationen der drei „hin und her“ bewegt, eben „back and forth“. Statische, ostinate Einspielungen sind ebenso integrativer Bestandteil der Kompositionen wie live erzeugtes „sound processing“.

Es spielen: Stephan Schmolck (b), Hugo Read (saxes), Bob Degen (p)

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Günter Lenz zum 70ten – „Springtime“

Do., 7. August 2008
19:30

Günter Lenz zum Siebzigsten – und wenn da das Ensemble Springtime heißt, kann die Symbolik kaum treffender sein.

1977 formierte sich diese Band – natürlich nicht in der gegenwärtigen Besetzung, aber doch schon ­damals ausgestattet mit einer immens hoch­karätigen Mannschaft, darunter die Trompeter Lee Harper und Johannes Faber, die Saxophonisten Leszek Zadlo und Frank St. Peter, der Pianist Bob Degen und der Schlagzeuger Joe Ney.

Inzwischen hat Springtime mancherlei personelle Veränderungen erlebt, niemals jedoch dabei seine zentrale konzeptionelle Perspektive aus den Augen verloren. Und die heißt, reduziert auf’s Wesentliche: strukturelle Klarheit, rhythmische Energie und vor allem ein Maximum an individueller Freiheit für jeden in diese Frühlingsrolle eingebundenen Mitspieler.

Es spielen: Klaus Stötter (tr), Peter Bolte (as), Gebhard Ullmann (ts, bcl), Bob Degen (p), Günter Lenz (b), Billy Elgart (dr)

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Uli Partheils Playtime feat. Ack van Rooyen. – „Galeano-Project“

Do., 24. Juli 2008
19:30

Inspiriert von Eduardo Galeanos Geschichten aus „Das Buch der Umarmungen“, in denen es nicht nur um das Phänomen Lateinamerika geht, komponierte der Darmstädter Pianist Uli Partheil eine Musik, die sich zwischen Galeanos heitere und melancholische Gedankensplitter und Geschichten fügt. „Galeanos ungemein verdichtete Storys, so schreibt die ‚Niedersächsische Allgemeine’ „ entfalten sich ganz grossartig im Nachklang des Jazz-Quartetts – es geht um Stimmungen, Farben, Assoziationen: Filmmusik fürs Kopfkino …“

Eduardo Hughes Galeano, 1940 in Montevideo geboren, ist Journalist, Historiker und Kulturkritiker. 1973 emigrierte er nach Argentinien, drei Jahre danach ging er ins spanische Exil, aus dem er erst 1985 wieder nach Uruguay zurückkehrte.

Die Musik ist einfühlsam, aufregend, anmutig, differenziert, berührend. Sie nimmt die Gefühle, die mit den Geschichten kommen, rhythmisch und klanglich auf und trägt sie weiter in große Leidenschaft – die des Erzählens und die der Musik. Insbesondere wenn ein Großmeister des europäischen Jazz wie Ack van Rooyen solch ein Konzept bereichert, mit Verve, Esprit und durchaus etwas, was man musikalische Weisheit nennen darf.

Es spielen: Ack van Rooyen (flgh), Uli Partheil (p), Arne Huber (b), Rolf Idler (sprecher), Jörg Fischer (dr)

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ELB – Peter Erskine / Nguyên Lê / Michel Benita

Mi., 11. Juni 2008
19:30

Vor fast acht Jahren fand sich ein transkontinentales Trio zusammen, dessen Mitglieder in selten gehörter Freiheit und Gleichberechtigung die ganz unterschiedlichen Färbungen und Traditionen ihrer jeweiligen musikalischen Herkunft bündelten. Das Ergebnis auf ihrer ersten CD E_L_B von 2001 war mitreißend, und nun haben die drei zu den interessantesten der aktuellen Jazzwelt zählenden Musikern endlich wieder zueinander gefunden.

Der 54-jährige amerikanische Schlagzeuger und Percussionist Peter Erskine darf seit seiner Entdeckung durch den Bigband-Revolutionär Stan Kenton als einer der profiliertesten und zugleich stiloffensten Drummer im Jazz gelten. In der Jazzrock-Ära wurde er an den Stöcken der Band „Weather Report“ sozusagen mit Wucht weltberühmt. Der gleichaltrige Bassist Michel Benita, in Algier geboren und aufgewachsen, wurde nach seinem Umzug nach Paris rasch – unter anderem im Orchestre National de Jazz – zur festen Größe der europäischen Szene. Der vietnamesisch-stämmige, aber in Paris geborene Gitarrist Nguyên Lê schließlich ist früh eine der Schlüsselfiguren der europäischen Jazzszene wie auch der Weltmusik geworden. Wie weit sein Horizont ist, sieht man an seiner gleich wägenden Bewunderung für die Musik seines Herkunftslandes wie für Jazzgitarristen oder für Jimi Hendrix. Daraus entwickelte er einen unverwechselbaren, die Traditionen nahezu aller Kontinente verwebenden Stil.

Es Spielen: Peter Erskine (d), Nguyên Lê (g), Michel Benita (b)

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Christof Lauer Trio + Nils Landgren und Wolfgang Puschnig

| Musikpavillion im Palmengarten |

Schon der Name dieses Quintetts verrät seine Besonderheit: hier kommen einige der wichtigsten Jazzmusiker Europas, die die aktuelle Szene mit ihren Spielweisen definiert haben, zu einem einmaligen Konzert zusammen. Man darf sicher sein, dass Frankfurt an diesem Maitag eines der herausragenden Jazzmeetings des Jahres 2008 erleben darf.

Meih dazu unter:
http://www.musikglobal.de/kalender/detail.php?VID=334&cid=27

JIF-Mitglieder erhalten bei Vorlage des JIF-Ausweises den ermäßigten Eintrittspreis

Tobias Weindorf – Kristina Brodersen – Quartett

NACHTCAFÉ: Der Pianist Tobias Weindorf und die Saxophonistin Kristina Brodersen, sie machte jüngst als Mitglied in Manfred Schoofs „European Movement Jazz Orchestra“ in Deutschland, Slowenien und Portugal auf sich aufmerksam, arbeiten schon lange an der Entwicklung gemeinsamer musikalischer Ideen. Dies mit einem überaus soliden Fundament des Einander-Kennens: beide an der Kölner Musikhochschule ausgebildet, beide ehemals Mitglieder des Bundes-Jugend-Jazz-Orchesters und beide Sieger bei „Jugend Jazzt“. Ihr neues Quartett wird ergänzt durch Ingmar Heller (Bass) und Hendrik Soll (Schlagzeug), zwei bekannte Gesichter der europäischen Jazzszene. Das Programm besteht überwiegend aus Eigenkompositionen der Kölner Musiker und lässt genügend Freiräume für ausgedehnte Improvisationen und überraschende Augenblicke.

Es spielen Tobias Weindorf [p], Kristina Brodersen [as], Ingmar Heller [b], Hendrik Soll [dr]
Eintritt € 12,– / 9,– (erm. u. JIF-Mitgl.)
im Theaterhaus, Schützenstraße 12, Telefon 069. 2 99 86 10