Black Sea Trio

Do., 13. Juli 2006
19:30

Black Sea TrioSeit Mitte der 90er Jahre ist er musikalisch zu spüren, ein frischer Ostwind, der Begegnungen mit den Traditionen Osteuropas und des Balkans, für Musiker wie Publikum gleichermaßen bereichernd, durch die Jazzszene weht.

Besonders im Black Sea Trio vereinen sich nicht nur drei der besten Musiker Osteuropas, sondern auch verschiedene Stile von Folklore und Jazz. Meditative Klänge des Balkans wechseln sich ab mit raffinierten Soli und knackigen Grooves bis hin zu Deep-Purple-Zitaten. Hochkomplexe und zugleich spontane Musik – gleich einer Konversation, die bei der Sache bleibt und niemals in Belanglosigkeit ausfranst – ohne Manierismen und immer spannend.

Gitarrist Enver Izmailov, in Usbekistan aufgewachsener Tatar, zaubert mit seiner faszinierenden 10-Finger-„Tapping“-Technik Unglaubliches auf der Gitarre. Bei ihm wird die Gitarre zum Orchester, klingt mal wie ein europäisches Cembalo oder eine türkische Saz.

Anatoly Vapirov ist vor allem durch sein emotional-sinnliches und episches Spiel in der Jazz-Avantgarde der ehemaligen Sowjetunion ein Begriff. Er war der führende Saxophonist und einer der wichtigsten Komponisten der zeitgenössischen Jazzszene von Leningrad/St. Petersburg. Zusammen mit dem Perkussionisten und Filigranvirtuosen Kornel Horvath aus Ungarn wärmen sie keine Klischees auf, veranstalten keine Improvisationsringelreihen, sondern vertrauen – sensibel aufeinander hörend – einfach auf den großen musikalischen Fluss. „Der überschwängliche Jubel bulgarischer Hochzeitsmusik“, schrieb Volker Kriegel in der FAZ, „der klagende Blues des wilden Ostens, ländliche Hirtenlieder, der Sound der E-Gitarre und furios dahinjagende Rhythmen verschmelzen die Ausnahmemusikanten zu einer einzigartigen, rauschhaften Musik jenseits aller Fusionklischees…“

Es spielen
Enver Izmailov (g)
Anatoly Vapirov (saxes)
Kornel Horvath (perc)

Veranstaltungsort: Palmengarten

Jazzgarten auf dem Museumsuferfest 2006

Der Jazzgarten bietet auch 2006 (vom 7. bis 9. Juli) wieder ein Jazz-Programm.
Ort: Museum für angewandte Kunst, im Garten der Villa Metzler,
einer der schönsten und auch relativ ruhigen Plätze des Museumsuferfestes.

Das Programm ist unter www.jazzgarten.de zu finden.

Janusz M. Stefanski: JazzArt in Concert

Do., 29. Juni 2006
19:30

januszDer sogenannte „Frankfurter Abend“ des Jazz im Palmengarten gehört einem Geburtstagskind – Janusz Maria Stefanski; am 15. Juni wird er 60.

Stefanski studierte Klavier und Schlagzeug an der Staatlichen Musikhochschule Krakau und gehörte ab 1968 dem legendären Tomasz Stanko-Quintett an, später dem Ensemble von Czeslaw Niemens Band Enigmatic. Anfang der 70er Jahre stieß er zur Free Jazz-Band Free Sound Hans Kollers. Nach Verhängung des Kriegszustandes in Polen im Jahre 1981 blieb Stefanski nach einer Tournee im Westen und siedelte sich – wir danken es ihm – in Frankfurt an. Hier gründete er mit ebenfalls emigrierten Kollegen das Polski Jazz Ensemble. Seit den 90er Jahren spielte er im Quartett von Emil Mangelsdorff und gründete ein eigenes Trio mit Jürgen Wuchner und Matthias Schubert. 2003 wurde dem Dozenten der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz
und der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt der Hessische Jazzpreis verliehen.

Und für sein Jubiläumskonzert, 2006 ist zudem Stefanskis 40. Bühnenjahr, hat er sich sein „JazzArt“ Projekt mit ‚alten’ Freunden aus der „Frankfurter Szene“ und großen Meistern ihres Fachs, mit Tony Lakatos, Adam Pieronczyk, Rainer Böhm (Jazzpreisträger der Städte Nürnberg und Montreux), Manfred Bründl und Jürgen Wuchner, neu, interessant und vor allem exquisit zusammengestellt – etliche Kompositionen entstehen neu für dieses gewiss mehr als dynamische Konzert.

Es spielen
Tony Lakatos (ts)
Adam Pieronczyk (ts)
Rainer Böhm (p)
Manfred Bründl (b)
Jürgen Wuchner (b)
Janusz M. Stefanski (dr)

Veranstaltungsort: Palmengarten