Enders – Klesse – Kruse

Do., 28. März 2019
20:00

Zum letzten Mal gemeinsam aufgetreten sind Tenorsaxofonist Johannes Enders und Bassistin Eva Kruse vor Jahren beim legendären Jazz Baltica Festival in Salzau. Eva Klesse; inzwischen Professorin für Jazzschlagzeug an der Musikhochschule Hannover; kennt Enders noch als Studentin an der Musikhochschule Leipzig, an der er seit 10 Jahren die Saxofon-Professur innehat. Nun stehen die Echo-Jazz-Gewinner erstmals gemeinsam als Trio auf der Bühne. Sie verbindet die Liebe zum Improvisieren und Interagieren auf höchstem Niveau im Sinne von Ornette Coleman oder Sonny Rollins. Dabei ist ihr Spiel stilistisch weit offen, jedoch tief in der Jazztradition verwurzelt.

Johannes Enders zählt zu den besten und wohl auch experimentierfreudigsten Jazzern seines Fachs. Er studierte in München, Graz und New York und ist ein umtriebiger kreativer Geist voller Überraschungen. Eva Kruse errang Weltruhm im Trio [em] um den Pianisten Michael Wollny. Heute tourt die inzwischen in Schweden lebende Ausnahme-Bassistin mit ihrem eigenen Quintett sowie u.a. mit Julia Hülsmann und Nils Landgren. Eva Klesse studierte in Leipzig, Weimar, Paris und New York City und spielt u.a. im Julia Hülsmann Oktett und im Quartett Trillmann. In ihrem eigenen Quartett wirkt sie auch als Komponistin.

Johannes Enders (sax), Eva Kruse (b), Eva Klesse (dr)

www.johannes-enders.com

evakruse.com

www.evaklesse.de

Romanfabrik | Do., 28.3.2019 | 20 Uhr | 20,–/15,– € JIF

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Karma Jazz Group

Do., 21. März 2019
20:00bis21:20

2009 gründete die ukrainische Pianistin Natalya Karmazin ihre Band „Karma Jazz Group“ und fand sofort eine große Anerkennung in der Frankfurter Jazzszene. Im gleichen Jahr folgten die Auszeichnung mit dem Frankfurter Jazzstipendium und Auftritte bei den wichtigsten Festivals, z.B. dem Deutsches Jazz Festival. 2011 folgte „Birth of Indigo”, das Debütalbum ihrer Band. Nun präsentieren Natalya Karmazin und die Karma Jazz Group ein neues Programm mit eigenen Kompositionen der Bandleaderin. „Go on“ heißt dass Motto des Konzerts – zugleich symbolisiert es eine neue Etappe auf dem Weg des Quintetts.

Natalya Karmazin studierte an den Musikhochschulen in Frankfurt am Main und Leipzig sowohl klassisches als auch Jazzklavier. Ihre Kompositionen und ihr virtuoses Spiel zeigen ihre Wurzeln bei Sergei Rachmaninow und Myroslaw Skoryk. Dennoch sind die Einflüsse ihres Vorbildes Keith Jarrett und ihres Lehrers und Mentors Richie Beirach unüberhörbar. So entsteht eine besondere Mischung von spätromantischer ukrainischer Klaviermusik und modernem zeitgenössischen Jazz. Natalya Karmazin ist in der Ukraine und in Deutschland eine gefragte Solopianistin. Darüber hinaus arbeitet sie zusammen mit Jazzbands und begleitet Sängerinnen und Sänger.

www.natalyakarmazin.com

Romanfabrik | Do., 21.3.2019 | 20 Uhr | 15,–/12,– € JIF

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Yuriy Sych /  Peter Klomann  

Mi., 13. März 2019
20:00

Das Duo spielt vorwiegend Eigenkompositionen von Peter Klohmann, darunter Titel wie „die heilige Tortelini! (ganz bewußt mit nur einem „L“) , „Officer Pillbow“ oder „Funghi“, die selbst schon fast zu Klassikern des funky Jazz avanciert sind. Gelegentlich rutsch auch der eine oder andere Klassiker aus Jazz, Rock und Pop ins Programm und wird nach allen Regeln der Kunst bearbeitet und improvisatorisch ausgelotet. Yuriy Sych und Peter Klohmann sehen sich beeinflusst von klassischen bis hin zu zeitgenössischen Klängen und Spielarten, wie sie unter anderem auch in elektronischer Tanzmusik zu finden sind, etwa House, Minimal, R’n‘B. Diese musikalische Vielfalt paart sich mit virtuoser Spielfreude, mit teilweise unkonventionellen Spielarten, aber auch mit gefühlvollen, getragenen Passagen und schafft so einen vielfältigen Konzertabend.

Yuriy Sych kam 2003 aus der Westukraine in die kreative Jazz-Szene zwischen Frankfurt und Mannheim, seinen beiden Studienorten. 2006 gründete er das Contrast Quartet, mit dem er das 2008 das Jazzstipendium der Stadt Frankfurt am Main erhielt. Der Saxofonist, Multiinstrumentalist und Komponist Peter Klohmann studierte in Mainz und Stuttgart. Seit 2006 konzertiert er mit seinen eigenen kunstlerischen Projekten, 2009 grundete er die Konzertreihe „Junge Szene Frankfurt“ im Jazzkeller, 2013 gewann er das Frankfurter Jazzstipendium.

Peter Klohmann (sax), Yuriy Sych (p)

peterklohmann.com

Steinway & Sons | Mi., 13.3.2019 | 20 Uhr | 15,– / 12,– € JIF

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After Work Jazz

Mo., 11. März 2019
19:00

Der Schwerpunkt unserer Montags-Reihe im Club Voltaire liegt auf jungen, neuen Bands und Projekten aus der Jazzszene Frankfurt/Rhein-Main. Seit Sommer steht diese Reihe unter dem Motto After Work Jazz, denn den Beginn ist auf 19 Uhr vorverlegt.

Termine: Jeweils am 2. Montag im Monat
(Februar–Juni, September–Dezember)

In Zusammenarbeit mit dem Club Voltaire

Club Voltaire | Mo.,11.3.2019 |  19 Uhr | Eintritt frei

 

Judith Goldbach Quartett     

Fr., 8. März 2019
20:00

Mit „Diary of a Fly“ veröffentlichte die Kontrabassistin Judith Goldbach 2017 ihr zweites Album. Darin schlägt sie eine Brücke von dem ungarischen Komponisten und Musikethnologen Béla Bartók zum Jazz. Modern, frisch und inspiriert klingt diese CD, bei der die imaginäre Fliege, die einst schon Bartók inspirierte, die Hörer durch das musikalische Tagebuch führt. Judith Goldbach erzählt Geschichten vom Balkan, von Gefahren, Begegnungen, Erlebnissen, Reisen und Gefühlen. Freie Improvisationen, experimentelle Klänge sowie spannende Rhythmik mit treibenden und vielschichtigen Grooves stehen der archaischen Melodik Béla Bartóks gegenüber. Ein einzigartiges, spannendes und sogar lehrreiches Hörerlebnis.

Judith Goldbach stammt aus Böblingen, studierte an der Musikhochschule in Mannheim und lebt nun in Stuttgart. Von dort wirkt sie als Instrumentalistin, Lehrerin oder Workshopdozentin sowie in verschiedenen Jazzformationen bis hin zur Bigband, auch mit eigenen Kompositionen und Arrangements. 2009 gründete sie ihr eigenes Quartett und bringt hier ihre Kreativität und große Spielfreude als Bandleaderin ein. Mit dem Judith Goldbach Quartett geht sie musikalisch neue Wege und begeistert ihr Publikum dank eines eigenen Stils und Sounds.

Sebastian Böhlen (g), Judith Goldbach (b), Claus Kiesselbach (vib), Christian Huber (dr)

www.judith-goldbach.de

Frankfurt Art Bar | Fr., 8.3.2019 | 20 Uhr | 15,–/ 12,– € JIF

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Günter „Baby“ Sommer / Nora Gomringer

Fr., 1. März 2019
20:00

Wer für diese Klangbegegnungen kein Fußwippen übrig hat, der hört nicht richtig. Denn wenn Jazz-Schlagzeug-Legende Günter „Baby“ Sommer zu den humorvollen, bitter-süßen Texten der jungen Lyrikerin Nora Gomringer pinselt, schlegelt, trommelt, paukt, basst und wummert, dann überträgt sich die Freude an Lyrik und spontanen Bewegungen der Sinne auf das Publikum. Man durchreist Gomringers lyrisches Metaphernspiel mit Sommers Klangspektrum – und das ist großer, kluger, inspirierender Spaß. Seit 2008 konzertieren Nora Gomringer und der „Trommler“ – wie er sich selbst nennt – miteinander und schwingen und klingen in Sprache und Rhythmus. Vorsicht! Nora Gomringer könnte Sie amüsieren, irritieren, aus den richtigen Gründen zum Weinen bringen! Soll alles schon vorgekommen sein.

Nora Gomringer (Jahrgang 1980), Schweizerin und Deutsche, lebt in Bamberg. Sie schreibt, vertont, erklärt, souffliert und liebt Gedichte. Zuletzt wurden ihr u.a. der Ingeborg-Bachmann-Preis (2015), der Jacob- Grimm-Preis Deutsche Sprache (2011) und der Joachim-Ringelnatz-Preis (2012) zugesprochen. Als Leiterin des Internationalen Künstlerhauses Villa Concordia fördert sie im Auftrag Bayerns Künstlerinnen und Künstler internationaler Herkunft.

Nora Gomringer (voc, text), Günter „Baby“ Sommer (dr, perc)

babysommer.com

nora-gomringer.de

Gethsemane-Kirche | Fr., 1.3.2019 | 20 Uhr | 15,–/12,– € JIF

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Bob Degen Quartett 

Mi., 27. Februar 2019
20:00

 

Mit kleineren Unterbrechungen arbeitet Bob Degen schon seit Anfang der 1970er Jahre von Frankfurt/Rhein-Main aus. Der amerikanische Pianist und Komponist ist hier vernetzt mit der lokalen und internationalen Szene wie kaum ein anderer. Er ist bekannt für die feine aristokratische Art seines Spiels zwischen Tradition und Experiment, und sein kluges, stets spannendes Vermögen, Zuhörer und Impulsgeber zugleich zu sein, haben ihn zu einem hoch geschätzten Partner gemacht. Davon wissen das Jazzensemble des Hessischen Rundfunks, Weltstars aus Japan, immer wieder Heinz Sauer und Valentin Garvie ein Lied zu singen.

Bei diesem Konzert ist die Thomas Bachmann Group musikalischer Partner von Bob Degen. Thomas Bachmann unterrichtet Jazz-Saxofon und Improvisation an der Hochschule in Mainz und spielt u.a. in der Frankfurt Jazz Big Band. Ralf Cetto unterrichtet ebenfalls an der Mainzer Hochschule, spielt z.B. im Trio von Aziza Mustafa Zadeh und hat bereits mit unterschiedlichen Formationen mehrere Jazzpreise gewonnen. Uli Schiffelholz studierte in Köln und New York und wurde 2011 mit dem Jazzstipendium der Stadt Frankfurt ausgezeichnet. Musikalisch aktiv ist er u.a. im Jazzensemble des Hessischen Rundfunks.

Thomas Bachmann (sax), Bob Degen (p), Ralf Cetto (b), Uli Schiffelholz (dr)

www.bobdegen.de

Stadtbücherei | Mi.,27.2.2019 | 20 Uhr | 12,–/ 9,– € JIF

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Das  Kapital 

Fr., 22. Februar 2019
20:00

CD Release

Wann haben Sie zum letzten Mal „La mer“ oder „Ne me quitte pas“ gehört? Oder „Comme d’habitude“, die französische Vorlage zu Sinatras „My Way“? Die „Gymnopedien“ von Eric Satie oder Stücke aus Renaissance und Barock, etwa von Lully? So wie hier waren diese „Hits“ aus rund 430 Jahren Musikgeschichte noch nie zu erleben. Das Kapital transzendiert die höchst unterschiedlichen Vorlagen in seinen eigenen Kosmos. Mit hintersinnigem Witz schneidert die Band den Stücken ein hinreißend neues Klanggewand, das ursprüngliche Genrezugehörigkeiten vergessen lässt oder gar absichtsvoll konterkariert. Etwa wenn das ehemals hedonistische „Born To Be Alive“ unvermittelt Blues-Züge annimmt oder „Vertigo“, 1746 von Joseph-Nicolas-Pancrace Royer geschrieben, plötzlich zu rattern beginnt wie eine Punkjazz-Parodie.

Mit „Vive la France“, seinem neuen Album erweist des pan-europäische Trio nun der populären Musik seiner ersten respektive zweiten Heimat Referenz. Edward Perraud wurde in Nantes geboren, der Berliner Daniel Erdmann ist schon länger überwiegend in Reims ansässig und der Däne Hasse Poulson lebt, nach Boston und Kopenhagen, seit Jahren in Paris. „Der Titel der Platte ist natürlich ironisch gemeint. Es ist doch total absurd, dass Nationalisten jetzt an vielen Orten wieder stärker werden“, sagt Daniel Erdmann. „Manche der Stücke mögen zum nationalen Kulturgut Frankreichs gehören, aber sie sind sicher kein Soundtrack zu Patriotismus.“

Daniel Erdmann (sax), Hasse Poulsen (g), Edward Perraud (dr)

www.das-kapital.com

Club Voltaire | Fr.,22.2.2019 | 20 Uhr | 12.–/ 9.– € JIF
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Uncanny Valley

Do., 21. Februar 2019
20:00

Uncanny Valley wurde im Juli 2017 gegründet und spielt hauptsächlich Stücke des Saxofonisten Tom Challenger und des Bassisten Phil Donkin. Alle drei Musiker kennen sich schon lange aus verschiedenen Bandkonstellationen in London, New York und Berlin. Der Fokus ihrer Kompositionen liegt auf Formen, in denen die Intervalle und Rhythmen weite Räume zum Improvisieren eröffnen. Die drei Musiker schlängeln, gleiten und  kratzen entlang der Themen und lassen so eine intensive, gelegentlich unheimliche Mischung aus Wohlklang und Reibung entstehen. Alles Vertraute und herkömmlich Akzeptierte in der improvisierten Musik wird in Frage gestellt, zerlegt und neu geschaffen in diesem wunderbaren Hexenkessel.

Tom Challenger spielt u.a. mit Kit Downes und hat mit der Band „Ma.“ in einem elektro-improvisatorischen Format drei beachtete Alben eingespielt. Phil Donkin entwickelte sich nach dem Studium an der renommierten Guildhall School in London zu einem der wichtigsten europäischen Bassisten seiner Generation. Er spielte u.a. mit Kenny Wheeler, Julian Argüelles, Chris Speed, John Abercrombie, Marc Copland und Kurt Rosenwinkel. Der Schlagzeuger Oliver Steidle studierte an der Musikhochschule in seiner Heimatstadt Nürnberg und ist heute ein Gravitationszentrum der Avantgarde-Jazzszene in Berlin. Mit zwei Bands wurde er mit dem Neuen Deutschen Jazzpreis ausgezeichnet.

Tom Challenger (sax), Phil Donkin (b), Oliver Steidle (dr)

uncannyvalley7.bandcamp.com

Romanfabrik | Do.,21.02.2019 | 20 Uhr | 20,–/15,– € JIF

Rainer Böhm

Mi., 13. Februar 2019
20:00

CD-Release : hýdōr

Rainer Böhm wird von Kritikern seit Jahren zu den herausragenden deutschen Jazzpianisten gezählt. Der heute 40-jährige studierte an den Musikhochschulen in Mannheim und Köln, wurde bereits in jungen Jahren mehrfach ausgezeichnet und dürfte als Bandleader und Sideman inzwischen bei mehr als 60 CD-Einspielungen mitgewirkt haben. Der baden-württembergischer Jazzpreisträger 2010 ist fester Pianist bei Dieter Ilg und spielte schon mit unzähligen Jazzgrößen, von Albert Mangelsdorff und Randy Brecker bis Mark Turner und Kurt Rosenwinkel. Er lehrt an den Musikhochschulen in Nürnberg und in Mannheim.

Im Konzert stellt er „hýdōr“ vor, sein soeben erschienenes erstes Solo-Album. Das altgriechische Wort für Wasser hat dem Album nicht zufällig den Namen gegeben. Die fließenden Bewegungen des Wassers, sein steter, mal ruhiger, mal rascher Fluss, die Reflexionen und Spiegelungen des Lichts an der Wasseroberfläche waren Inspiration für einige Titel des Albums. Hier treffen wundervolle Auflösungen auf starke, rhythmische Akzente von harter Synkopierung bis zum ostinaten Ruhepuls. Rainer Böhms hochkonzentriertes, virtuoses Spiel verwandelt die Grundideen in einen Fluss von Stimmungen und Impressionen. Auf jegliche Effekthascherei verzichtend entwickelt sein Spiel eine suggestive Kraft, die verzaubert. Kein Ton zu viel, kein Ton zu wenig.

Rainer Böhm (p)

rainerboehm.de

Steinway & Sons | Mi., 13.2.2019 | 20 Uhr | 15,– / 12,– € JIF

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