Chris Jarrett solo

Do., 9. Juni 2016
20:00

Chris Jarrett verwendet Strukturen klassischer Musik und nutzt die Freiheit der Jazz-Improvisation. Er verbindet sein sicheres Gespür für Form mit der Spontaneität des Jazz. In seiner Musik kann man die Einflüsse von Komponisten wie Johannes Ockeghem, Sergej Prokofjew, Charles Mingus und Frank Zappa hören.

Chris_Jarrett_1Chris Jarretts Musik hört man nicht einfach, man erfährt sie, fühlt sie, absorbiert und assimiliert sie. Kompositionen voller Schönheit, Kraft und feinfühlige Themen aus strukturierter Improvisation und Jazz. Er bezieht ein sehr breites Spektrum an Einflüssen mit ein: in sich geschlossenes Chaos, fließende Strukturen, klassische Themen und vielfältige Quellen orchestraler Musik und europäischer Volksmusik.

Chris Jarrett wurde in Allentown, Pennsylvania, geboren. Er erhielt seine musikalische Ausbildung u.a. in Oberlin, Ohio, sowie in Oldenburg und lebt heute in der Pfalz. Neben seinen Werken für sein eigenes Trio und sein Quartett „Four Free“ komponierte Chris Jarrett Filmmusik, Opern, Oratorien und größere Orchesterstücke; er ist auf mehr als zehn Alben zu hören.

Eine Veranstaltung der Romanfabrik

Chris Jarrett (p)

www.chrisjarrett.de

Romanfabrik | Do., 9.6.2016 | 20 Uhr | 20,–/15,– €
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Fuhr Brothers

Do., 2. Juni 2016
20:00

Seit Jugendzeiten spielen die Brüder Dietmar (Kontrabass) und Wolfgang Fuhr (Saxofon) zusammen in verschiedensten Formationen, und sie zählen heute zu den ganz renommierten Musikern der deutschen Jazz-Szene.

„Reconstruction“, das aktuelle Projekt der „Fuhr Brothers“ widmet sich der Jazz-Tradition in Deutschland. In Gesprächen mit Wolfgang Dauner, Gerd Dudek und Manfred Schoof suchten sie die Kompositionen für ihre Einspielung aus, arrangierten sie neu und machten dabei das rege Jazz-Leben der „alten Tage“ anekdotenreich lebendig.

The Fuhr Brothers 4 Press Photo QOb in dem komplexen „Hot Hut“ von Albert Mangelsdorff, dem polyrhythmischen „Steps of M.C. Escher“ von Wolfgang Dauner, den Akkordverläufen in Gerd Dudeks „Green Table Speech“ oder mit ihrer Bearbeitung des alten Volksliedes „Ich armes Mägdelein“: die Fuhr-Brüder zeigen, wie lebendig, eigenständig und facettenreich auch heute noch die Handschrift der Pioniere des deutschen Jazz klingt. Damit stoßen sie nicht zuletzt auch die Diskussion um den Terminus „German Jazz“ und seine Bedeutung neu an.

In Zusammenarbeit mit der Romanfabrik

Dietmar Fuhr (b), Wolfgang Fuhr (sax), Norbert Scholly (g), Jens Düppe (dr)

www.dietmarfuhr.de
www.wolfgangfuhr.de

Romanfabrik | Do, 2.6.2016 | 20 Uhr | 15,–/12,– €
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Thomas Siffling Quartett  

Fr., 27. Mai 2016
20:30

Das neue, 10. Album des Mannheimer Trompeters, Komponisten und Musikmanagers Thomas Siffling verleiht seiner sehr persönlichen Mélange aus akustischem und elektronischem Jazz mehr Ecken und Kanten. „Personal Relations“ hat mit teilweise kammermusikalisch wirkenden Stücken auch mehr Tiefgang gewonnen. Bei den elektronisch angehauchten Titeln wurde die Schlagzahl wesentlich erhört. So glänzen Stücke wie Leonard Cohens „Halleluja“ oder Sifflings „Reflective“ durch eine wunderbare Melodieführung, Transparenz und Tiefgang, während andere Titel deutlich progressivere Züge und mehr Energie tragen.

Die Musik ist ebenso vielseitig wie variabel, und sie erzeugt eine ganz eigene Klang-, Sound- und Rhythmuswelt. Durch den gezielten Einsatz von Elektronik aller Instrumentalisten wird dies noch verstärkt.

Thomas_Siffling_quer_swThomas Siffling studierte in Heidelberg und Stuttgart, war Mitglied des BuJazzO und erhielt u.a. den Jazzpreis Baden-Württemberg. Er sieht sich als Grenzgänger, der Genres verbindet und Rahmen sprengt, Jazz und Popmusik aufeinander treffen lässt, diese durch elektronische Elemente erweitert – aber nie seine musikalischen Wurzeln außer Acht lässt. Er ist bekannt für den progressiven Einsatz elektronischer Erweiterungen im Jazz. Seit Jahren gehört zu den Vorreitern und Wegbereitern der „jungen“ deutschen Jazzszene und machte sich einen Namen bei unzähligen Gastauftritten auf der ganzen Welt.

In Zusammenarbeit mit dem Club Voltaire

Thomas Siffling (tp, flh, electr), Konrad Hinsken (fender rhodes), Dirk Blümlein (b), Christian Huber (dr)

www.thomassiffling.com

Club Voltaire | Fr., 27.5.2016 | 20.30 Uhr | 12,–/9,– €

Burkard Kunkel / Vitold Rek

Fr., 20. Mai 2016
20:00

Hier sind zwei Musiker zu erleben, die über einen großen und vielfältigen musikalischen Wortschatz verfügen. Die besondere Intimität der Besetzung lässt den Dialog dieser zwei außergewöhnlichen Musiker zu einem Erlebnis werden. Zu hören sind eingängige Themen, balladeske Stimmungen, aber auch sperriges Material, Innovatives weit ab von gängigen Klischees, Musik zwischen Jazz, Blues, Folk und improvisierter  und Neuer Musik.

VITOLD_REK#2BildNr4565_Photo_Emanuela_Danielewicz_2013_20x30cmVitold Rek arbeitete mit vielen anderen Jazzmusikern zusammen, u.a. als Solist mit dem HR-Jazzensemble und als Sideman von Tomasz Stańko. Er erhielt das Frankfurter Jazzstipendium 1999 und wurde mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik (2008) und dem Hessischen Jazzpreis (2013) ausgezeichnet. Vitold Rek unterrichtet Jazzkontrabass an der Hochschule für Musik in Mainz.

Burkard Kunkel gibt der Frankfurter und deutschen Jazzszene seit 1991 immer wieder neue Impulse. 1996 erhielt er das Jazzstipendium der Stadt Frankfurt am Main. Neben dem Bassetthorn und der Bassklarinette setzt er immer öfter die Zither in unkonventioneller Weise ein.

In Zusammenarbeit mit der Gethsemanekirche

Burkard Kunkel (zither, bcl, basset-horn), Vitold Rek (b, mandoline, voc)

jazzpages.com/VitoldRek

Gethsemanekirche | Fr., 20.5.2016 | 20 Uhr | 12,– / 9,– €

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Frankfurter Jazzstipendium 2016; Opener: Oliver Leicht Jazz-Quartett

Mi., 11. Mai 2016
19:30

Zur Vergabe des Frankfurter Jazzstipendiums veranstalten wir auch dieses Jahr gemeinsam mit dem Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main ein Doppelkonzert. Das Oliver Leicht Jazz-Quartett eröffnet den Abend mit einem Set. Anschließend verleiht Prof. Dr. Felix Semmelroth, der Frankfurter Kulturdezernent, das Stipendium des Jahres 2016, und der Stipendiat bzw. die Stipendiatin spielt das zweite Set mit der eigenen Band.

OliverLeichtAltoOliver Leicht spannt mit seinem Quartett programmatisch einen weiten Bogen von Standards zu seinen eigenen Kompositionen. Auf diesem weiten Feld der Möglichkeiten entfalten sich die vier Musiker mit ihrem reichen Schatz individueller Ideen sowohl solistisch als auch im Ensemble.

Der Saxofonist, Klarinettist, Komponist und Arrangeur Oliver Leicht studierte an den Musikhochschulen in Köln und in Mannheim. Seit 2005 ist er Mitglied der hr-Bigband. Hendrik Soll ist u.a. Pianist des Engstfeld/Weiss Quartetts und lehrt in Köln. Matthias Eichhorn studierte in Weimar, spielt in verschiedensten Bandprojekten unterschiedlicher Genres und lehrt an der Musikhochschule in Leipzig. Jens Düppe spielt als Schlagzeuger in zahlreichen international tätigen Formationen.

In Zusammenarbeit mit der Romanfabrik
und dem Kulturdezernat der Stadt Frankfurt am Main

 

Oliver Leicht (sax), Hendrik Soll (p), Matthias Eichhorn (b), Jens Düppe (dr)

www.oliver-leicht.de

Band des/der Frankfurter Jazzstipendiaten/Jazzstipendiatin

Romanfabrik | Mi., 11.5.2016 | 19.30 Uhr | 15,– / 12,– €
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Steffen Weber Quintet

Fr., 29. April 2016
20:30

Steffen Weber, Tenorsaxofonist der hr-Bigband, stellt mit seinem aktuellen Projekt ein komplett neues Programm vor. Bei diesem CD-Release Konzert hören Sie fast ausschließlich Eigenkompositionen, die er seinen Mitmusikern auf den Leib geschrieben hat. Dies sind Christian Jaksjø aus Norwegen, ebenfalls Mitglied der hr-Bigband, ECHO-Jazz-Preisträger Professor Sebastian Sternal, Webers Studienkollege Arne Huber, der schon mit zahlreichen Jazzpreisen ausgezeichnet wurde, und Axel Pape, Stipendiat der Villa Musica und der Zukunftsinitiative Rheinland-Pfalz. Zu hören ist moderner akustischer Jazz, teils traditionell, teils kammermusikalisch.

Pressefoto Steffen WeberSteffen Weber spielt u.a. in der mehrfach ausgezeichneten Band L14,16, deren erste beide Alben den „Preis der deutschen Schallplattenkritik“ erhielten. 2005 gewann er den Jazzpreis der Stadt Worms und, als Mitglied des Felix Fromm Sextetts, den ersten Preis beim internationalen Jazzcontest in Getxo; 2009 wurde er Stipendiat der Kunststiftung Baden-Württemberg. Von 2008 bis Anfang 2012 war er festes Mitglied der SWR Big Band, seit 2012 ist er Mitglied der hr-Bigband. Er lehrt an den Musikhochschulen Mannheim und Mainz.

In Zusammenarbeit mit dem Club Voltaire

Steffen Weber (sax), Christian Jaksjø (tb), Sebastian Sternal (p, rhodes), Arne Huber (b), Axel Pape (dr, perc)

www.steffenlaroseweber.de

Club Voltaire | Fr., 29.4.2016 | 20.30 Uhr | 12,– / 9,– €

David Helbock Trio

Do., 28. April 2016
20:00

Zweimal Preisträger und der Publikumspreis beim weltweit größten Jazz-Piano-Solo-Wettbewerb des Jazzfestivals Montreux, begeisterte Kritiken für seine Alben und der „Outstanding Artist Award“ 2011 – der aus dem österreichischen Dorf Koblach stammende Pianist David Helbock ist zweifellos auf dem besten Weg zu einer internationalen Karriere.
helbock_trio2_Stefanie-Marcus_300dpiSeit seinem Studium in Feldkirch und in New York ist Helbock als Komponist sehr aktiv, er spielte Konzerttourneen in vielen Ländern und ist auf zahlreichen Alben zu hören. Sein aktuelles österreichisches Trio zeigt unkonventionelle und humorvolle Facetten.
Raphael Preuschl zupft eine Bass-Ukulele. „Sie klingt sehr laut und perkussiv, in gewisser Weise recht afrikanisch, was gut zu meiner Musik passt“, freut sich David Helbock. Entsprechend dynamisch spielt auch Herbert Pirker sein Schlagzeug. In lyrischen Passagen ausgesprochen sensibel, akzentuiert er mit pointierter Energie und kraftvollem Einsatz den bisweilen etwas struppigen Charme von Helbocks Stücken.

Eine Veranstaltung der Romanfabrik

David Helbock (p), Raphael Preuschl (b-uke), Herbert Pirker (dr)
www.davidhelbock.com
Romanfabrik | Do., 28.4.2016 | 20 Uhr | 20,– / 15,– €
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Phil Donkin Quartet

Do., 14. April 2016
20:00

Phil Donkin ist einer der wichtigsten europäischen Bassisten seiner Generation. Er wuchs in einer musikalischen Familie in Sunderland im nordöstlichen England auf und spielte schon mit 12 Jahren Bass in lokalen Bands. Nach dem Studium an der renommierten Guildhall School in London entwickelte er sich zu einem gefragten Bassisten und spielte u.a. mit Kenny Wheeler, Julian Argüelles, Chris Speed, John Abercrombie, Marc Copland und Kurt Rosenwinkel. Nach einigen Jahren in New York lebt er nun wieder in Europa und ist auf beiden Seiten des Atlantiks aktiv.
Phil DonkinDer vielfach ausgezeichnete Jazz-Gitarrist Jesse van Ruller verfügt über einen einzigartigen Sound und virtuose Technik; er ist in Frankfurt am Main durch seine Auftritte mit Ramón Valle und Lutz Häfner bekannt. Julian Siegel ist ein gefragter Saxofonist in der europäischen Jazzszene und wurde mit dem BBC Jazz Award und dem London Jazz Award ausgezeichnet. James Maddren ist einer der begehrtesten jungen Jazz-Drummer Großbritanniens und spielt z.B. mit Gwilym Simcock, Kit Downes und „The Printmakers“.

In Zusammenarbeit mit der Romanfabrik

Phil Donkin (b), Julian Siegel (sax), Jesse van Ruller (g), James Maddren (dr)
www.phildonkin.com
Romanfabrik | Do., 14.4.2016 | 20 Uhr | 15,– / 12,– €
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Checkpoint III: Jazz@EnsembleModern

So., 10. April 2016
20:00

Dieses Konzert bewegt sich an der Schnittstelle von Neuer Musik und experimentellem, zeitgenössischem Jazz und lässt drei renommierte Jazzmusiker auf das Ensemble Modern treffen: John Schröder (Klavier und Gitarre), Hayden Chisholm (Saxofon) und Sebastian Gramss (Kontrabass). Gemeinsam suchen die Musiker vor dem Hintergrund ihrer individuellen musikalischen Erfahrungen nach neuen Wegen zwischen improvisierter und notierter Musik.

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Foto: Katrin Schilling

Keine Collage von swingendem Mainstream Jazz und lauter, atonaler zeitgenössischer Musik, vielmehr eine Suche einer Gruppe sensibler Musiker nach Wegen, durch improvisierte und niedergeschriebene Musik eine gemeinsame Sprache zu finden: Alle Musiker des Projekts „Jazz@EnsembleModern“ haben einen musikalischen Hintergrund, der jenseits klar definierter Grenzen liegt. Das Ensemble Modern ist bekannt für seine grenzüberschreitenden Projekte in die Welt des Pop/Rock, Jazz und der Weltmusik, z.B. mit Frank Zappa, Mark Anthony Turnage oder indischen und indonesischen Musikern.

Die Jazzmusiker John Schröder (Klavier, Gitarre), Hayden Chisholm (Saxophon) und Sebastian Gramss (Kontrabass) zeichnet die Erforschung nicht klassifizierbarer Bereiche von Musik aus – eine ideale Voraussetzung für die Zusammenarbeit. Vor dem Hintergrund individueller Eigenheiten suchen die Musiker nach einem integrativen, organischen Ganzen und beteiligen den Zuhörer dabei auf ereignisreiche und anregende Weise.

In den letzten Jahren sind die Grenzen der zeitgenössischen westlichen Musik und des zeitgenössischen Jazz durchlässig geworden: Jazzmusiker experimentierten zunehmend mit Techniken, Prozessen, formalen Strukturen und Klängen, die Teil des zeitgenössischen Repertoires Neuer Musik sind; Komponisten und Instrumentalisten der Neuen Musik nahmen im Jazz gebräuchliche rhythmische Elemente, melodische Linien und instrumentale Techniken in ihren Aktivitäten auf – und doch bleiben Unterschiede im Ausdruck bestehen, die auf die jeweiligen Ursprünge und sozialen und kontextuellen Entwicklungen zurückgehen. Diesen Grenzbereich lotet das Konzert aus.

In Zusammenarbeit mit dem Ensemble Modern
Eine Veranstaltung im Rahmen des Musikmesse Festival

Christian Hommel (oboe), Johannes Schwarz (fagott), Valentín Garvie (tp), Sava Stoianov (tp), David Haller (dr), Georgos Panagiotidis (violine), Megumi Kasakawa (viola), Paul Cannon (b);
John Schröder (p, g), Hayden Chisholm (sax), Sebastian Gramss (b)

www.ensemble-modern.com

ljob.eu/schroeder

haydenchisholm.net

sebastiangramss.de/

Deutsche Ensemble Akademie, Dachsaal | So., 10.4.2016 | 20 Uhr | 20,– / 15,– € erm. (Ermäßigung für Studenten, Auszubildende, JIF-Mitglieder), mit Musikmesse-Festival-Ticket 10,– €

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Eine Veranstaltung im Rahmen des Musikmesse Festival