Louis Sclavis „Carnet des routes“ Trio Michel Portal, Bojan Z

Do., 1. Oktober 2015
20:00bis23:00
Foto:webrogne

Foto: webrogne

Doppelkonzert
Louis Sclavis „Carnet des routes“ Trio
Michel Portal, Bojan Z

Die Formation des französischen Klarinettenvirtuosen Louis Sclavis mit dem Bassisten Henri Texier und dem Schlagzeuger Aldo Romano wurde in Anspielung auf ihre erste gemeinsame Platte auch als „Carnet des routes“ Trio bezeichnet. Die Alben, die aus der Zusammenarbeit der Musiker hervorgingen, haben in den vergangenen 20 Jahren zweifelsfrei Jazzgeschichte geschrieben. Die Kompositionen sind inspiriert von Fotografien von Guy LE Querrec, dessen atmosphärische Arbeit afrikanisches Alltagsleben in den Mittelpunkt stellt.

Foto:Bojan Zulfikarpasic

Foto: Bojan Zulfikarpasic

Michel Portal ist eine lebende Legende auf der Klarinette, sowohl im klassischen als auch im zeitgenössischen Bereich – vor allem aber im Jazz. Ein Künstler, der weit über den üblichen Debatten und Kategorisierungen von Avantgarde, Klassik oder Crossover steht. Wenige Monate vor seinem 80. Geburtstag tritt hier Michel Portal mit seinem Duopartner auf, dem Pianisten Bojan Z., selbst als bester europäischer Jazzmusiker 2005 ausgezeichnet.

Ein Konzert im Rahmen des Multiphonics Festivals

Louis Sclavis (cl, bcl), Henri Texier (b), Aldo Romano (dr)
Michel Portal (cl, bcl, sax), Bojan Zulfikarpasic (p)
Brotfabrik, Bachmannstr 2-4, 60488 Frankfurt am Main | Do., 1.10.2015 | 20.00 Uhr | VVK: 24 € + Service- und VVK-Entgelt / AK: 29 € / JIF (nur AK): 24 €

Doppelkonzert – Taksim Trio – Ensemble FisFüz

Mi., 23. September 2015
20:00
Foto: Reto Andreoli

Foto: Taksim-Trio-3

Das Taksim Trio zählt zu den musikalischen Phänomenen der Stadt Istanbul, bestehend aus drei der besten Instrumentalisten der türkischen Metropole. Mit Selbstverständlichkeit eröffnen sich die in Gypsy-Stilistiken ausgebildeten Musiker Horizonte jenseits des Bosporus. Husnu Senlendericis flüssiges und süßliches Klarinettensspiel tanzt mit Ismail Tuncbileks glasklarer Baglama (eine kleinere Form einer türkischen Laute) und Aytac Dogans gitarrenartigem Kanun. Zwischen ihnen ersinnen sie eine Magie mit orientalen Melodien, die gleichzeitig klassisch, aber auch frisch und zeitgenössisch wirken.

Foto: Ellen-Schmauss

FisFüz Foto: Ellen-Schmauss

Das deutsch-türkische Ensemble FisFüz bezieht seinen Fundus aus der Kulturgeschichte des gesamten Mittelmeerraums. Das neue Programm „Mozart im Morgenland“ ist eine Reise in die Vergangenheit zu Mozarts Oper „Die Entführung aus dem Serail“ und präsentiert sie in ungewohntem Gewand: Das Ensemble bringt Mozarts Musik der Arien und Chöre in Kontakt mit alten osmanischen Melodien und mit der Rhythmuswelt des Orients, zitiert Themen und Motive und erweckt durch sein feines Instrumentarium und seine hohe Improvisationskunst die Operncharaktere zu neuem Leben.

Ein Konzert im Rahmen des Multiphonics Festivals

Husnu Senlendericis (cl), Ismail Tuncbilek (baglama), Aytac Dogan (kanun) – taksimtrio.org
Annette Maye (cl, bcl), Gürkan Balkan (oud, g, voc), Murat Coşkun (dr, perc, hang) – www.fisfuez.de
Alte Schlosserei auf dem Gelände der EVO, Andrestr. 71, Offenbach am Main| Mi., 23.9.2015 | 20.00 Uhr | Vvk: 27.40.– € | AK: 29.- €, | erm. 20.- € (Vvk und AK): Schwerbeh. (50%), Schüler, Studenten, JIF

Diego Piñera Quartet

So., 25. Oktober 2015
20:30bis23:00
Foto:Band

Foto:Band

Hier steht ein großartiger junger Drummer, Percussionist und Komponist kurz vor seinem Durchbruch. Diego Piñera war für den ECHO JAZZ 2015 unter der Kategorie „Instrumentalist des Jahres“ nominiert. Wir erleben ihn nicht nur in rhythmisch sehr abwechslungsreichen Stilistiken, von Swing über Bop bis Latin, sondern auch eine feine Melodik, die federleicht ins Ohr geht. Fast unbemerkt bleibt da die hohe rhythmische und harmonische Komplexität, die seine Stücke auszeichnet. Die Band, die Piñera um sich gruppiert hat, tritt seit Jahren gemeinsam auf und hat ein beeindruckendes Interplay entwickelt. Selbst Ausflüge in freie Passagen sind so als Gemeinschaftsprojekte wahrnehmbar und nicht als Egotrips.

Diego Piñera wurde in Uruguay geboren und wuchs in Montevideo auf; seit Abschluss seiner Studien in Boston, Mass., Havanna/Cuba und Leipzig lebt er in Berlin.

In Zusammenarbeit mit dem Club Voltaire

Diego Piñera (dr, perc), Peter Ehwald (sax), Ludwig Hornung (p), Andy Lang (b)
SPECIAL GUEST: Tony Lakatos (sax)

www.diegopinera.com
Club Voltaire | So., 25.10.2015 |20.30 Uhr |12,–/9,– €
Kartenreservierung empfohlen (auch für JIF-Mitglieder)

Max Clouth Clan feat. TL Mazumdar

Fr., 25. September 2015
20:30bis23:00
Foto:Band

Foto:Band

„Return Flight“, der Titel seines neuen Albums, hat für den Frankfurter Jazz-Gitarristen Max Clouth viele Bedeutungen: Flug, Flucht, der Lauf der Dinge, ein Hin und Zurück – unterwegs sein. Mit TL Mazumdar, dem in Kolkata geborenen Sänger und Keyboarder, hat Clouth einen kongenialen Mitstreiter gefunden. Der Sohn eines weit gereisten Ärzteehepaars wuchs in vier Städten auf drei Kontinenten auf, in Indien, Nordafrika, England und Deutschland. „Er hat quasi die umgekehrte musikalische Sozialisation genossen“, lacht Clouth. „Ich finde es schön, wenn etwas nicht den Klischeevorstellungen entspricht.“ So wird man in TLs Spiel auch (fast) keine Sitar- oder Tabla-Samples finden. Subtil, nicht plakativ ist die Devise. Nur in einem Stück erklingt die indische Langhalslaute mit ihren so typischen flirrenden Borduntönen. Das neue Programm „Return Flight“ ist moderner Jazz mit indischem Gewürz und dem Potential, Zuhörer überall auf der Welt zu berühren.
„Max Clouth ist einer der wenigen Gitarristen, deren Sensibilität und Offenheit der Musik und anderen Kulturen gegenüber einem nicht sofort ins Auge springt, sondern eine Weile braucht, um wahrgenommen zu werden“, kommentiert Mazumdar. „Für mich ist das ein Zeichen von künstlerischer Authentizität.”

In Zusammenarbeit mit dem Club Voltaire

Max Clouth (g), TL Mazumdar (keyb, voc), Markus Wach (b), Martin Standke (dr)
max-clouth.net
Club Voltaire | Fr., 25.9.2015 | 20.30 Uhr | 12,–/9,– €
Kartenreservierung empfohlen (auch für JIF-Mitglieder)

Sandner/Sänger: Keith Jarrett

Mi., 16. September 2015
20:00bis23:00
Sandner Foto:

Sandner Foto: Wonge Bergmann
Christof Sänger  Foto:

Christof Sänger Foto: Wonge Bergmann

Wolfgang Sandner liest aus seinem neuen Buch „Keith Jarrett – Eine Biographie“,  musikalisch begleitet durch den Pianisten Christof Sänger. Keith Jarrett ist einer der einflussreichsten Musiker des 20. Jahrhunderts, ein Jazzvisionär und glänzender Interpret der Klassik, ein Meister der Improvisation.

Der langjährige FAZ-Musikredakteur Wolfgang Sandner konnte als einer von wenigen Jarrett nahekommen und hat in intensiven Gesprächen den Menschen hinter der Musik erlebt. Nun erzählt er die Biographie des Künstlers: von Jarrett als Wunderkind, über seine Selbstfindung im Spiel mit Größen wie Chet Baker, Charles Lloyd und Miles Davis bis zu seinen gefeierten Interpretationen der Werke Bachs, Mozarts oder Schostakowitschs. Sandner zeigt, was Jarrett und seine Musik prägte, erzählt aber auch von Schicksalsschlägen. Entstanden ist das Porträt eines der größten Pianisten der Gegenwart und zugleich eine Musikgeschichte der letzten 50 Jahre.

Eine Veranstaltung der Romanfabrik in Zusammenarbeit mit der Jazz-Initiative Frankfurt.
Freier Eintritt für Mitglieder der Jazz-Initiative Frankfurt.

Wolfgang Sandner (Lesung), Christof Sänger (p)

www.christof-saenger.de

Romanfabrik | Mi., 16.9.2015 | 20.00 Uhr | 15,– € / freier Eintritt für Mitglieder der Jazz-Initiative Frankfurt


Reservierung: Tel. (069) 49084828, reservierung@romanfabrik.de

Vvk: Frankfurt Ticket Tel. (069) 1340-400, http://www.frankfurtticket.de/suche?location=romanfabrik

Violins of Jazz World

Mi., 30. September 2015
20:00

2014 veranstaltete die Zbigniew-Seifert-Stiftung ihren internationalen Violinwettbewerb, in Erinnerung an Zbigniew „Zbiggy“ Seifert (*1946 †1979), den viel zu früh verstorbenen herausragenden polnischen Jazzgeiger und Saxophonisten. Seine Alben beeindrucken bis heute durch ihre Raffinesse und ein Jazz-Feeling, das selten so bei Jazz-Violinisten anzutreffen ist. Neben der Geige spielte Seifert avantgardistisch Saxophon, auf dem er seine musikalischen Phrasen mit großer Geschwindigkeit herausschleuderte. Auf der Violine spielte er dann Saxophonphrasen, was, wie er selbst sagte, technisch äußerst schwierig ist. Zbigniew Seifert hat einen einzigartigen Geigenstil und -sound geschaffen, der viele Jazzmusiker, insbesondere Jazzgeiger, bis heute inspiriert.

Im Rahmen des Konzertes präsentieren sich die Preisträger des Violin-Wettbewerbs, die von der Jury – Mark Feldman, Glen Moore und Janusz Stefański – ausgewählt wurden. Sie werden begleitet von den renommierten Musikern des Frankfurter Contrast Trios.

In Zusammenarbeit mit der Romanfabrik

Bartosz Dworak (vln), Dawid Lubowicz (vln), Łukasz Górewicz (vln), Klemens Bittmann (vln); Yuriy Sych (p, synth), Tim Roth (b, effects), Martin Standke (dr, samples, perc)
www.seifertcompetition.com, contrasttrio.de
Romanfabrik | Mi., 30.9.2015 | 20.00 Uhr | 15,–/12,– €
Reservierung: Tel. (069) 49084828, reservierung@romanfabrik.de
Vvk: Frankfurt Ticket Tel. (069) 1340-400, http://www.frankfurtticket.de/suche?location=romanfabrik

Christoph Irninger Pilgrim 

Do., 8. Oktober 2015
20:00bis22:30
Foto:Albert_Fleury

Foto:Albert_Fleury

Christoph Irninger Pilgrim
Ausgerüstet mit einer gesunden Portion Selbstbewusstsein und jeder Menge Abenteuergeist, begibt sich die Fünferbande auf ihre musikalische Entdeckungsreise, unterwegs in einem Abenteuer ohne Reiseführer, Risikoversicherung und Rückflugticket. Die Songs des Albums „Italian Circus Story“ sind von einem lässigen, mediterranen Flair durchweht. Mal nur skizzenhaft angerissen, mal durchkomponiert, lassen die Songs viel Platz für Spontanität und Improvisation. Der Soundtrack dieser Reise oszilliert zwischen rätselhafter Selbstreflexion und wilden Eruptionen, wobei die Musiker einen vollen, dichten Rundum-Sound schaffen, der sich nur schwer kategorisieren lässt.
Die Band hat sich neu gruppiert und zu einem der aufregendsten Ensembles des jungen europäischen Jazz entwickelt. Die fünf Musiker traten in verschiedenen Gruppen auf der ganzen Welt auf und haben mit Jazz-Grössen wie Dave Douglas, Nasheet Waits, Dave Liebman oder Joey Baron zusammengespielt.

In Zusammenarbeit mit der Romanfabrik

Christoph Irniger (sax), Stefan Aeby (p), Dave Gisler (g), Raffaele Bossard (b), Michi Stulz (dr)
www.christophirniger.com
Romanfabrik | Do., 8.10.2015 | 20.00 Uhr | 15,–/12,– €
Reservierung: Tel. (069) 49084828, reservierung@romanfabrik.de
Vvk: Frankfurt Ticket Tel. (069) 1340-400, http://www.frankfurtticket.de/suche?location=romanfabrik „Christoph Irninger Pilgrim „ weiterlesen

Jochen Nix und Frankfurt Jazz Trio

Do., 29. Oktober 2015
20:00
Foto:Band

Jochen Nix Foto:Band

Jochen Nix
Frankfurt Jazz Trio

Robert Gernhardt und Horst Peisker

Nach dem Rühmkorf-Projekt präsentiert der Sprecher Jochen Nix einen weiteren lyrisch-musikalischen Abend in der Romanfabrik.

Robert Gernhardt, einer der Väter der Neuen Frankfurter Schule, ist allen bekannt. Horst Peisker hingegen gilt es kurz vorzustellen: Er wurde 1939 in Mittelsinn (Spessart) geboren, studierte Deutsch, Englisch und Philosophie und war in zahlreichen Berufen tätig (als Speditionskaufmann, im Druck- und Buchbindereigewerbe, in der Werbung, als Übersetzer, Rundfunkmitarbeiter). Er schrieb autobiographische Prosa (Maniac, 1980) und Gedichte (Dillingers Blau, 2006), wobei auch letztere über seine wilden Zeiten in der Frankfurter Kaiser- und Moselstraße Auskunft geben. Karl Corino urteilt über seine Gedichte: „Sie entdecken oft das Lob im Schäbigen und Kümmerlichen.“ (NZZ, 15.4.06) Horst Peisker starb 2012 in Kelsterbach.

Jochen Nix (Textauswahl und Lesung); Olaf Polziehn (p), Martin Gjakonovski (b), Thomas Cremer (dr, arr)

www.jochennix.de, frankfurt-jazz.de

Eine Veranstaltung der Romanfabrik
Eintritt 20,-/15,–
Freier Eintritt für JIF-Mitglieder
Reservieren Sie jetzt Karten: Tel. (069) 49084828 oder über reservierung@romanfabrik.de
Vvk: Frankfurt Ticket Tel. (069) 1340-400, http://www.frankfurtticket.de/suche?location=romanfabrik

trio lézarde jazz

Do., 5. November 2015
20:00bis22:30

Das „trio lézarde jazz“ musiziert über stilistische Grenzen hinweg zwischen Jazz, Welt- und Neuer Musik. Durch musikalische Muster globaler Herkunft hindurch und über stilistische Grenzen hinaus findet die Musik ihre ganz eigene Sprache – die Frankfurter Cellistin Anka Hirsch nennt das „Minimal Global Chamber Music“. Im Spannungsfeld von Komposition und Improvisation entstehen Freiräume für unerwartete musikalische Wege und klangliche und rhythmische Überraschungen. Die Eidechse als Symbol für Inspiration und Traum legt dabei die Spur für jede einzelne musikalische Geschichte.

Das Trio spielt in einer ungewöhnlichen Besetzung. Das transparente Zusammenspiel von Saxophon und Cello findet seine kongeniale Ergänzung in rhythmischen und klanglichen Zeichnungen der verschiedensten Perkussionsinstrumente. Die musikalische Kommunikation wird getragen von der individuellen Ausdruckskraft der Einzelnen, von wechselseitigen Dialogen und Trialogen und einer großen Offenheit beim Hören und Spielen.

In Zusammenarbeit mit der Stadtbücherei Frankfurt am Main und dem Frauen Musik Büro

Meike Goosmann (sax, cl), Anka Hirsch (clo), Christoph Hillmann (perc)
www.ankahirsch.de
Stadtbücherei | Do., 5.11.2015 | 20.00 Uhr | 10,–/7,– €