Jazz gegen Apartheid – zwischen Heimkehr und Exil

24. November 2014 20:00bis29. November 2014 20:00

Herbstprogramm 24. – 29. November 2014 – 30 Jahre Projekt Kultur im Ghetto

Jazz gegen Apartheid ist ein Musikprojekt, das 1985-1986 mit dem Exilmusiker Johnny Dyani in Frankfurt geschaffen wurde. Die Musik dieses 1986 verstorbenen Komponisten, Bandleaders, Bassisten ist Kunst, zugleich die Geschichte des leidenschaftlichen Kampfes gegen die Apartheid im Exil.
Aktuell sind Krieg im Frieden, Flüchtlingselend, entfremdete Arbeit und kulturelle Vielfalt Auslöser für Kompositionen.

Mitwirkende:    Claude Deppa (tp),  Daniel Guggenheim (ts),Christopher Dell (vib),
John Edwards (b), Makaya Ntshoko (dr),Janusz Stefański (dr)

Orte und Termine:

24.11.2014, 20:00 Uhr Gallus Theater, Frankfurt, Kleyerstr.15,

25.11.2014, 20:00 Uhr Osterkirche, Mörfelder Landstr. 212, Frankfurt-Sachsenhausen

26.11.2014, 20:00 Uhr Cyriakuskirche, Auf der Insel, Frankfurt-Rödelheim

27.11.2014, 20:00 Uhr Paul-Gerhardt-Gemeindezentrum, Gerauer Str. 52, Frankfurt-Niederrad

28.11.2014, 20:00 Uhr main_forum (IG Metall Haus) Wilh.-Leuschner-Str. 79, Frankfurt

29.11.2014, 20:00 Uhr Bessunger Knabenschule, Darmstadt, Ludwigshöhstr. 42

Zitat FAZ 2012:

„…voller Elan, Phantasie, schräger Improvisationslust und randvoll mit Emotionen. Wer wünscht sich auch sterile Perfektion, wenn man solche Energien spürt wie bei dem südafrikanischen Trompeter Claude Deppa, der die schön einfachen Melodien in den Kompositionen seines verstorbenen Landsmanns Johnny Dyani – „U.D.F.“, „Does Your Father Know“ oder „Song for Biko“ – mit herausgeschleuderten Improvisationen in der Luft zerfetzt, dass man fast in Deckung gehen muss, um nicht von der Wucht dieser Klangwellen erdrückt zu werden. Oder die Saxophoneskapaden des Free-Jazz-Berserkers Tobias Delius, der seine eckigen Phrasen aus allen Gliedmaßen seines zuckenden Körpers hervorzukramen scheint… Es war ein rauschendes Free-Jazz-Fest, zu dem auch der schonungslos virtuose Vibraphonist Christopher Dell, der trotz aller freien Phrasierung stets gut organisiert wirkende Tenorsaxophonist Daniel Guggenheim, ein den Kontrabass in seine klingenden Einzelteile zerlegender John Edwards und der fast schon Legendenstatus einnehmende Makaya Ntshoko am Schlagzeug ihr Gutteil beitrugen.“

Mehr Information zum Programm und zur Projektgruppe, Eintrittspreise, Kartenreservierung und Wegbeschreibungen: www.kultur-im-ghetto.de

Frankfurt Art Bar muss schließen

7. November 2014 20:00bis8. November 2014 20:00

Am 17.11. ist es soweit: nach langem Hin- und Her muss Janice Young und ihr Team die FAB in Sachsenhausen nun doch schließen. Damit verliert Frankfurt einen beliebten Jazz-Veranstaltungsort.

Die Jazzmusiker, die dort regelmäßig auftraten, werden sich am Freitag und Samstag mit einem Jam-Session-Marathon musikalisch verabschieden.

Bluthochzeit- Federico Garcia Lorca; Musik: Martin Lejeune

5. November 2014 20:00bis8. November 2014 20:00

Theaterstück von Federico Garcia Lorca
Das neue Stück vom Ensemble 9. November, von Helen Körte wieder als Gesamtkunstwerk konzipiert, nach dem Theaterstück »Bluthochzeit« von Federico Garcia Lorca.
»Bluthochzeit« von F. Garcia Lorca verbindet des Schicksalhafte der griechischen Tragödie mit dem Irrsinn einer großen Leidenschaft im Schatten der Gewalt. Wir erleben das Archaische in Form einer unausweichlichen Konfrontation, an deren Ende die Rettung der Familienehre durch Selbstjustiz steht. Bemerkenswert dabei ist die phantastische, poetische Kraft der Sprache. Der Rhythmus des Textes und die ausgeklügelte Körper- Musik – und Bildersprache wie sie in den Hochzeitstänzen kulminiert: bunt, lyrisch und rasant zugleich stürzen sie in einen märchenhaften Rausch der Wahrnehmung. Traditioneller Auslöser des Ehrenkonflikts ist der Brautraub, der schon das Motiv der Rache in sich birgt. Zwei Familien, zwei Kontrahenten, Hass und Trauer, gegenseitige Gewalt. Bilder einer Landschaft, die lacht und weint. Der Mond und der Tod – La Muerte-, die anfänglich zu Komplizen der Liebenden werden, um sie später dann doch zu verraten. Mond, Tod und Erotik vereinen sich. Durch ihren Toden vollenden die Kontrahenten was vollendet werden muss. Am Anfang die Mutter als Ikone, virulent, feurig, am Ende die Trauergesellschaft mit Masken überzogenen Gesichtern. Übrig bleiben die zerpflückte Braut, blitzende Messer und ein letzter, stummer Aufschrei wie in einer rot- gefärbten Oper. Aber der Tod ist jung und schön und nicht wiederzubeleben.
Musik Improvisationen sowie eigens für die Inszenierung durchkomponierte Musik, mehrstimmiger Gesang und Filmprojektionen runden das Spiel der vielseitgen AkteurInnen ab. Zusammen mit der skulpturalen, transparenten Bühne, surrealen Masken und Kostümen erzeugen sie ein einzigartiges Gesamtkunstwerk.
Regie, Konzeption, Dramaturgie: Helen Körte
Darsteller: Ruth Klapperich, Dzuna Kalnina, Susanne Pfitschler, Simone Greiß, Raija Siikavirta, Claudio Vilardo, Damaso Mendez, Mario Krichbaum; Special Guest Elena Thimmel
Kind: Annemieke Plößer
Komposition(Instrumental): Martin Lejeune
Komposition (Vokal): Uwe Kremp
Musiker: Martin Lejeune (Gitarren etc.), Jens Hunstein (Blasinstrumente, Akkordeon)
Bühne, Objekte, Kostüme: Wilfried Fiebig
Kostüme: Margarete Berghoff
Choreographie: Chananjah Plößer, Helen Körte
Film, Video, Projektionen, Grafik: Jörg Langhorst
Assistenz: Rebekka Waitz
Licht: Johannes Schmidt
Fotos: Jörg Langhorst

Gallus Theater
Kleyerstr.15
60326 Frankfurt
Tel 069-758060-20

Mittwoch, 5.11.14 20.00 – Eur 18/12
Donnerstag, 6.11.14 20.00 – Eur 18/12
Freitag, 7.11.14 20.00 – Eur 18/12
Samstag, 8.11.14 20.00 – Eur 18/12