Herzlichen Glückwunsch, Peter Klohmann!

Gestern Abend fand in der Romanfabrik die Verleihung des Arbeitstipendiums Jazz der Stadt Frankfurt statt. Nachdem Uli Jünemann (Stipendiat des Jahres 2001) mit seinem Quartett den Abend eröffnet hatte, gab Kulturdezernent Felix Semmelroth den Stipendiaten des Jahres 2013 bekannt: Peter Klohmann.
Der Saxophonist und Komponist Peter Klohmann ist ein echter Frankfurter (geboren in Sossenheim), der in Mainz und Stuttgart studierte, und gerne mit für Jazz ungewöhnlichen Besetzungen auftritt. So auch gestern Abend, als er nach Empfang des virtuellen Schecks über 7500 € zusammen mit Yuri Sych am Piano und Christine Roider am Cello im Trio auftrat.

472602_524744817589061_1138687352_oAus der Begründung der Juroren Ulrich Olshausen, Günther Hottmann und Jonas Lohse:
„Expressiv, intensiv, abenteuerlustig, das war das Erste, was die Juroren zur Hörprobe der Bewerbung Nr. 23 zu sagen hatten: Und das bezogen sie nicht nur auf das Saxophon-Spiel, sondern ebenso auf die Kompositionen. Auch die ungewöhnliche, avantgardistische Groß-Formation, mit der sich Peter Klohmann in einer seiner Hörproben präsentierte, beeindruckte die Jury: so etwa die mehrfach besetzten Tieftöner bei Streichern und Bläsern oder auch der überraschende Einsatz einer Orgel. Tonal aus dem Vollen schöpfend, traditionsbewußt,aber nicht angepasst, und mit enormer Spielfreude sieht bzw. hört die Jury Peter Klohmann am Saxophon und bescheinigt ihm auch für seine Kompositionen außergewöhnlichen Ideenreichtum und unkonventionelle Offenheit. Solch ein musikalischer Struwwelkopp wie Klohmann hat Frankfurt schon länger gefehlt.“

Tango Crash in der Brotfabrik

Do., 9. Mai 2013
20:00bis22:00

„Eine brandneue Mischung aus Tango, Jazz, zeitgenössischer und elektronischer Musik mit einem eigenständigen Zugang zu der interessantesten und komplexesten Musik ihres Heimatlandes, dem argentinischen Tango“, das hat Jazz-Piano-Legende Joe Zawinul, ein „Weltmusiker“ ganz eigener Prägung, der Band Tango Crash ins Stammbuch geschrieben. Darauf können sich Daniel Almada (Piano), Martin Iannaccone (Cello, Bass, Stimme) – sie machten ihre ersten ersten gemeinsamen Aufnahmen in Buenos Aires schon 1987 – sowie Gregor Hilbe (Drums), Martin Klingeberg (Trompete, Electronics) und Christian Gerber (Bandoneón) durchaus etwas einbilden, würde es sie nicht davon ablenken, ihr innovatives Spiel weiter voran zu treiben. Tango Crash arbeiten immer an der Entwicklung ihres Sounds, um zum einen die starke Identität der Band erhalten, zum anderen aber auch neue Wege im Tango und der elektronischen Musik zu gehen. Die jüngste CD-Produktion „Bailá Querida“, die den „Preis der Deutschen Schallplattenkritik“ erhielt, hat das mutige Feeling des Jazz und die dunklen Farben der Tangomusik etwas ganz Besonderes. Eine kleine „Warnung“ haben die Musiker für die Konzertbesucher trotzdem parat. Tanzbar sei ihre Tangovariante natürlich nicht immer.

 Eine Veranstaltung der Brotfabrik

 www.brotfabrik.de 18,- EUR VVK / 22,- EUR AK für Mitglieder der Jazzinitiative 16,- EUR nach vorheriger Anmeldung unter Kontakt@brotfabrik.de