Jazzfest der HfMDK Frankfurt

31. Januar 2012bis3. Februar 2012

So eine Überraschung: obwohl die HfMDK Frankfurt ja bekanntlich ihre Versuche, einen Jazz-Studiengang zu etablieren, im letzten Jahr eingestellt hat und dafür mächtig in die Kritik geraten ist, veranstaltet sie in diesem Jahr wieder ein Jazzfest. Das Programm (künstlerische Leitung: Posaunist Allan Jacobsen) wird von verschiedenen Ensembles und Chören, die sich aus Studierenden der HfMDK zusammensetzen, sowie externen Gästen gestaltet. Mehr nach dem Klick.

7.500 Euro für Frankfurter Jazztalente

9. März 2012
16. Mai 2012

Bewerbungsfrist für das „Arbeitsstipendium Jazz 2012“ endet am 9. März 2012

In diesem Jahr vergibt das Dezernat Kultur und Wissenschaft das 22. Arbeitsstipendium Jazz der Stadt Frankfurt am Main. Es ist mit 7.500 Euro dotiert.

Musikerinnen und Musiker aus Frankfurt und näherer Umgebung können sich für das Arbeitsstipendium Jazz bewerben. Dabei gibt es keine Altersbegrenzung. Voraussetzung ist, dass sich die Bewerber erkennbar den verschiedenen stilistischen Formen des Jazz, einschließlich experimenteller Richtungen, zuordnen lassen. Das Arbeitsstipendium Jazz kann für jegliche Art der künstlerischen Weiterentwicklung auf diesem Gebiet wie z. B. die Teilnahme an einem Workshop oder Meisterkurs beantragt werden. Es können sich sowohl Einzelpersonen als auch Gruppen bewerben. Bewerberinnen und Bewerber sollten in der Lage sein, ein Programm von mindestens dreißig Minuten live vor Publikum präsentieren zu können.
Voraussetzung für eine Bewerbung sind eine musikalische Ausbildung oder Qualifikationen mit Schwerpunkt Jazz sowie der Nachweis einer entsprechenden Praxis. Dazu muss ein ausgefüllter Bewerbungsbogen und eine CD mit maximal drei Musikstücken vorgelegt werden.
Eine unabhängige Jury entscheidet aus den eingereichten Beiträgen über die Vergabe des Arbeitsstipendium Jazz. Nicht bewerben können sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kulturdezernats der Stadt Frankfurt, Jury-Mitglieder und nahe Verwandte beider Gruppen.

Bewerbungsunterlagen können ab sofort beim Kulturamt Frankfurt am Main, Brückenstraße 3–7; 60594 Frankfurt am Main angefordert werden. Mehr Informationen gibt Irmgard Tennagels unter der Telefonnummer 069 – 212-3 84 24 oder per e-mail unter: arbeitsstipendium.jazz (ätt) stadt-frankfurt (Punkt) de.

Die Bewerbungen müssen bis zum 9. März 2012 eingegangen sein. Die Vergabe erfolgt am 16. Mai 2012 im Rahmen eines Doppelkonzertes in der Romanfabrik.

Der deutsche Jazz in kontroverser Diskussion

Man liest und hört zur Zeit ungewohnt viel über den Jazz. Dabei wird die Debatte auf den Leserbriefseiten und den Online-Foren durchaus kontrovers geführt und zeigt: es steckt noch immer eine ziemliche Lebendigkeit in der Jazz-Szene.
Das Jazzinstitut Darmstadt fasst in seinem Pressespiegel einige Stimmen zusammen und gibt einen anschaulichen Überblick:
Der Saxophonist Michael Hornstein hat in einem langen Artikel für eine führende deutsche Tageszeitung eine erhitzte Debatte unter Musikern und der deutschen Jazz-Community angefacht, in dem er behauptet, der Jazz habe in Deutschland jegliche gesellschaftliche Relevanz verloren (Süddeutsche Zeitung; der Artikel ist nicht frei online zu lesen, findet sich aber mittlerweile auch anderswo). Im Prinzip behauptet Hornstein, dass im deutschen Jazz in den letzten 20 Jahren nichts Interessantes mehr passiert sei; dass die einzigen Leute, die durch Jazz etwas verdienen würden, Journalisten, Konzertveranstalter und Jazzinstitute (!) seien; dass Musiker kaum noch Rundfunk-Jobs erhielten; dass Lehrer an Hochschulen mit Jazzabteilungen meist selbst nie professionelle Musiker gewesen seien; dass zu viele Musiker lieber Eigenkompositionen als Standards spielten; dass Musiker über 40 es schwer hätten, ein Engagement zu ergattern und auch von der öffentlichen Hand, also beispielsweise dem Goethe-Institut kaum gefördert würden; dass die Musiker sich an ästhetischen Konzepten von gestern festklammerten und seit den frühen 1990er Jahren nichts Neues mehr entwickelt hätten… und so weiter und so fort … Wie könne man da also erstaunt sein, dass das Publikum dem allem nicht mehr folge. Puh! Jede dieser Behauptungen verdient zumindest ein riesiges Fragezeichen, eigentlich aber vehementen Einspruch. Hornstein ist selbst Musiker und es wäre billig, diesen Artikel nur auf persönliche Frustrationen seinerseits zurückzuführen. Was uns viel mehr erstaunt ist: Wie kann ein so schlecht recherchierter Artikel in einer führenden deutschen Tageszeitung wie der Süddeutschen erscheinen? Etwas hat die Zeitung auf jeden Fall geschafft: Musiker melden sich zu Wort und legen Einspruch ein (Facebook), und diese Diskussion findet übrigens auch auf unserer Facebookseite statt (Facebook Jazzinstitut). Michael Rüsenberg schreibt einen offenen Brief an den Chefredakteur der Süddeutschen, Kurt Kister ( Jazz City). Hans Hielscher zeigt sich währenddessen von den heftigen Diskursen in der deutschen Jazz-Community überrascht und kontrastiert einige der kritischen Stimmen mit starken ästhetischen und öffentlichkeitswirksamen Aktivitäten des deutschen Jazz aus jüngster Zeit (Spiegel Online). Sein Artikel wurde übrigens ganz knapp vor Hornsteins Tirade veröffentlicht und bezieht sich damit nicht auf diese.

John McLaughlin erhält Frankfurter Musikpreis

Der britische Jazzgitarrist John McLaughlin wird mit dem Frankfurter Musikpreis geehrt. Die mit 15 000 Euro verbundene Ehrung wird jährlich zur internationalen Musikmesse in Frankfurt vom Kuratorium der Stiftung Frankfurter Musikpreis verliehen. McLaughlin ist der 30. Preisträger dieses Preises und erhält den Preis am 20. März (einen Tag vor Beginn der Musikmesse).

Jazz im Jüdischen Museum: Ryan Carniaux Quartett

So., 29. Januar 2012
11:00bis13:00

Das Jüdische Museum Frankfurt startet mit einer neuen Versanstaltungssreihe ins neue Jahr. Alle 14 Tage Sonntagmorgens veranstaltet das Museum eim Jazzkonzert in Kooperation mit Eugen Hahn vom Jazzkeller Frankfurt.

Der Trompeter Ryan Carniaux ist ein Arbeitstier, ein Vollblutmusiker, der durch das Livespiel in den USA und in Europa auf Festivals und in Clubs sich selbst zu dem machte, was er heute ist: ein Trompeter mit eigenem Ausdruck, einem Ton, der in seiner komplexen Sanftheit an Chet Baker erinnert und doch immer typisch Carniaux ist. Ryan Carniaux ist Bandleader und Gründer des Quartetts bestehend aus dem Schweizer Schlagzeuger Samuel Dühsler, der durch seine Virtuosität die Band in immer wieder neue musikalische Richtungen zieht, Mike Roelofs am Klavier und Marco Neninger am Bass.

Eintritt 10 Euro
Jüdisches Museum

 

Jazz im Jüdischen Museum: Berkman/Zenker/Hollander

So., 15. Januar 2012
11:00bis13:00

Das Jüdische Museum Frankfurt startet mit einer neuen Versanstaltungssreihe ins neue Jahr. Alle 14 Tage Sonntagmorgens wird ein Jazzkonzert im Museum stattfinden. Diese Veranstaltungsreihe ist eine Kooperation des Jüdischen Museums mit Eugen Hahn vom Jazzkeller Frankfurt.

David Berkman p, Martin Zenker b, Rick Hollander dr

Seit den letzten 25 Jahren ist David Berkman ein wichtiger Teil der New Yorker Jazz Community. Er ist ein preisgekrönter Pianist, Komponist und Bandleader. Seine CDs tauchen auf den Bestsellerlisten zahlreicher renommierter Zeitschriften auf wie z.B. der New York Times oder Village Voice.
Erstmalig treten nun Martin Zenker und Rick Hollander zusammen mit David Berkman als Trio auf. Rhythmischer Swing und experimentelle Kompositionen werden diesen Auftritt ausmachen, bei dem eine Kombination aus originaler Musik und neuen Interpretationen von Jazz Standards auf dem Programm sein wird.

Eintritt: 10 €
Jüdisches Museum, Frankfurt

Heinz Sauer / Michael Wollny

Das Neujahrskonzert der beiden Musiker findet heute in der Romanfabrik statt.

Karten können nicht mehr reserviert werden; versuchen Sie es mit etwas Glück an der Abendkasse.

Der Eintrittspreis beträgt nicht, wie im Programmheft der JIF ausgewiesen 15/12 €, sondern 20/15 €. Leider war uns diese Preisfestlegung durch unseren Kooperationspartner zum Redaktionsschluss unseres Druckerzeugnisses nicht bekannt. Wir bitten um Entschuldigung und weisen gleichzeitig darauf hin, dass kein Rechtsanspruch auf den im Programmheft ausgewiesenen Preis besteht.

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Film: Michel Petrucciani – Leben gegen die Zeit (OmU)

So., 8. Januar 2012
14:00
So., 15. Januar 2012
14:00
So., 22. Januar 2012
14:00
So., 29. Januar 2012
14:00

Von Michael Radford, Frankreich / Deutschland / Italien 2011, 103 Min. FSK: ohne Altersbeschränkung

Mit Alexandre Petrucciani, Aldo Romano, Roger Willemsen

Sein Leben würde kurz sein, und das wusste er, also hat er es mit doppelter Energie gelebt: Michel Petrucciani. Seine Musik war zeitlose Magie, sie schien direkt aus seiner Seele zu kommen. Alle, die das Glück hatten, ihm zu begegnen, schwärmen heute noch von seinem unersättlichen Hunger nach Leben.

Er war ein Mensch voller Überraschungen, nicht nur aufgrund seiner körperlichen Erscheinung, sondern vor allem durch sein herausragendes musikalisches Talent. Er besaß die Fähigkeit, mit leichter Hand am Flügel durch die Jazzgeschichte zu springen und sein Publikum zu begeistern. Er schaffte es, mehr Schallplatten zu verkaufen als viele seiner Idole, und spielte in den großen Konzertsälen der Welt.

Geboren mit der Glasknochenkrankheit, nicht einmal ein Meter groß, wurde er ein international bekannter Jazz-Künstler.Sein erstes offizielles Konzert gab er mit 13 Jahren, danach spielte er mit vielen der weltbesten Jazzmusiker.

MICHEL PETRUCCIANI – LEBEN GEGEN DIE ZEIT erzählt anhand von Interviews mit den Menschen, die ihn durch sein Leben begleitet haben, wie seine Familie, Charles Lloyd, Aldo Romano und Roger Willemsen, die ungewöhnliche Geschichte eines Mannes, der von einem unstillbaren Hunger nach Leben getrieben war und alles ausprobierte was es zu bieten hat: Frauen, Reisen, Drogen und seine Kunst.

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Mal Seh’n Kino | Adlerflychtstraße 6 | 60318 Frankfurt am Main | info@malsehnkino.de

 

 

Carl Clements Quartet

Fr., 27. Januar 2012
20:30bis22:30

Carl Clements Quartet feat. Real Jazz Trio Carl Clements ist ein aktives Mitglied der Jazz- und Weltmusik- Szene in New York und Boston. Er spielt seit 37 Jahren Saxophon und studiert seit 1989 Nordindische Musik auf der Bansuri. Im Lauf seiner Karriere hat er ein breites Spektrum an Stilistiken sowohl spielerisch, als auch kompositorisch abgedeckt.
Clements hat Komposition und Arrangement am Berklee College of Music in Boston und Jazz-Saxophon am California Institute of the Arts studiert. Anschließend promovierte er über Nordindische Musik an der Columbia University in the City of New York, wo er heute lehrt.
In seinen Kompositionen verbinden sich diese Elemente zu einer spannenden und ausdrucksstarken Musik, unterstrichen durch seine Partner-Musiker, dem Real Jazz Trio.
Carl Clements (s, Bansuri) , Thomas Langer (g) , Johannes Schaedlich (b) , Jens Biehl (dr)

im Club Voltaire | Kleine Hochstraße 5 | 069 29 24 08
Eintritt € 9,-/6,- (erm. u. JIF-Mitgl.)

http://www.carlclements.com/

In Zusammenarbeit mit dem Club Voltaire

Heinz Sauer / Michael Wollny

Sa., 7. Januar 2012
20:30bis22:30

Sauer/Wollny46 Jahre liegen zwischen den beiden Musikern, die sich musikalisch sehr nahe stehen. Saxophonist Heinz Sauer, eine der prägenden, ganz großen Figuren des bundesdeutschen Nachkriegsjazz und Grandseigneur des Jazz. Und Michael Wollny, international gefeierter Pianist (und seit Kurzem ebenfalls Frankfurter).

Sauer mit einem Saxophonton, der sich mit elementarer Kraft ergießt und der dann in vielen verblüffenden Farbnuancen verglimmt. Wollny mit seinen überraschenden Eruptionen am Klavier, seinen geistvoll nach allen Seiten stiebenden Klang- Splittern aus einer harmonisch völlig freien Welt, die die Frage nach Tonalität und Atonalität längst hinter sich gelassen hat.

Mit immer feinfühligem und wachem Ohr für den anderen lassen sie ihre individuellen Konturen schärfer heraustreten – im Duo mit Wollny wird die Intensität von Sauer am Saxophon deutlich, und Wollny steigert im Zusammenspiel mit Sauer seine Selbstverständlichkeit im Umgang mit seinem überquellenden Talent.
Heinz Sauer (s), Michael Wollny (p)

Romanfabrik | Hanauer Landstraße 186 | 069 4 94 09 02
Eintritt € 15,-/12,- 20,-/15,- Euro (erm. u. JIF-Mitgl.)

http://www.heinzsauer.de/http://www.michael-wollny.de

In Zusammenarbeit mit der Romanfabrik