Das  Kapital 

Fr., 22. Februar 2019
20:00

CD Release

Wann haben Sie zum letzten Mal „La mer“ oder „Ne me quitte pas“ gehört? Oder „Comme d’habitude“, die französische Vorlage zu Sinatras „My Way“? Die „Gymnopedien“ von Eric Satie oder Stücke aus Renaissance und Barock, etwa von Lully? So wie hier waren diese „Hits“ aus rund 430 Jahren Das Kapital Vive La France_c_Denis-Rouvre

Musikgeschichte noch nie zu erleben. Das Kapital transzendiert die höchst unterschiedlichen Vorlagen in seinen eigenen Kosmos. Mit hintersinnigem Witz schneidert die Band den Stücken ein hinreißend neues Klanggewand, das ursprüngliche Genrezugehörigkeiten vergessen lässt oder gar absichtsvoll konterkariert. Etwa wenn das ehemals hedonistische „Born To Be Alive“ unvermittelt Blues-Züge annimmt oder „Vertigo“, 1746 von Joseph-Nicolas-Pancrace Royer geschrieben, plötzlich zu rattern beginnt wie eine Punkjazz-Parodie.

Fotos: Rüdiger Vogt

29 30 31 _six 11 14 17 21 22 24 25 26 28
<
>

Mit „Vive la France“, seinem neuen Album erweist des pan-europäische Trio nun der populären Musik seiner ersten respektive zweiten Heimat Referenz. Edward Perraud wurde in Nantes geboren, der Berliner Daniel Erdmann ist schon länger überwiegend in Reims ansässig und der Däne Hasse Poulson lebt, nach Boston und Kopenhagen, seit Jahren in Paris. „Der Titel der Platte ist natürlich ironisch gemeint. Es ist doch total absurd, dass Nationalisten jetzt an vielen Orten wieder stärker werden“, sagt Daniel Erdmann. „Manche der Stücke mögen zum nationalen Kulturgut Frankreichs gehören, aber sie sind sicher kein Soundtrack zu Patriotismus.“

Daniel Erdmann (sax), Hasse Poulsen (g), Edward Perraud (dr)

www.das-kapital.com

Club Voltaire | Fr., 22.2.2019 | 20 Uhr | 12.–/ 9.– € JIF
Reservierung

Jürgen Wuchner New Quartet

Fr., 28. September 2018
20:00

Nach dem viel zu frühen Tod von Janusz Stefański, Jürgen Wuchners großartigem Freund und Schlagzeuger, suchte der Darmstädter Bassist und Komponist neue musikalische Konstellationen. Der Saxophonist Wollie Kaiser war eine naheliegende Wahl, denn er ist ohnehin ein vertrauter und langjähriger musikalischer Wegbegleiter.

Mit Peter Feil, Posaunist bei der hr-Bigband, hat er einen neuen tieftönenden und zudem ausgesprochen originellen Begleiter aufgetan. In dem Frankfurter Uli Schiffelholz, seit 2010 Mitglied im Jazzensemble des Hessischen Rundfunks, hat Wuchner einen würdigen Nachfolger am Schlagzeug gefunden, der bereits durch viele Kooperationen mit Wuchners tänzerischer, oft humorvoller Musik bestens vertraut ist.

Jürgen Wuchner studierte an der Akademie für Tonkunst (Darmstadt). Er war u.a. Mitglied von Heinz Sauers „Voices“, Hans Kollers „Free Sound“, des Herbert Joos-Quartetts sowie des hr-Jazzensembles. Wuchner ist künstlerischer Leiter der „Darmstädter Jazz Conceptions“ und war Dozent für Jazz-Bass an der Darmstädter Akademie für Tonkunst. Er wurde mit dem Hessischen Jazzpreis (1996) und dem Darmstädter Musikpreis (2012) ausgezeichnet.

Jürgen Wuchner (b). Wollie Kaiser (sax, bcl), Daniel Schmitz (tp), Ulli Schiffelholz (dr)

www.juergenwuchnergroup.de

Club Voltaire | Fr., 28. 9. 2018 | 20 Uhr | 12.,– / 9,– € JIF

Karten reservieren

 

Henning Sieverts Symmethree : Fotos : Rüdiger Vogt

Mi., 26. September 2018
20:00

       Nach dem gefeierten Debut-Album von „Symmethree“ (2011) erscheint nun „Aerea“: In der Verbindung von Luft („Aer“) und Raum („Area“) führt Henning Sieverts den neuen Flug seines Trios durch symmetrische Landschaften, mit dabei die renommierten Ko-Piloten Nils Wogram (Posaune) und Ronny Graupe (Gitarre).

Die ungewöhnliche Instrumentierung mit Posaune, Gitarre und Bass/Cello erlaubt reizvolle klangliche Verschmelzungen und wechselnde Aufgabenverteilungen: Jeder spielt mal Melodie, mal Bass – ein basisdemokratisches Musizieren also, nicht aber, was das musikalische Konzept betrifft: Alle Kompositionen und Arrangements stammen von Henning Sieverts.

Der international angesehene Bassist, Cellist, Komponist und Rundfunkjournalist wirkte bereits an mehr als 100 CD-Produktionen mit, davon vier unter eigenem Namen. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, u.a. den Bayerischen State Music Award (2004), den New German Jazz Award (2009) und den Echo Jazz (2010). Sieverts ist Lehrbeauftragter für Jazz-Bass an der Hochschule für Musik und Theater in München und moderiert seit 2003 die Sendung „Jazztime“ beim Bayerischen Rundfunk.

Henning Sieverts (b), Nils Wogram (tb), Ronny Graupe (g)

www.henningsieverts.de

Stadtbücherei | Mi., 26.9.2018 | 20.00 Uhr | 10,–/7,– € JIF

Karten Reservieren