Bauer | Graeve | Lindberg

Mi., 2. Mai 2018
20:00

Dieses neue Trio, das heuer zum ersten Mal auf Tour geht, hat seine ganz eigene kleine, etwas verzweigte Geschichte, die gut 35 Jahre zurückreicht und deren Ausläufer sich nun treffen – hier und jetzt im Frühjahr 2018.

Bilder : Erich WerkmannGeorg Graewe über Conny Bauer: Seit ich in den frühen 80er Jahren Konrad Bauers erste Soloplatte (auf AMIGA) in die Hände bekam, hat mir seine Balance aus stupender Virtuosität und musikantischem Zugriff als eine Art Leitstern für meine eigene Arbeit am Instrument gedient. Über die Jahrzehnte habe ich ihn immer wieder auf verschiedenen Bühnen bewundern können, zu einer Zusammenarbeit war es aber bisher nie gekommen.

Georg Graewe über Iohrı Lindberg: Nicht minder beeindruckt hatte mich etwa zur gleichen Zeit der Bassist John Lindberg und ich fühlte mich geehrt, als er in den Jahren 1985/86 in meinem GrubenKlang Orchester spielte. Seither haben sich unsere Wege – wenn auch häufig in mehrjährigen Abständen – immer wieder aufs inspirierendste gekreuzt.

Conny Bauer (tb), Georg Graeve (p), John  Lindberg (b)

Mittwoch, 2. Mai 2018, 20 Uhr, Steinway 81 Sons Frankfurt,  Bockenheimer Landstrasse 47, 60325 Frankfurt/M,

Für Mitglieder  der Jazz-Initiative gilt ein Eintritsspreis, der mit 12,- € deutlich unter dem Preis an der Abendkasse liegt. Dafür bitten wir euch, den Mitgliedsausweis mitzubringen.

Konzertvorschau Herbst/Winter 2018

Sa., 1. September 2018
20:00

Fr., 6. September 2018, Romanfabrik

David Helbock Trio
David Helbock (p), Raphael Preuschl (bassukulele), Reinhold Schmölzer (dr)

Fr., 14. September 2018, Gethsemankirche
Sass / Puschnig
Wolfgang Puschnig (sax, fl), Jon Sass (tuba)

Do., 20. September 2018, Romanfabrik
Jochen Nix / Thomas Cremer: „Mir tut der Unsinn leid“
DADa, Schwitters und MERZkunst
Jochen Nix (Lesung), Thomas Cremer (dr)

Mi., 26. September 2018, Stadtbücherei
Henning Sieverts Symmethree
Henning Sieverts (b), Nils Wogram (tb), Ronny Graupe (g)

Fr., 28. September 2018, Club Voltaire
Jürgen Wuchner New Quartet
Jürgen Wuchner (b), Wollie Kaiser (sax), Peter Feil (tb), Uli Schiffelholz (drums)

Do., 4. Oktober 2018, Romanfabrik
Plandé / Phillipps
Eric Plandé (sax), Barre Phillips (b)

Fr., 5. Oktober 2018, Gethsemankirche
Jazzgeschichten: Gustl Mayer
Gustl Mayer, Daniella Baumeister

Do., 11. Oktober 2018, Steinway & Sons Frankfurt
Lorenz Kellhuber solo
Lorenz Kellhuber (p)

Do., 18. Oktober 2018, Romanfabrik
Olivia Trummer „Fly now“ (CD-Release)
Olivia Trummer (voc, p, keyb), Matt Penman (b), Obed Calvaire (dr)

Mo., 22., Do., 25.– So., 28. Oktober, Alte Oper, Hessischer Rundfunk, Mousonturm

Deutsches Jazzfestival

22.10.18, Alte Oper: Eröffnungskonzert zu Ehren von Albert Mangelsdorff, mit Christof Lauer (sax), Joachim Kühn (p), Pierre Favre (dr), Nils Wogram (tb), Samuel Blaser (tb), Stefan Lottermann (tb), Bruno Chevillon (b), Daniel Humair (dr) u.a.; hr-Bigband, Jim McNeely (cond.)

Do., 25. Oktober 2018, Romanfabrik
United Colors of Bessungen
u.a. Jürgen Wuchner (b, cond.), Ulli Jünemann (sax), Andreas Pompe (sax), Daniel Schmitz (tp), Uli Partheil (p), Bertram Ritter (dr), Bülent Ates (balafon, perc)

Mi., 31. Oktober 2018, Frankfurt Art Bar
Thomas Bachmann Trio
Thomas Bachman (sax), Ralf Cetto (b), Uli Schiffelholz (dr)

Fr., 9. November 2018, Gethsemanekirche
Leicht / Schreiner
Oliver Leicht (sax, cl), Jan Schreiner (btb, tuba)

Do., 15.– Sa., 17. November 2018, Die Fabrik Kulturwerk Frankfurt

  1. Fabrik Jazz Festival
  2. November

Klaus Heidenreich Quartett
Klaus Heidenreich (tb), Sebastian Sternal (p), Robert Landfermann (b), Jonas Burgwinkel (dr)

  1. November, 19.30 Uhr

Hornung Trio
Ludwig Hornung (p), Johannes Felscher (b), Bernd Oezsevim (dr)
21.00 Uhr
Peter Gall Quintett (CD-Release)
Wanja Slavin (sax), Rainer Boehm (p), Reinier Baas (g), Matthias Pichler (b), Peter Gall (dr)
17.November, 19.30 Uhr
Gewinner des Jazzstipendiums Frankfurt am Main + Band
21.00 Uhr
Daniel Guggenheim Quartett
Daniel Guggenheim (sax), Sebastian Sternal (p), Dietmar Fuhr (b), tba (dr)

Do., 22. November 2018, Romanfabrik
Playground
Stephanie Wagner (fl), Esther Bächlin (p, voc), Gina Schwarz (b)

Fr., 30. November 2018, Club Voltaire
Bastian Stein Trio
Bastian Stein (tp), Phil Donkin (b), James Maddren (dr)

Mi., 12. Dezember 2018, Steinway & Sons Frankfurt
3. Steinway-Preisträgerkonzert Junge Jazz-Pianisten

2. Montag im Monat, Club Voltaire
JIF Session
10.9., 8.10., 12.11., 10.12.2018; 14.1.2019

alle zwei Monate. Orte und Termine unter fim-ffm.de

F.I.M. – Forum improvisierter Musik
Offene Bühne für freie Improvisation

Beginn der Veranstaltungen jeweils 20 Uhr, sofern nicht anders angegeben. Programm- und Besetzungsänderungen vorbehalten!

2018-09-01 19:30

Omer Klein Trio

Do., 30. August 2018
19:30

Einflüsse aus der traditionellen jüdischen Musik des Abendlandes und dem Orient, der Liedkunst der Romantik und der Rockmusik finden sich in der Musik der zeitgenössischen israelischen Jazzmusiker aus der Generation Omer Kleins. Ihren internationalen Erfolg erklärt Klein mit ihrer Fähigkeit zu improvisieren: In seinem bedrängten chaotischen Land erfordere das tägliche Leben, ständig Entscheidungen zu treffen und schnelle Lösungen zu finden.

Erstaunlich ist der Aufstieg angesichts der kaum vorhandenen Jazz-Infrastruktur in Israel. „Es gibt viel zu wenig Clubs, kaum Festivals, kaum Plattenproduzenten, kaum Jazz im Rundfunk“, berichtet Klein. Immerhin entwickelte sich nach dem Vorbild der klassischen Ausbildung auch die sogenannte Jazz-Education. Doch letztlich sind es die begrenzten Auftrittsmöglichkeiten, die dafür verantwortlich sind, dass so viele talentierte israelische Jazzmusiker ihre Heimat verlassen.

Omer Klein studierte an der Thelma Yellin High School of Arts in Tel Aviv-Jaffa und bei Danilo Pérez am New England Conservatory in Boston. Nach einigen Jahren in New York City lebt er seit kurzem in Frankfurt am Main. Er gewann 2006 den ersten Preis der Jazz Hoeilaart International Competition in Belgien, 2013 und 2015 wurde er der Förderpreisträger für Musik der Landeshauptstadt Düsseldorf.

Omer Klein (p), Haggai Cohen-Milo (b), Amir Bresler (dr)

www.omerklein.com

Palmengarten | Do., 30.8.2018 | 19.30 Uhr | 12,–/6,– €/frei (JIF)

 

Anke Helfrich Trio feat. Angelika Niescier

Do., 16. August 2018
19:30

In Namibia und Deutschland aufgewachsen, zählt die Weinheimerin Anke Helfrich zweifelsohne zu den herausragenden Jazzmusikerinnen in Europa. Nach ihrem Studium in den Niederlanden ging sie dank eines Stipendiums nach New York. Von dort zurückgekehrt und mit einem ebenso satten wie sanften Sound ausgestattet, gelingt der Pianistin mühelos der Spagat zwischen handwerklicher Finesse und sinnlichem Erlebnis. Inzwischen hat sie vier Alben unter ihrem Namen veröffentlicht und tourt regelmäßig mit ihren Bands im In- und Ausland.

Eine Begegnung der besonderen Art ist ihr Zusammentreffen mit Angelika Niescier, „einer der aufregendsten Stimmen im deutschen Jazz“ (arte). Die Saxofonistin gehört zu jenen außergewöhnlichen Frauen, die schon seit einiger Zeit der europäischen Jazzszene neue Konturen verleihen. Sie ist eine zielstrebige Künstlerin mit unbändiger Energie, reichhaltiger Tonpalette und virtuoser Technik, die auch vielfältig komponiert für Film, Theater, Bigband, Ballett und Sinfonieorchester. Beide Musikerinnen wurden vielfach ausgezeichnet, z.B. im Jahr 2017 Angelika Niescier mit dem renommierten Albert-Mangelsdorff-Preis und Anke Helfrich mit dem Hessischen Jazzpreis.

Anke Helfrich (p, harmonium), Dietmar Fuhr (b), Jens Düppe (dr), special guest: Angelika Niescier (sax)

www.anke-helfrich.de

www.angelika-niescier.de

Palmengarten | Do., 16.8.2018 | 19.30 Uhr | 12,–/6,– €/frei (JIF)

 

 

Max Clouth Clan feat. Varijashree Venugopal

Do., 2. August 2018
19:30

„Kamaloka“ heißt das neue Album von Max Clouth und seinem Clan. Es nimmt uns mit auf einen Roadtrip, gibt uns die Musik für einen gedanklichen Episodenfilm, gedreht auf der Strecke zwischen Deutschland und Indien.

„Kamaloka“, ein Begriff aus dem Sanskrit, stammt aus der altindischen Kultur, heißt wörtlich übersetzt etwa „Ort der Begierde“ und er steht dafür, sich an diesem Ort vom Materiellen zu lösen. Warum sollten wir uns in nur einer Welt bewegen, wenn wir in so vielen zuhause sein können? Die Welt als Zuhause, die Welt in uns, in stetigem Fluss.

Die permanente Neuorientierung der Musik Clouths zieht in Klangwelten hinein, die von hier nach dort reichen. Aber wo ist hier? Frankfurt? Und wo ist dort? Mumbai? Indische Rockklänge auf Frankfurter Jazzbasis – zahlreiche Musikstile finden sich im Jazz des Max Clouth Clan wieder. In seiner Vielfältigkeit gibt der Clan jedem Song einen Seelenanteil eines bekannten Musikstils und haucht ihm neues Leben ein. Und was bleibt? Das Bewusstsein, welch wilden Melodienfluss das Leben beschreibt. Wenn wir als Zuhörer mit dem Clan im Fluss innehalten und verweilen, dann nur hier: in der Neugier auf das Neue, das durch uns fließen will.

Max Clouth (g), Andrey Shabashev (p, key), Markus Wach (b), Martin Standke (dr), special guest: Varijashree Venugopal (voc)

www.maxclouth.com

www.varijashree.com

Palmengarten | Do., 2.8.2018 | 19.30 Uhr | 12,–/6,– €/frei (JIF)

 

Reut Regev’s R*Time

Do., 26. Juli 2018
19:30

Im exotischen Niemandsland zwischen Avant-Jazz, Blues-Rock, Funk, Reggae und Dub entfalten sich mit treibender Intensität die Songs von Reut Regevs Band R*Time. Eine ruhelose Ästhetik, kaleidoskopartige Strudel mit psychedelischer Intensität lassen einen imaginären Soundtrack zwischen Film Noir und Roadmovie entstehen.

Reut Regev wuchs in Israel auf, lernte Klavier, wechselte später zur Posaune. 1998 zog sie nach New York, wo sie nach ersten Engagements in der jiddischen Musikszene schnell in die Avantgardeszene wechselte. Sie spielte mit Anthony Braxton und Butch Morris, stand aber auch mit Frank Londons Klezmer Brass Allstars, den Rock-Rebellen von Firewater und Hazmat Modine auf der Bühne. Ihr scharfer, kantiger Ton zeichnet die Schnittlinie zwischen Jazz Avantgarde, Alternative Rock, Funk und Klezmer.

R*time ist ihre Band mit Ehemann und Drummer Igal Foni. Mit Jean-Paul Bourelly hat sie einen berühmten Freefunk-Veteranen in der Band, dessen gitarristische „Street Credibility“ auch im Berliner Lebensmittelpunkt unverstellt geblieben ist.

„Regev vereint die Ausdruckskraft der Avantgarde und die technische Präzision des Bop mit der Weitsichtigkeit einer Musikerin auf der Höhe ihrer Zeit…“ Troy Collins, All About Jazz

Reut Regev (tb), Jean-Paul Bourelly (g, voc), Mark Peterson (b), Igal Foni (dr)

www.reutregev.com

Palmengarten | Do., 26.7.2018 | 19.30 Uhr | 12,–/6,– €/frei (JIF)

 

European Blue Note Quartet feat. Izabella Effenberg

Do., 12. Juli 2018
19:30

Wie kein anderer zeitgenössischer Jazzmusiker spielt der große
polnische Pianist Vladyslav „Adzik“ Sendecki den Jazz vom Blues
zur postmodernen Improvisation, findet den Weg zurück zu klassischen Formen und überwindet damit die künstliche Grenze zwischen klassischer Musik und Jazz. Wie kein anderer zeitgenössischer Jazzmusiker spielt der große polnische Pianist Vladyslav „Adzik“ Sendecki den Jazz vom Blues zur postmodernen Improvisation, findet den Weg zurück zu klassischen Formen und überwindet damit die künstliche Grenze zwischen klassischer Musik und Jazz.

Er erweist sich als ein Meister der Emotion, der Virtuosität, der ergreifenden Harmonien und der packenden Rhythmik. Das Quartett entstand zum Jubiläum des Clubs Blue Note in Poznan (Polen). Das Konzert wurde auf einem Live-Album verewigt und enthusiastisch aufgenommen.

Izabella Effenberg ist hier Gast von Sendeckis europäischem Quartett. Sie ist eine der wenigen Jazz-Vibrafonistinnen in Europa und die erste aus Polen; mit der Array Mbira spielt sie ein weiteres, seltenes Instrument. Sie schafft Stimmungen und Sounds mit musikalischen Miniaturen als Grundlagen ihrer Improvisation, lässt ihre musikalischen Wurzeln in Jazz, europäischer Klassik und zeitgenössischer Musik klar erkennen und verfügt über einen einzigartigen Sound.

Andrzej Olejniczak (sax), Vladyslav Sendecki (p, rhodes, electronics), Robert Landfermann (b), Mark Mondesir (dr), special guest: Izabella Effenberg (vib, array mbira)

vladyslavsendecki.de

izabellaeffenberg.com

Palmengarten | Do., 12.7.2018 | 19.30 Uhr | 12,–/6,– €/frei (JIF)