SH4iKH 9

Do., 27. Juni 2019
19:30

Im Sommer 2016 hatte das vom jungen Mainzer Saxofonisten, Komponisten und Arrangeur Maximilian Shaikh-Yousef gegründete Nonett sein Debüt in Form einer Liveproduktion. Bis heute spielt SH4iKH 9 ausschließlich Eigenkompositionen des Bandleaders – elektrisierend, akustisch, filigran und gern auch mal brachial.
Die Musiker aus Mainz und Köln präsentieren eine originelle Mischung mit kammermusikalischen und elektro-avantgardistischen Jazz-Elementen. Ob vertonte Bilder oder fiktive Geschichten, die Musik nimmt die Zuhörer mit auf eine Reise voller emotionaler und ästhetischer Expressionen.
Maximilian Shaikh-Yousef studiert seit 2012 an der Hochschule für Musik Mainz. Mehrere Konzerte führten ihn unter anderem nach Südafrika, Portugal und in die USA. Er wurde 2018 mit dem Frankfurter Jazzstipendium ausgezeichnet.

Maximilian Shaikh-Yousef (sax, fl), Victor Fox (sax), Pascal Klewer (tp, flh), Stephan Geiger (tp, flh), Enrique Heil (tb), Lukas Roos (g), Lukas Moriz (p), Bastian Weinig (b), Leopold Ebert (dr)

www.maximilianshaikhyousef.com/sh4ikh-9

Palmengarten | Donnerstag, 27.6.2019 | 19.30 Uhr | 12,–/6,– €/frei (JIF)

Wolfgang Muthspiel Quintet

Do., 4. Juli 2019
19:30

Wer es in New York schafft, der schafft es überall. Wolfgang Muthspiel ist so ein Fall: Als junger Jazzgitarrist studierte er bei Mick Goodrick, tourte mit Gary Burton und etablierte sich in New York. Heute lebt er in Wien und gilt als einer der einflussreichsten Gitarristen seiner Generation.

Schlichtweg betörend ist die Klangwelt, die Wolfgang Muthspiel in den vergangenen Jahren entwickelt hat. Im Palmengarten stellt er nun „Where the River goes“ vor, das zweite Album seines Quintetts. Diese Musik ist eine verdichtete, songorientierte Kammermusik, in der energetische Improvisationen und auskomponierte Texturen sich gegenseitig befruchten. In diesem Ensemble, ein fein aufeinander reagierender Organismus von Einzelstimmen, kann jede im Moment gespielte Note eines Musikers die Spielweise seiner Kollegen beeinflussen und ändern. Diese Interaktivität der Einzelstimmen ermöglicht jene Art von musikalischer Konversation, die seit je die höchste Tugend der Jazzmusik ist.

Wolfgang Muthspiel (g, comp), Matthieu Michel (tp), Colin Vallon (p), Joe Sanders (b), Jeff Ballard (dr)

www.wolfgangmuthspiel.com
Palmengarten | Do., 4.7.2019 | 19.30 Uhr | 12,–/6,– €/frei (JIF)

Julia Hülsmann Quartett

Do., 11. Juli 2019
19:30

Julia Hülsmann und ihr Trio sind aus der deutschen Jazzszene nicht wegzudenken: seit nunmehr 17 Jahren prägt diese Formation hierzulande den zeitgenössischen Jazz. Die enorme Bandbreite ist beeindruckend, der Stil unverkennbar: essentiell, verdichtet und dabei herrlich offen. Die Töne singen und sitzen, genau so und nicht anders; und die Musik ist auf ihre Essenz entspannt, ohne auf treibende Grooves zu verzichten.

Bei diesem Konzert im Palmengarten ergänzt der Berliner Saxofonist Uli Kempendorff Hülsmanns „klassisches“ Trio mit ihren langjährigen Partnern, Bassist Marc Muellbauer und Schlagzeuger Heinrich Köbberling. Zwischen Aufnahmen und Auftritten in verschiedenen Trio- und Quartett-Besetzungen unternahmen die Musiker immer wieder weite Reisen – etwa in die USA, nach Kanada, Peru, Zentralasien und China. „Da hat sich bei uns etwas verändert. Auf Reisen gewinnt man ja ohnehin häufig neue Perspektiven, und auch unter langjährigen Vertrauten erlebt man sich gegenseitig wieder anders. Das hat uns geholfen, musikalisch auf eine neue Ebene zu kommen.“

Uli Kempendorff (sax, cl), Julia Hülsmann (p), Marc Muellbauer (b), Heinrich Köbberling (dr)


http://www.jazz-isch.de/julia-huelsmann-quartett/

Palmengarten | Do., 11.07.2019 | 19.30 Uhr | 12,– /6,– €/frei (JIF)

Reto Weber Squeezeband

Do., 25. Juli 2019
19:30

Around the World

Die Human-Beatbox des Italieners Nino G. im Intro von „Monsieur Bibendum“ oder Chico Freemans „Bonita Latina“ wirkt wie ein Frontalangriff auf empfindsame Jazzer-Seelen – der aber passt absolut. Der amerikanische Tenorsaxofon-Dandy gehört wie der gefeierte Schweizer Jazzheld Christy Doran (Gitarre), Dominique Muzeau aus Madagaskar (Bass) sowie der kolumbianische Perkussionist Rodrigo Rodriguez zu dem Allstar-Konglomerat des Schweizer Schlagzeugers Reto Weber. Nach fast 10 Jahren Bestand ist die „Squeezeband“ nun also quasi internationalisiert, sorgt für noch mehr Furore und ihre Musik ist bisweilen sogar tanzbar. Weber quetscht nach Herzenslust Musikstile, Sounds und Rhythmen aus und rauscht in einer bunten musikalischen Achterbahnfahrt mit Riesenspaß vom Jazz zum Hip Hop und zurück.

Reto Weber stammt aus Solothurn und studierte zeitgenössische Perkussion in Basel. Seine fast 50-jährige Karriere führte den Multiperkussionisten in viele Länder Europas, nach Nord- und Südamerika, Asien und Afrika.

Chico Freeman (sax), Christy Doran (g), Dominique Muzeau (b), Reto Weber (perc), Rodrigo Rodriguez (perc), Nino G.(beatbox)

www.retoweber.ch

Donnerstag, 25.7.2019 | 19.30 Uhr | 12,–/6,– €/frei (JIF)


https://www2.squeezeband.ch

Palmengarten | Do., 25.07.2019 | 19.30 Uhr | 12,–/6,– €/frei (JIF)

Manfred Bründl Double Image

Do., 8. August 2019
19:30

Anlässlich seines 40-jährigen Bühnenjubiläums präsentiert Manfred Bründl mit „Double Image“ sein neues Quartett. Harmonisch komplexe Grooves seiner aktuellen, vom US-amerikanischen Künstler Robert Longo inspirierten Kompositionen treffen hier auf die preisgekrönte jazzige Weltmusik der Sängerin Tasíya.

Tasíya und der Pianist Sammy Lukas studierten an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar und gewannen 2017 den Jungen Münchner Jazzpreis; ihre Debut-CD erscheint 2019. Manfred Bründl studierte an der Musikhochschule Graz und spielte u.a. mit Heinz Sauer, Albert Mangelsdorff, Norma Winstone, Martial Solal, Herb Ellis, Charlie Mariano, Christof Lauer, Dave Liebman, Tomasz Stańko, Michael Riessler und Bob Degen. Er wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem renommierten SWR Jazzpreis (2012) und dem Frankfurter Jazzstipendium (1994). Er lehrt seit 1996 an der Musikhochschule Weimar.

Manfred Bründl (b), Sammy Lukas (p), Tasíya (voc, fx), Tom Friedrich (dr)

www.manfredbrundl.com

Palmengarten | Do., 08.08.2019 | 19.30 Uhr | 12,–/6,– €/frei (JIF)

Rolf Kühn Yellow + Blue

Do., 22. August 2019
19:30

Ruhe und Aufbruch, Erfahrung und Neugierde, Body and Soul – Rolf Kühn findet solche Gegenpole extrem anziehend. Die Aufregung bleibt, sie ist unberechenbar und alterslos. Und so improvisiert und bewegt sich der 88-Jährige mit „Yellow + Blue“ einmal mehr durch musikalisches Neuland, taucht innig ein in Lieblingsballaden und legendäre Love Songs, entlockt ihnen aber auch neue, ungehörte Töne. Denn eine sentimentale Rückschau war noch nie sein Ding.

In seinem neuen Quartett mit Pianist Frank Chastenier, Bassistin Lisa Wulff und Tupac Mantilla (Percussion) kontrastiert „Europas größter Klarinettenspieler und Freigeist“ (Jazzthetik) seine empfindsame Seite vielmehr mit ungebremster Experimentierlust. Sein Vokabular auf der Klarinette ist noch immer unendlich dehnbar, intensiv und individuell, voller Überraschungen, klangmalerisch unerschöpflich. Erstmals vereint Rolf Kühn einige seiner Lieblingssongs aus sechs Jahrzehnten gelebter Jazzgeschichte in einem neuen Programm.

Rolf Kühn (cl), Frank Chastenier (p), Lisa Wulff (b), Tupac Mantilla (dr, body perc)

www.rolf-kuehn.de

Palmengarten | Do., 22.08.2019 | 19.30 Uhr | 12,–/6,– €/frei (JIF)

Adrian Mears Trio

Do., 29. August 2019
19:30

Die Musiker dieses Trios scheinen sich gesucht und ihre gemeinsame Berufung gefunden zu haben. Hier verbindet sich langjährige, internationale Erfahrung mit frischer Unverbrauchtheit zu einer enorm spielfreudigen Band. Als Kopf der Formation legt der australische Posaunist Adrian Mears in so manchem Stück sein eigentliches musikalisches Steckenpferd beiseite. Stattdessen bringt er seine Facette als Multi-Instrumentalist zum Vorschein und lässt so nach und nach vor den staunenden Zuhörern einen dicht gewebten Klangteppich entstehen, in den er stilsicher selbst ethnische Färbungen einfließen lässt, etwa mithilfe des Didgeridoo. Das Ergebnis ist ein satter Sound, der eine orchestrale Besetzung vermuten lässt – man mag kaum glauben, dass gerade mal drei Musiker auf der Bühne stehen. Daniel Mudrack am Schlagzeug versprüht eine geradezu mitreißende und ansteckende Energie. Der erdende Pol hingegen ist Thomas Stieger am Bass. Mit ruhiger Verlässlichkeit schafft er den Rahmen für weit gespannte musikalische Entdeckungsreisen.

Adrian Mears (tb, didgeridoo, live loops, keyb), Thomas Stieger (b), Daniel Mudrack (dr)

www.adrianmears.com

Palmengarten | Donnerstag, 29.8.2019 | 19.30 Uhr | 12,–/6,– €/frei (JIF)