Sauer / Degen / Plandé

Do., 7. September 2017
17:00

Heinz Sauer überzeugt mit seiner Fähigkeit, den Ton seines Saxofons immer wieder neu zu formen, die Phrasierung zu variieren, jedes einzelne Motiv klanglich unterschiedlich zu gestalten. Aus einer gigantischen musikalischen Farbpalette bildet er immer wieder neue Klänge. Er ist eine der prägenden, ganz großen Figuren des deutschen Nachkriegsjazz und zugleich von ganz gegenwärtiger Wucht und elementarer Kraft.
Mit kleineren Unterbrechungen arbeitet Bob Degen schon seit Anfang der 1970er Jahre von Frankfurt/Rhein-Main aus. Der amerikanische Pianist und Komponist ist hier vernetzt mit der lokalen und internationalen Szene wie kaum ein anderer. Er ist bekannt für die feine aristokratische Art seines Spiels zwischen Tradition und Experiment, und sein kluges, stets spannendes Vermögen, Zuhörer und Impulsgeber zugleich zu sein, haben ihn zu einem hoch geschätzten Partner gemacht.

Eric Plandé zählt zu den renommierten Modern-Jazz-Interpreten in der Musikszene Frankfurt/Rhein-Main. Kritiker loben seinen „geradezu explosiven Spieldrang mit einer enormen Virtuosität und kreativem Furor“. Seine Kompositionsweise hat er einmal so beschrieben: „Der Sound entsteht wie eine Art Gespinst, aus dem es kein Entrinnen gibt.“
Auf dem Programm stehen ausschließlich eigene Kompositionen der Musiker.
www.heinzsauer.de
In Zusammenarbeit mit der Romanfabrik
Heinz Sauer (sax), Eric Plandé (sax), Bob Degen (p)
Romanfabrik | Do., 7.9.2017 | 20 Uhr | 15,–/12,–€

First Circle

So., 17. September 2017
20:00

Die Musik von First Circle ist frech, humorvoll, melancholisch, selbstbewusst, nachdenklich, modern, traditionell – und enorm fokussiert. Bei diesem Trio ohne Harmonieinstrument stehen Improvisation und Interaktion im Vordergrund, der charakteristisch akustische Bandsound trägt das ausschließlich aus Eigenkompositionen bestehende Programm. Die Musiker agieren dabei behutsam und ungezwungen zugleich.

Das Trio gewann bei der „Bundesbegegnung Jugend jazzt 2015“ den Studiopreis des Deutschlandfunks, den Sonderpreis der Union Deutscher Jazzmusiker für ihre herausragenden Kompositionen sowie den Konzertpreis der Eldenaer Jazz Evenings 2016. Victor Fox gewann zudem einen Solistenpreis.

In Zusammenarbeit mit dem Club Voltaire

Victor Fox (sax), Roger Kintopf (b), Felix Ambach (dr)

firstcircleblog.wordpress.com

Club Voltaire | So., 17.9.2017 | 20 Uhr | 12,–/9,– €

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Schlosser / Stoianov

Fr., 22. September 2017
20:00

Ein spannendes musikalisches Erlebnis bietet das Konzert des außergewöhnlichen Duos der Spitzentrompeter Axel Schlosser und Sava Stoianov. Sie verbinden auf spielerische Weise klassische Trompetenliteratur, Jazz, improvisierte Musik, Folklore, Alte und Neue Musik. So kontrastreich diese stilistischen Welten zueinander zu sein scheinen, Schlosser und Stoianov wissen die Grenzen mühelos aufzuheben, Parallelen aufzuzeigen und ein klingendes großes Ganzes zu schaffen.

Axel Schlosser, einer der brillantesten Trompeter der jüngeren deutschen Jazz-Generation, ist Mitglied der hr-Bigband, lehrt an den Musikhochschulen in Frankfurt und Mainz und ist als Solist und Bandleader europaweit aktiv.

Sava Stoianov stammt aus Bulgarien, ist festes Ensemblemitglied und eine herausragende solistische Stimme des Ensemble Modern, gastiert häufig bei den großen Sinfonieorchestern im In- und Ausland und betreibt verschiedene kammermusikalische und solistische Projekte.

Im Laufe des Konzerts kommen neben verschiedenen Trompeten auch Flügelhörner, historische Kornette, Flumpet (Kombination von tp+flh), Zinken und anderes Instrumentarium zum Einsatz.

In Zusammenarbeit mit der Gethsemanekirche

Axel Schlosser (tp, flh, piccolo tp, cor), Sava Stoianov (tp, flh, piccolo tp, cor)

www.axelschlosser.de

Gethsemanekirche | Fr., 22.9.2017 | 20 Uhr | 12,–/9,– €

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Heinz-Dieter Sauerborn Quintett / Günter Minas

Mi., 27. September 2017
20:00

„Bird – Die Charlie-Parker-Legende“

Die Musiker zeigen ein faszinierendes Bild der Jazz-Szene im New York der 40er und 50er Jahre und des genialen Saxofonisten Charlie „Bird“ Parker, Pionier des Bebop, der einen außerordentlichen Einfluss auf die Entwicklung des Jazz und das Saxofons im Jazz hatte.  Sein Leben bestand aus Musik, Sex und Drogen, es endete tragisch und viel zu früh. Aus Erinnerungen von Personen, die ihn gut kannten, ist eine „Rekonstruktion“ seines außergewöhnlichen Lebens entstanden. Seine Entwicklung,  seine Musik und Verrücktheiten werden in kurzen packenden Texten geschildert, gelesen von Günter Minas.

Im Wechsel mit den Texten spielt das Heinz-Dieter Sauerborn Quintett Bebop-Titel von Charlie Parker und seinen Zeitgenossen in eigenen Arrangements. Dieses Programm ist eine Hommage an einen der bedeutendsten Musiker des Jazz und an einen genial-ungewöhnlichen Menschen.

In Zusammenarbeit mit der Stadtbücherei Frankfurt am Main

www.minas-mainz.de

Günter Minas (Sprecher), Heinz-Dieter Sauerborn (sax), Axel Schlosser (tp), Martin Sasse (p), Jean-Philippe Wadle (b), Jean-Paul Höchstädter (dr)

Stadtbücherei Frankfurt | Mi., 27.9.2017 | 20 Uhr | 10,–/7,– €

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Arne Jansen Trio

Fr., 29. September 2017
20:00

Melodiöse Stücke, transparente Arrangements und ein warmer Gitarrensound gehören zu Arne Jansens Markenzeichen. Sein neues Album „Nine Firmaments“ enthält viele „Songs ohne Worte“, die schnell und ohne Umwege ins Bewusstsein wandern.

Jansen bevorzugt klare Linien und vermeidet jede plakative Artistik. Der Gedanke, durch gezielte Wahl der Mittel intensivere Atmosphären und stärkere Aussagen zu entwickeln, motiviert ihn heute mehr denn je. Jansen nennt für seine Stücke als Inspirationsquelle z.B. eine Reise nach Südost- und Südeuropa.

Der Bassist Robert Lucaciu beschäftigt sich auch mit den Klangwelten der Neuen Musik und beherrscht – neben trockenen Grooves und pointiert gezupften Tönen – alle Facetten des Bogenstrichs. Am Schlagzeug sitzt mit Moritz Baumgärtner ein alter Bekannter Jansens, mit dem ihn intuitives Einverständnis verbindet.

Als Bandleader ist Jansen zwar für alle Kompositionen verantwortlich, lässt aber stets Raum für Ideen der anderen. Die Dramaturgie mit schwellenden Sounds, klingenden Becken, gestrichenen Bass-Motiven und erst ab der Hälfte des Stücks einsetzenden Trommelschlägen kreiert eine besondere Spannung und einen wunderbaren Bandsound.

In Zusammenarbeit mit dem Club Voltaire

www.arnejansen.com

Arne Jansen (g), Robert Lucaciu (b), Moritz Baumgärtner (dr)

Club Voltaire | Fr., 29.9.2017 | 20 Uhr | 12,–/9,– €

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Omer Klein Trio

Do., 5. Oktober 2017
20:00

Einflüsse aus der traditionellen jüdischen Musik des Abendlandes und dem Orient, der Liedkunst der Romantik und der Rockmusik finden sich in der Musik der zeitgenössischen israelischen Jazzmusiker aus der Generation Omer Kleins. Ihren internationalen Erfolg erklärt Klein mit ihrer Fähigkeit zu improvisieren: In seinem bedrängten chaotischen Land erfordere das tägliche Leben, ständig Entscheidungen zu treffen und schnelle Lösungen zu finden.

Erstaunlich ist der Aufstieg angesichts der kaum vorhandenen Jazz-Infrastruktur in Israel. „Es gibt viel zu wenig Clubs, kaum Festivals, kaum Plattenproduzenten, kaum Jazz im Rundfunk“, berichtet Klein. Immerhin entwickelte sich nach dem Vorbild der klassischen Ausbildung auch die sogenannte Jazz-Education. Doch letztlich sind die extrem begrenzten Auftrittsmöglichkeiten dafür verantwortlich, dass so viele israelische Jazzmusiker ihre Heimat verlassen.

Omer Klein studierte an der Thelma Yellin High School of Arts in Tel Aviv-Jaffa und bei Danilo Pérez am New England Conservatory in Boston. Nach einigen Jahren in New York City lebt er seit 2011 in Deutschland. Er gewann 2006 den ersten Preis der Jazz Hoeilaart International Competition in Belgien, 2013 und 2015 wurde er der Förderpreisträger für Musik der Landeshauptstadt Düsseldorf

In Zusammenarbeit mit der Romanfabrik

Omer Klein (p), Haggai Cohen-Milo (b), Amir Bresler (dr)

www.omerklein.com

Romanfabrik | Do., 5.10.2017 | 20 Uhr | 20,–/15,– €

Daniel Erdmann Trio invite Vincent Courtois

Fr., 13. Oktober 2017
20:00

Daniel Erdmann und Vincent Courtois arbeiten seit einigen Jahren in diversen Besetzungen zusammen, unter anderem bei Erdmann7/Rohrer Quartett und bei The Mediums. Sie teilen Klangvorstellungen und melodische Konzeption.

„Die Musik des neuen Daniel Erdmann Trios ist kräftig und zugleich sensibel, mit Sinn für feine Nuancierungen und zugleich auch mit Schwung, gelegentlich gar mit Wucht. Was aufhorchen lässt, ist Sprachnähe, das Erzählende. Das Thematische gibt Bezugsrahmen, Daniel Erdmann bekennt sich zum Melodischen. Einfälle und Aussagen webt er ein in das Stimmengeflecht mit Violine bzw. Bratsche und Vibrafon“. Bert Noglik

„Es ist stimmungsvoll und auf eine ungemein behutsame Art intensiv, wie die drei Atmosphären und Themen entwickeln und dabei, sich in fließendem Wechsel umspielend, Vorder- und Hintergründe der Musik ausleuchten. Wie das Trio das Konkrete, die harmonischen Formen und die Rhythmen von Daniel Erdmanns Kompositionen mit dem wirbelnden und losgelösten Ausdruck aus dem Moment heraus kombiniert, klingt nach großer innerer Freiheit und ist Ton für Ton spannend.“ Beate Sampson, BR-Klassik

Daniel Erdmann (sax), Théo Ceccaldi (vln, vio), Vincent Courtois (cello), Jim Hart (vib)

In Zusammenarbeit mit Jazzdor Straßburg und dem Freien Schauspiel Ensemble Frankfurt

www.daniel-erdmann.com

vincent-courtois.com

Titania | Fr., 13.10.2017 | 20 Uhr | 20,–/15,– €

 

Christopher Dell / Hubert Nuss

Mi., 18. Oktober 2017
20:00
Vibrafonist, Jazz, Improvisation, Musikalisches Raumdenken

Christopher Dell bewegt sich als Musiker und Komponist im Kontext freier Improvisation und neuer Musik wie im Jazz. Vor diesem Hintergrund hat er einen unverwechselbaren Stil entwickelt, sein Spiel und Werk besticht durch Reife und Persönlichkeit. Seine Arbeit wurde mit diversen Preisen ausgezeichnet, wie dem Gary Burton Jazz Award, dem Downbeat Allstar Award, dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik, dem JazzArt-Award und 2005, im Jahr seiner ersten Vergabe, mit dem Darmstädter Musikpreis.

Hubert Nuss studierte Jazzklavier in Köln und lehrt an den Musikhochschulen Köln, Stuttgart und Berlin. Er spielte mit zahlreichen Größen des internationalen Jazz, z.B. mit Mel Lewis, Clark Terry, Benny Bailey, Don Menza, Johnny Griffin, Art Farmer, Slide Hampton, Toots Thielemans, Ack van Rooyen und Bob Brookmeyer. Charakteristisch sind sein ebenso sensibles wie sinnliches Spiel, vielfältige Klangfarben und die harmonische Bandbreite seiner Kompositionen. Hubert Nuss wurde 2008 mit dem WDR-Jazzpreis für Improvisation ausgezeichnet.

In Zusammenarbeit mit dem Steinway-Haus Frankfurt

Hubert Nuss (p), Christopher Dell (vib)

www.christopher-dell.de

Steinway-Haus Frankfurt | Mi., 18.10.2017 | 20 Uhr | 20,–/15,– €

Schubert / von Schlippenbach

Do., 19. Oktober 2017
20:00

Der Pianist Alexander von Schlippenbach, einer der Ersten unter Europas Bandleadern, mischt freie und zeitgenössische Elemente. Dieser beiden Welten verbindet er besonders gern in seinen Kompositionen und Improvisationen.

Schlippenbach trat als Solist, in mehrerer Duo-Formationen und als Leader verschiedener Bands auf, u.a. eines Trios mit Evan Parker und Paul Lovens; Tourneen führten ihn bereits nach Asien, Australien und in die USA. 1988 gründete er das Berlin Contemporary Jazz Orchestra mit einer ganzen Reihe renommierter Jazz-Musiker, z.B. Kenny Wheeler, Misha Mengelberg, Aki Takase und Günter Lenz.

Schlippenbach wurde 1994 mit dem Deutschen Jazzpreis ausgezeichnet, dem bedeutendsten Jazzpreis im deutschsprachigen Raum. Er erhielt außerdem den Berliner Kunstpreis (1976), den SWR-Jazzpreis (2007) sowie mehrere Schallplattenpreise.

Frank Paul Schubert studierte an der Musikhochschule Aachen. Neben seinem wichtigsten Projekt „Grid Mesh“ arbeitete er bereits mit dem Who-is-Who der improvisierten Musik zusammen und tourte in Europa, USA und Kanada. „Hic sunt leones“, sein Duo-Album mit Günter Baby Sommer, wurde vom englischen Magazin The Wire zur CD des Jahres nominiert.

 In Zusammenarbeit mit der Romanfabrik

Frank Paul Schubert (sax), Alexander von Schlippenbach (p)

www.avschlippenbach.com

www.frankpaulschubert.de

Romanfabrik | Do., 19.10.2017 | 20 Uhr | 15,–/12,– €

Ulli Jünemann Quartet

So., 22. Oktober 2017
20:00

Das Quartett liebt Kontraste, besinnt sich auf die Tradition der 60er und 70er Jahre, auf Bebop und Blues, spielt aber zeitgemäß mal kammermusikalisch, mal extrovertiert mit Kanten und Brüchen. Die äußerst sensible und kommunikative Zusammenarbeit von Jünemann und Prins macht die Musik spannend. Romantik in der Melodieführung des Saxofons und hart swingende Gitarre verschmelzen im Dialog.

Jünemann spielt das Altsaxofon mal cool-intellektuell, mal sensibel und gefühlvoll. In Balladen wird der Ton leise und fast schwebend, dann lässt Prins die Gitarre ebenso weich und melodiös klingen wie einen Gesang.

Die Kompositionen „Paid nice“ und „Paying dues“, in denen der Mainzer Musiker hart und expressiv sein Instrument bläst, ehren den Pianisten Thelonious Monk. „Doobee“ ist dem lückenfüllenden Scat-Wortspiel des Bebop nachempfunden und fällt durch seine explosiv knallenden Schlagzeug-Einlagen auf. Gitarre und Saxofon leiten ein Thema unisono ein, das Saxofon setzt sich mit sonorem Ton ab, während die Gitarre mit ökonomisch eingesetzten elektronisch verzerrten Akkorden die Läufe untermalt.

In Zusammenarbeit mit dem Club Voltaire

Ulli Jünemann (sax), Jeanfrançois Prins (g), Bart Denolf (b), Bruno Castellucci (dr)

www.jazzulli.de

Club Voltaire | So., 22.10.2017 | 20 Uhr | 12,–/9,– €