Tenors of Kalma

Fr., 26. Mai 2017
20:00

„Am Anfang stand die Idee, eine Mischung aus der Musik von Kraftwerk und des Sun Ra Arkestra zu kreieren“, grinst Kalle Kalma und Jimi Tenor präzisiert: „Ich wollte irgendwas in der Art von Free Jazz machen, Kalle etwas mit Sequenzern und Elektronik.“ Im ersten Moment wirkt das wie ein Rollentausch.

Verbindet man Jimi Tenor doch mit sehr unterschiedlichen, aber stets eher Richtung Pop und Funk orientierten Projekten, während Kalle Kalma bislang vor allem als querdenkender Jazzgitarrist auffiel. Doch Tenor ist nicht nur Konzeptkünstler, versierter Keyboarder, Sänger und Afrobeat-Liebhaber, sondern eben auch Saxofonist und Flötist. „Vermutlich sind alle Tenor-Saxofonisten zumindest insgeheim von Coltrane inspiriert“, spekuliert Jimi Tenor, „zudem liebe ich den Stil und die Kompositionen von Pharoah Sanders. Letztlich denke ich aber, dass James White und Fela Kuti den stärksten Einfluss auf mein Saxofonspiel hatten. Ich bin eben mehr an vibe als an Technik interessiert.”

Komplettiert werden die Tenors Of Kalma vom finnischen Schlagzeuger Joonas Riippa, der sich, laut Kalma, „bestens in Jazz und Rock auskennt und improvisieren kann.“ Hierzulande wurde Riippa vor allem durch seine Arbeit mit Verneri Pohjola bekannt.

In Zusammenarbeit mit dem Club Voltaire

Jimi Tenor (sax), Kalle Kalma (g), Joonas Riippa (dr)
tenorsofkalma.blogspot.de

Club Voltaire | Fr., 26.5.2017 | 20 Uhr | 12,–/9,– €
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Uwe Oberg solo

Do., 1. Juni 2017
20:00

Der in Offenbach geborene Pianist Uwe Oberg lebt heute in Wiesbaden und wurde 2007 mit dem Hessischen Jazzpreis ausgezeichnet. Freies Spiel, Klangexperimente, konventionelle, swingende Passagen und aufmerksame Improvisationen bestimmen den Höreindruck von Obergs Musik. Ferner sucht er immer wieder die improvisatorische Begegnung mit Musikern aus verschiedenen Kulturkreisen.

„Wenn man ihm heute, bei seinem einstündigen Klavier-Solo, zuhört, mit welcher Gelassenheit er sein breites Wissen in erzählerische Bahnen lenkt, wie viel er auch inzwischen zulassen kann und wie er dabei dennoch nicht beliebig wird oder die Kontur verliert, das ist dermaßen gut, dass man ihm den Jazzpreis gleich noch einmal verleihen möchte.“ Tim Gorbauch, Frankfurter Rundschau
In Zusammenarbeit mit der Romanfabrik
Uwe Oberg (p)
www.uweoberg.de

Romanfabrik | Do., 1.6.2017 | 20 Uhr | 20,–/15,– € erm.
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Heinz Sauer / Johannes Fink

Fr., 2. Juni 2017
20:00

Mit dem Duo Sauer / Fink haben sich zwei  Individualisten des Jazz und der improvisierten Musik gefunden, die eine  langjährige Zusammenarbeit in anderen Formationen verbindet. Dem Duo gelingt mit dem für Sauer typischen Saxofonsound und dem einzigartigen Klang des  5-saitigen Cellos von Johannes Fink im akustisch inspirierenden Kirchenraum  eine bemerkenswerte musikalische Interaktion.

Das zum großen Teil freie Zusammenspiel führt zu einem außergewöhnlichen, berührenden Klangerlebnis. Von extrem feinfühlig bis total ausufernd reicht die ausdrucksstarke Palette der beiden Musiker.

Johannes Fink wurde in Erlangen geboren und lernte zunächst 10 Jahre lang Schlagzeug, anschließend er noch die Instrumente Klavier und Gitarre. Autodidaktisch entwickelte er am Kontrabass und am Cello (in Quarten-Stimmung) seinen unverwechselbaren eigenen Sound. Er lebt seit etwa 1995 als Musiker und Komponist in Berlin, wo er mit mehreren Bands u.a. im Auftrag des Goethe-Instituts in der ganzen Welt unterwegs ist. Aktuell spielt er mit Erdmann 3000, Rolf Kühn & Tri-O und Aki Takase and the good boys u.v.a.m.

In Zusammenarbeit mit der Gethsemanekirche und gefördert durch die EKHN Stiftung (www.ekhn-stiftung.de)

Heinz Sauer (sax),  Johannes Fink (cello)
www.heinzsauer.de
www.johannesfink.com

Gethsemanekirche | Fr., 2.6.2017 | 20 Uhr | 12,– / 9,– € erm. JIF+Mitglieder der Kirchengemeinde
Kasse 18:00 Uhr | Einlass 19:30 Uhr | reservierte Karten bis 19:45 Uhr abholen
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World Sinfonia Music of Di Meola, Piazzolla, Lennon.-Mc-Cartney

Fr., 9. Juni 2017
20:00

Mit seinem egenwärtigen Programm World Sinfonia fasst Al Di Meola gesammelte Erfahrungen aus den vielen Jahren in der Musikbranche, den unterschiedlichsten kontinentalen Einflüssen und den vielfachen Kollaborationen mit Künstlern wie Piazzolla, Lennon und McCartney in einem impulsiven Akustik-Set zusammen. Dieses weltmusikalische Material lädt ein zum Reisen durch ferne Länder, zum Verweilen an geheimen Orten und zum Eintauchen in tiefe Gefühlswelten.

Di Meolas unverkennbarer Stil ist geprägt von einer Fusion aus Rock, Jazz, Latin und World Music. Schon bei frühen Aufnahmen mit Chick Corea bemerkte man Meolas außergewöhnliche Spielgeschwindigkeit, die er im Laufe seiner Karriere noch steigern konnte. Er galt lange Zeit als der „Schnellste Gitarrist der Welt“. Bemerkenswert ist hierbei, dass Di Meola stets einen sauberen Ton bewahrt und seine Schnelligkeit nicht durch Hammering erreicht, sondern perkussive Techniken zu seinem Markenzeichen machte.

Vorprogramm: Funky Style Coalition
Stadthalle am Schloss,
Schlossplatz 1, 63739 Aschaffenburg
Freitag, 09. Juni 2017, 20.00 Uhr
Tickets ab 35,00 €
Per Tel.: 0 60 21 / 330 1888
Per Mail: theaterkasse@aschaffenburg.de
Jedes JIF-Mitglied erhält exklusiv einen Rabatt von 10 % auf die Eintrittstickets.
Ablauf :

  • Veranstaltung + Ticketing öffnen: hier
  • Tickets auswählen und in den Warenkorb geben
  • Ticketpreis „Promotion-Rabatt“ auswählen

Mátyás Montags-Jam/JIF Session

Mo., 9. Januar 2017
20:00
Mo., 13. Februar 2017
20:00
Mo., 13. März 2017
20:00
Mo., 8. Mai 2017
20:00
Mo., 12. Juni 2017
20:00

Unsere Montags-Reihe im Club Voltaire setzen wir auch 2017 fort. Zu unseren JIF-Sessions laden wir ab Januar an jedem zweiten Montag im Monat in den Club Voltaire ein. Der Schwerpunkt liegt dabei auf ganz neuen Bands und Projekten aus der Jazzszene Frankfurt/Rhein-Main, die als Session-Opener fungieren werden.

Die Jazzszene in und um Frankfurt ist voller Kontraste, ebenso traditionsbewusst wie modern, experimentierfreudig, virtuos, und – selbstverständlich für Frankfurt – weltoffen und international. Dieser lebendigen und vielfältigen Szene mit ihren Künstlern wollen wir mit dieser Reihe eine zusätzliche Bühne geben.

Wir freuen uns auf spannende Begegnungen im Club Voltaire!

In Zusammenarbeit mit dem Club Voltaire

 

9.1.2017: No Lega … Martin Lejeune (git), Valentin Garvie (tp), Matthias Akeo Nowak (b), Oli Rubow (dr)

13.2.2017: First Circle … Victor Fox (ts), Roger Kintopf (db), Felix Ambach (dr)

13.3.2017: Andrey Shabashev (p), Andreas Neubauer (dr), Corinna Danzer (sax), Jonas Lohse (b)

10.04.2017: findet wegen der Musikmesse nicht statt

8.5.2017: Mátyás Montags-Jam (Zwei Bands + Session)

12.6.2017: Mátyás Montags-Jam mit Francis Maheux – Bass, Frederich Helbing – Gitarre, Fabian Habicht – Schlagzeug

Club Voltaire | 2. Montag im Monat | 20 Uhr | Eintritt frei

Heinz Sauer, Jürgen Wuchner, Bülent Ates im HoRsT

Di., 20. Juni 2017
20:00

Offene Bühne für freie Improvisationen

Um dem „freien“ und „zeitgenössischen Jazz“ eine Heimstätte in Frankfurt zu geben und gerade auch jungen Musikern Möglichkeiten zu bieten, Neues auszuprobieren, initiierten Christof Krause und Jürgen Werner eine „offene Bühne für frei improvisierte Musik“. Erste organisierte Konzerte frei improvisierter Musik mit anschließender Session finden bereits seit 2014 statt.

Als Rahmen für die „offene Bühne/Session“ bietet das „F.I.M. Forum für improvisierte Musik“ eine regelmäßige Sessionreihe im Abstand von etwa zwei Monaten an. F.I.M. sieht sich weniger als reiner Veranstalter, sondern will ein Angebot für diese musikalische Szene initiieren und etablieren und hofft, dass daraus weitere Aktivitäten erwachsen können. Die Sessions finden statt im „HoRsT“, in den ehemaligen Adlerwerken in Frankfurter Gallusviertel.

Heinz Sauer (ts), Jürgen Wuchner (b), Bülent Ates (dr)

Di, 20. Juni 2017

Einlass: 19.30 Uhr
Beginn: 20.00 Uhr
keine Reservierungen möglich
freier Eintritt für Sessionsmusiker

Anschließend Session
Ein Klavier steht zur Verfügung, für Imbiss ist gesorgt.

http://fim-ffm.de

HoRsT (Adlerwerke) | Kleyerstr. 15 |an der Galluswarte |
7,–/5,– €, Kulturpassinhaber 1,– €

Gefördert durch das Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main

Christoph Stiefel Septett

Do., 22. Juni 2017
19:30

Seit über einem Jahrzehnt erweitert Christoph Stiefel seinen musikalischen Kosmos, dessen Grundlage die Isorhythmik aus der Zeit der Renaissance ist. Das aktuelle Album „Rhythm-atized“ versammelt herausragende Individualisten des zeitgenössischen europäischen Jazz. Sie verleihen der Isorhythmik ihre eigene originelle, sinnliche und energiereiche Note durch eine einmalige Kombination von Spannung und Flexibilität.

Dreh- und Angelpunkt von Stiefels Schaffen ist das „Inner Language Trio“, das mit dem Bassisten Arne Huber und dem Schlagzeuger Kevin Chesham zwei bewegliche und hellhörige „Rhythmus-Ausdifferenzierer“ hat. Dieses Trio bildet die Keimzelle des Septetts, das seine faszinierend vielschichtigen Kompositionen und Arrangements mit ungewöhnlichen Klangfarben präsentiert. Das Miteinander von Komposition und Improvisation wird zu einem Hörerlebnis, in das sich die Sängerin Sarah Buechi mit expressiver Kraft und lyrischer Geschmeidigkeit kongenial einfügt.
Foto:zert.

Sarah Buechi (voc), Bastian Stein (tp, flh),
Domenic Landolf (sax, bcl, fl), Adrian Mears (tb),
Christoph Stiefel (p, comp), Arne Huber (b),
Pius Baschnagel (dr)
WWW.CHRISTOPHSTIEFEL.CH
Donnerstag, 22.6.2017 | 19.30 Uhr | 12,–/6,– €/frei (JIF)

Karten können nur direkt an der Kasse des Palmengartens in der Siesmayerstraße erworben werden.
Die Konzerte finden bei jedem Wetter im Freien statt; bei Unwetter zum Schutz der Gäste und Künstler ggf. Absage, auch während des Konzertes möglich (der Veranstalter Palmengarten entscheidet dann über eine Erstattung des Eintrittspreises).

 (Änderungen vorbehalten)

Oliver Leicht [ACHT.]

Do., 29. Juni 2017
19:30

Sie ist durch mittlerweile drei Alben etabliert und doch nach wie vor ungewöhnlich: Die Besetzung von tiefem Blech, Altsaxofon oder Klarinette und Rhythmusgruppe, in aller Kürze [Acht.] benannt. Das Ensemble spielt seit über 10 Jahren Oliver Leichts Musik und changiert dabei zwischen ausladenden kompositorischen Teilen und spannenden Improvisationen der hochkarätigen Mitglieder. Eben eine Form zwischen Small- und Big-Band, die komplexe Arrangements verwirklichen kann, ohne auf die improvisatorische Interaktion einer kleinen Band verzichten zu müssen. Jetzt werden zusätzlich Klavier und Leichts elektrische Klarinette eingeflochten – und beide Elemente fügen sich nahtlos ein in das Klangbild des Ensembles. Für den Komponisten selbst ist es die Summe seiner teils noch breiter aufgestellten musikalischen Interessen – und die reichen von Club/Pop über Jazz in all seinen Facetten bis hin zu Klassik und Neuer Musik. Der Saxofonist, Klarinettist, Komponist und Arrangeur Oliver Leicht studierte an den Musikhochschulen in Köln und in Mannheim. Seit 2005 ist er Mitglied der hr-Bigband.Oliver Leicht (sax, cl, electr), Hendrik Soll (p), Norbert

Scholly (g), Linus Bernoulli (fr-hrn), Christian Jaksjø (euph),
Klaus Heidenreich (tb), Jan Schreiner (b-tb, tuba),
Matthias Eichhorn (b), Jens Düppe (dr)
WWW.OLIVER-LEICHT.DE
Donnerstag, 29.6.2017 | 19.30 Uhr | 12,–/6,– €/frei (JIF)

Thärichens Tentett

Do., 6. Juli 2017
19:30

Noch nie war  Thärichen vorhersehbar oder gar berechenbar, das zeigt sein neues Album „An Berliner Kinder“ deutlich. Deutsche Texte im Jazzgewand? Gab es vereinzelt schon. Aber die schrägen Lautgedichte des Dadaisten Hugo Ball neben boshaften Versen von Joachim Ringelnatz oder Bachs „Arie der Wollust“ und ein Sonett von Shakespeare? Eine Verbeugung vor allen Zweiflern an einer ungebrochenen Ästhetik, eine Liebeserklärung an die deutsche Sprache, genussvolle Verätzung derselben und am Ende die Vereinigung von alldem mit Hilfe der Musik. Thärichen versteht es, die Atmosphäre der vielfältigen Lyrik musikalisch zu verdichten, und seine Musiker wissen allzu herzige Arrangements mit stürmischen Soli zu konterkarieren. Über alldem: die Stimme Michael Schiefels, sicher einer der versiertesten und variabelsten Jazz-Sänger Deutschlands. Und doch gelingt es ihm erneut, sich selbst zu übertreffen. Von glockenheller Engelsstimme bis hin zu triefend höhnischer Herablassung – da erklingt ein Kosmos. Foto: Joachim Gern
Foto: Joachim Gern

Nicolai Thärichen (comp, arr, p), Michael Schiefel (voc),
Andreas Spannagel (fl, ts), Jan von Klewitz (as, ss, cl),
Nikolaus Leistle (bs, bcl), Sven Klammer (tp, flh),
Simon Harrer (tb), Kai Brückner (g), Johannes Gunkel (b),
Kai Schönburg (dr)
WWW.THAERICHEN.DE
Donnerstag, 6.7.2017 | 19.30 Uhr | 12,–/6,– €/frei (JIF)

Adam Pierończyk Quartet

Do., 20. Juli 2017
19:30

Adam Pierończyk ist der hervorragende Musiker der polnischen Saxofonschule, ein Künstler, der sich niemandem mehr beweisen muss. Seine Musik ist virtuos, durchdacht, raffiniert, aber dabei nicht berechnend oder kühl. Seine Improvisationen sind tief und emotional. Sein Quartett vereint mit Grzegorz Nagórski, Henning Sieverts und John Schröder Musiker, die für den kosmopolitischen, modernen europäischen Jazz stehen. Das Quartett tritt in der Tradition deutsch-polnischer Jazzkonzerte auf, die Werner Wunderlich vor 60 Jahren mit der ersten, von der Deutschen Jazz Föderation geförderten Konzerttournee westdeutscher Jazzmusiker in Polen begründete. Darauf folgten viele Tourneen polnischer Jazzmusiker in Deutschland und auch Auftritte bei der Konzertreihe „Jazz im Palmengarten“, deren kreativer Impulsgeber und organisatorischer Leiter Wunderlich 44 Jahre lang war. Die Konzerte waren lebendige Beispiele für den kulturellen Austausch, der den politischen Prozess der Aussöhnung zwischen Westdeutschland und Polen vorzubereiten half.

Adam Pierończyk (sax), Grzegorz Nagórski (tb),
Henning Sieverts (b, cello), John Schröder (dr)
WWW.ADAMPIERONCZYK.COM
Donnerstag, 20.7.2017 | 19.30 Uhr | 12,–/6,– €/frei (JIF)