Christof Lauer Trio

Do., 31. August 2017
19:30

Christof Lauer gehört ohne Zweifel zu Frankfurts Vorzeigemusikern: Vielfach geehrt und ausgezeichnet und längst international hoch angesehen. Seit Ende der siebziger Jahre ist er Solist im Jazzensemble des Hessischen Rundfunks, er nahm 1994 Charlie Marianos Platz im United Jazz and Rock Ensemble ein und gehörte ab 1996 zum Albert Mangelsdorff Quintett. Er ist eines der Markenzeichen der Jazzstadt Frankfurt – und zugleich seit vielen Jahren Mitglied und Solist in der NDR Big Band. Er leim ständigen Wechsel zwischen Hamburg und Frankfurt und ist außerdem mit seinen zahlreichen Bandprojekten ein umtriebiger Weltenbummler, der längst europaweit agiert. Er wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Jazzpreis des SWR (1986), dem Hessischen Jazzpreis (2005) und dem Echo Jazz (2015). So viel Intensität wie Christof Lauer können nur ganz wenige Musiker bieten. Er wurde in seiner musikalischen Entwicklung vom Free Jazz und der Musik von John Coltrane beeinflusst, für den er im Palmengarten eine Hommage vorbereitet hat. In seinem Trio kann sich der Einzelne in der Bandbreite der Stücke frei entfalten, dank der Flexibilität und aufmerksamen Virtuosität der Mitmusiker.
Foto: Sascha Rheker

Christof Lauer (sax), Ingmar Heller (b), Gene Calderazzo (dr)
WWW.CHRISTOFLAUER.COM
Donnerstag, 31.8.2017 | 19.30 Uhr | 12,–/6,– €/frei (JIF)

Übersicht Konzerte Herbst/Winter 2017

Fr., 1. September 2017
20:00

Do., 7.9.2017, Romanfabrik
Sauer / Degen / Plandé
Heinz Sauer (sax), Eric Plandé (sax), Bob Degen (p)
Sa., 9.9.2017, Frankfurt ArtBar
No Lega
Valentin Garvie (tp), Martin Lejeune (g),
Matthias Akeo Nowak (b), Oli Rubow (organic electro beats)
Mi., 13.9.2017, Frankfurt ArtBar
Haberecht 4 (CD-Release)
Kerstin Haberecht (sax), Nicolas Hering (p), Bastian Weinig (b),
Mathis Grossmann (dr)
So., 17.9.2017, Club Voltaire
First Circle
Victor Fox (sax), Roger Kintopf (b), Felix Ambach (dr)
Fr., 22.9.2017, Gethsemanekirche
Schlosser / Stoianov
Axel Schlosser (tp), Sava Stoianov (tp)
Mi., 27.9.2017, Stadtbücherei Frankfurt am Main
Jazz & Poetry „Bird – Die Charlie-Parker-Legende“
Günter Minas (Sprecher), Heinz-Dieter Sauerborn (sax),
Axel Schlosser (tp), Martin Sasse (p), Jean-Philippe Wadle (b),
Jean-Paul Höchstädter (dr)
Fr., 29.9.2017, Club Voltaire
Arne Jansen Trio
Arne Jansen (g), Robert Lucaciu (b), Eric Schaefer (dr)
Do., 5.10.2017, Romanfabrik
Omer Klein Trio
Omer Klein (p), Haggai Cohen-Milo (b), Amir Bresler (dr)
Fr., 13.10.2017, Titania
Daniel Erdmann Trio invite Vincent Courtois
Daniel Erdmann (sax), Théo Ceccaldi (vln, vio),
Vincent Courtois (cello), Jim Hart (vib)
Mi., 18.10.2017, Steinway-Haus Frankfurt
Dell / Nuss
Hubert Nuss (p), Christopher Dell (vib)
Do., 19.10.2017, Romanfabrik
Schubert / von Schlippenbach
Franz-Paul Schubert (sax), Alexander von Schlippenbach (p)
So., 22.10.2017, Club Voltaire
Ulli Jünemann Quartet
Ulli Jünemann (sax), Jeanfrançois Prins (g), Bart Denolf (b),
Bruno Castellucci (dr)

25.–29.10.2017, Hessischer Rundfunk, Alte Oper Frankfurt
+ weitere Spielorte
48. Deutsches Jazzfestival
Fr., 3.11.2017, Gethsemanekirche
Lakatos / Snétberger
Tony Lakatos (sax), Ferenc Snétberger (g)
Do., 9.11.2017, Romanfabrik
Pablo Held Trio
Pablo Held (p), Robert Landfermann (b), Jonas Burgwinkel (dr)
Fr., 17.11.2017, Die Fabrik Kulturwerk Frankfurt
Scott DuBois Quartet
Scott DuBois, (g), Gebhard Ullmann (bcl, sax),
Thomas Morgan (b), Kresten Osgood (dr)
Fr., 24.11.2017, Club Voltaire
Nils Wogram Nostalgia Trio
Nils Wogram (tb), Arno Krijger (organ), Dejan Terzić (dr)
Do., 30.11.2017, Stadtbücherei Frankfurt am Main
Wilson de Oliveira Quintet
Wilson de Oliveira (sax, comp, arr), tba.
30.11.–2.12.2017, Die Fabrik Kulturwerk Frankfurt
2. Fabrik Jazz Festival
1.12.2017: Bastian Jütte Quartett, mit Florian Trübsbach (sax),
tba. (p), Henning Sieverts (b), Bastian Jütte (dr)
2.12.2017: Julian & Roman Wasserfuhr, „Landed in Brooklyn“,
mit Julian Wasserfuhr (tp, flh), Roman Wasserfuhr (p, marimba,
seaboard), Tim Lefebvre (b), Nate Wood (dr)
Mo., 4.12.2017, Dr. Hoch’s Konservatorium
Norma Winstone Trio
Norma Winstone (voc), Alfonso Deidda (sax), Glauco Venier (p)
Sa., 9.12.2017, Romanfabrik
Daniel Schläppi / Marc Copland
Marc Copland (p), Daniel Schläppi (b)
Fr., 26.1.2018, Club Voltaire
Arne Huber Quartet
Arne Huber (b, comp), Domenic Landolf (sax, cl),
Rainer Böhm (p), Jochen Rueckert (dr)
2. Montag im Monat, Club Voltaire
JIF-Session
11.9., 9.10., 13.11., 11.12.2017
Jeweils Dienstag, HoRsT
F.I.M.-Session
19.9.2017: Habicht / Schneider / Helbing / Dekker
7.11.2017: Degen / Schiffelholz
Beginn der Veranstaltungen jeweils 20 Uhr,
sofern nicht anders angegeben. Änderungen vorbehalten

Sauer / Degen / Plandé

Do., 7. September 2017
17:00

Heinz Sauer überzeugt mit seiner Fähigkeit, den Ton seines Saxofons immer wieder neu zu formen, die Phrasierung zu variieren, jedes einzelne Motiv klanglich unterschiedlich zu gestalten. Aus einer gigantischen musikalischen Farbpalette bildet er immer wieder neue Klänge. Er ist eine der prägenden, ganz großen Figuren des deutschen Nachkriegsjazz und zugleich von ganz gegenwärtiger Wucht und elementarer Kraft.
Mit kleineren Unterbrechungen arbeitet Bob Degen schon seit Anfang der 1970er Jahre von Frankfurt/Rhein-Main aus. Der amerikanische Pianist und Komponist ist hier vernetzt mit der lokalen und internationalen Szene wie kaum ein anderer. Er ist bekannt für die feine aristokratische Art seines Spiels zwischen Tradition und Experiment, und sein kluges, stets spannendes Vermögen, Zuhörer und Impulsgeber zugleich zu sein, haben ihn zu einem hoch geschätzten Partner gemacht.

Eric Plandé zählt zu den renommierten Modern-Jazz-Interpreten in der Musikszene Frankfurt/Rhein-Main. Kritiker loben seinen „geradezu explosiven Spieldrang mit einer enormen Virtuosität und kreativem Furor“. Seine Kompositionsweise hat er einmal so beschrieben: „Der Sound entsteht wie eine Art Gespinst, aus dem es kein Entrinnen gibt.“
Auf dem Programm stehen ausschließlich eigene Kompositionen der Musiker.
www.heinzsauer.de
In Zusammenarbeit mit der Romanfabrik
Heinz Sauer (sax), Eric Plandé (sax), Bob Degen (p)
Romanfabrik | Do., 7.9.2017 | 20 Uhr | 15,–/12,–€

Martin Lejeunes No Lega feat. Valentin Garvie

Sa., 9. September 2017
20:00

No Lega sucht nach dem individuellen Gruppenklang und geht dabei undogmatisch mit Spielformen aus den frühen Tagen des Jazz und Einflüssen der Neuen Musik um. Neben Eigenkompositionen sind Stücke aus dem Repertoire von Bix Beiderbecke, dem legendären Jazzkornettisten aus Chicago, Grundlagen für die Improvisation. Sie werden defragmentiert und aus heutigem Blickwinkel interpretiert.

Martin Lejeune erhielt 2003 das Jazzstipendium der Stadt Frankfurt am Main. Er ist Arrangeur, Komponist und Bühnenmusiker und u.a. Dozent für E-Gitarre am Mainzer Konservatorium.

Valentin Garvie studierte klassische Trompete in Buenos Aires und London, ist aber von Anfang an sowohl in klassischen als auch in Jazz-Ensembles aktiv. Seit 2002 ist er Mitglied des Ensemble Modern in Frankfurt am Main. Er wurde mit dem Jazzstipendium der Stadt Frankfurt am Main (2012) und mit dem Hessischen Jazzpreis (2015) ausgezeichnet.

Schlagzeuger Oli Rubow erweitert das Klangspektrum auf gleichermaßen subtile wie kraftvolle Weise. Live-Samplings und der dezente Einsatz von Echo und Filtern eröffnen sich neue Dimension.
In Zusammenarbeit mit der Frankfurt Art Bar
Valentin Garvie (tp), Martin Lejeune (g), Matthias Akeo Nowak (b), Oli Rubow (organic electro beats)
www.martinlejeune-jazz.de

Frankfurt Art Bar | Sa., 9.9.2017 | 20 Uhr | 12,–/9,– €

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Kerstin Haberecht Quartett

Mi., 13. September 2017
20:00

Eigenkompositionen der Saxofonistin Kerstin Haberecht bilden hauptsächlich das Repertoire ihres Modern-Jazz-Quartetts. Beeinflusst durch zahlreiche musikalische Vorbilder übersetzt sie in ihren Kompositionen prägende Erlebnisse, außergewöhnliche Atmosphären oder kleine assoziative Details in ihre eigene schnörkellose musikalische Sprache. Sie präsentiert sowohl sanfte, sangliche als auch energisch perkussive Seiten ihres Sounds. Überwiegend moderne Elemente angereichert mit einer deutlich zu spürenden Prise Tradition ergeben eine sehr unterhaltsame und außerordentlich individuelle Mischung.

„Beachtenswert ist die Kompromisslosigkeit, mit der Kerstin ihre improvisatorischen Ideen und ihren wunderbaren Ton in den Dienst der Musik stellt, sich nicht als ‚sportliche‘ Solistin inszeniert, sondern sich gemeinsam mit ihren Mitmusikern auf die Reise begibt und einen erstaunlich reifen, warmen Bandsound kreiert, der mehr ist als die Summe seiner Teile.“ Sebastian Sternal

Die vier jungen Musiker haben ihr Debutalbum „Essence“ im Gepäck, das jüngst in der Reihe „Next Generation“ beim Label des Magazins Jazz thing erschien.

In Zusammenarbeit mit dem Frauen Musik Büro Frankfurt der Frankfurt Art Bar

Kerstin Haberecht (sax), Nicolas Hering (p), Bastian Weinig (b), Mathis Grossmann (dr)

www.haberecht4.com

Frankfurt Art Bar | Mi., 13.9.2017 | 20 Uhr | 12,–/9,– €

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First Circle

So., 17. September 2017
20:00

Die Musik von First Circle ist frech, humorvoll, melancholisch, selbstbewusst, nachdenklich, modern, traditionell – und enorm fokussiert. Bei diesem Trio ohne Harmonieinstrument stehen Improvisation und Interaktion im Vordergrund, der charakteristisch akustische Bandsound trägt das ausschließlich aus Eigenkompositionen bestehende Programm. Die Musiker agieren dabei behutsam und ungezwungen zugleich.

Das Trio gewann bei der „Bundesbegegnung Jugend jazzt 2015“ den Studiopreis des Deutschlandfunks, den Sonderpreis der Union Deutscher Jazzmusiker für ihre herausragenden Kompositionen sowie den Konzertpreis der Eldenaer Jazz Evenings 2016. Victor Fox gewann zudem einen Solistenpreis.

In Zusammenarbeit mit dem Club Voltaire

Victor Fox (sax), Roger Kintopf (b), Felix Ambach (dr)

firstcircleblog.wordpress.com

Club Voltaire | So., 17.9.2017 | 20 Uhr | 12,–/9,– €

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Schlosser / Stoianov

Fr., 22. September 2017
20:00

Ein spannendes musikalisches Erlebnis bietet das Konzert des außergewöhnlichen Duos der Spitzentrompeter Axel Schlosser und Sava Stoianov. Sie verbinden auf spielerische Weise klassische Trompetenliteratur, Jazz, improvisierte Musik, Folklore, Alte und Neue Musik. So kontrastreich diese stilistischen Welten zueinander zu sein scheinen, Schlosser und Stoianov wissen die Grenzen mühelos aufzuheben, Parallelen aufzuzeigen und ein klingendes großes Ganzes zu schaffen.

Axel Schlosser, einer der brillantesten Trompeter der jüngeren deutschen Jazz-Generation, ist Mitglied der hr-Bigband, lehrt an den Musikhochschulen in Frankfurt und Mainz und ist als Solist und Bandleader europaweit aktiv.

Sava Stoianov stammt aus Bulgarien, ist festes Ensemblemitglied und eine herausragende solistische Stimme des Ensemble Modern, gastiert häufig bei den großen Sinfonieorchestern im In- und Ausland und betreibt verschiedene kammermusikalische und solistische Projekte.

Im Laufe des Konzerts kommen neben verschiedenen Trompeten auch Flügelhörner, historische Kornette, Flumpet (Kombination von tp+flh), Zinken und anderes Instrumentarium zum Einsatz.

In Zusammenarbeit mit der Gethsemanekirche

Axel Schlosser (tp, flh, piccolo tp, cor), Sava Stoianov (tp, flh, piccolo tp, cor)

www.axelschlosser.de

Gethsemanekirche | Fr., 22.9.2017 | 20 Uhr | 12,–/9,– €

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Heinz-Dieter Sauerborn Quintett / Günter Minas

Mi., 27. September 2017
20:00

„Bird – Die Charlie-Parker-Legende“

Die Musiker zeigen ein faszinierendes Bild der Jazz-Szene im New York der 40er und 50er Jahre und des genialen Saxofonisten Charlie „Bird“ Parker, Pionier des Bebop, der einen außerordentlichen Einfluss auf die Entwicklung des Jazz und das Saxofons im Jazz hatte.  Sein Leben bestand aus Musik, Sex und Drogen, es endete tragisch und viel zu früh. Aus Erinnerungen von Personen, die ihn gut kannten, ist eine „Rekonstruktion“ seines außergewöhnlichen Lebens entstanden. Seine Entwicklung,  seine Musik und Verrücktheiten werden in kurzen packenden Texten geschildert, gelesen von Günter Minas.

Im Wechsel mit den Texten spielt das Heinz-Dieter Sauerborn Quintett Bebop-Titel von Charlie Parker und seinen Zeitgenossen in eigenen Arrangements. Dieses Programm ist eine Hommage an einen der bedeutendsten Musiker des Jazz und an einen genial-ungewöhnlichen Menschen.

In Zusammenarbeit mit der Stadtbücherei Frankfurt am Main

www.minas-mainz.de

Günter Minas (Sprecher), Heinz-Dieter Sauerborn (sax), Axel Schlosser (tp), Martin Sasse (p), Jean-Philippe Wadle (b), Jean-Paul Höchstädter (dr)

Stadtbücherei Frankfurt | Mi., 27.9.2017 | 20 Uhr | 10,–/7,– €

Kartenreservierung nach dem Klick

Arne Jansen Trio

Fr., 29. September 2017
20:00

Melodiöse Stücke, transparente Arrangements und ein warmer Gitarrensound gehören zu Arne Jansens Markenzeichen. Sein neues Album „Nine Firmaments“ enthält viele „Songs ohne Worte“, die schnell und ohne Umwege ins Bewusstsein wandern.

Jansen bevorzugt klare Linien und vermeidet jede plakative Artistik. Der Gedanke, durch gezielte Wahl der Mittel intensivere Atmosphären und stärkere Aussagen zu entwickeln, motiviert ihn heute mehr denn je. Jansen nennt für seine Stücke als Inspirationsquelle z.B. eine Reise nach Südost- und Südeuropa.

Der Bassist Robert Lucaciu beschäftigt sich auch mit den Klangwelten der Neuen Musik und beherrscht – neben trockenen Grooves und pointiert gezupften Tönen – alle Facetten des Bogenstrichs. Am Schlagzeug sitzt mit Moritz Baumgärtner ein alter Bekannter Jansens, mit dem ihn intuitives Einverständnis verbindet.

Als Bandleader ist Jansen zwar für alle Kompositionen verantwortlich, lässt aber stets Raum für Ideen der anderen. Die Dramaturgie mit schwellenden Sounds, klingenden Becken, gestrichenen Bass-Motiven und erst ab der Hälfte des Stücks einsetzenden Trommelschlägen kreiert eine besondere Spannung und einen wunderbaren Bandsound.

In Zusammenarbeit mit dem Club Voltaire

www.arnejansen.com

Arne Jansen (g), Robert Lucaciu (b), Moritz Baumgärtner (dr)

Club Voltaire | Fr., 29.9.2017 | 20 Uhr | 12,–/9,– €

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Omer Klein Trio

Do., 5. Oktober 2017
20:00

Einflüsse aus der traditionellen jüdischen Musik des Abendlandes und dem Orient, der Liedkunst der Romantik und der Rockmusik finden sich in der Musik der zeitgenössischen israelischen Jazzmusiker aus der Generation Omer Kleins. Ihren internationalen Erfolg erklärt Klein mit ihrer Fähigkeit zu improvisieren: In seinem bedrängten chaotischen Land erfordere das tägliche Leben, ständig Entscheidungen zu treffen und schnelle Lösungen zu finden.

Erstaunlich ist der Aufstieg angesichts der kaum vorhandenen Jazz-Infrastruktur in Israel. „Es gibt viel zu wenig Clubs, kaum Festivals, kaum Plattenproduzenten, kaum Jazz im Rundfunk“, berichtet Klein. Immerhin entwickelte sich nach dem Vorbild der klassischen Ausbildung auch die sogenannte Jazz-Education. Doch letztlich sind die extrem begrenzten Auftrittsmöglichkeiten dafür verantwortlich, dass so viele israelische Jazzmusiker ihre Heimat verlassen.

Omer Klein studierte an der Thelma Yellin High School of Arts in Tel Aviv-Jaffa und bei Danilo Pérez am New England Conservatory in Boston. Nach einigen Jahren in New York City lebt er seit 2011 in Deutschland. Er gewann 2006 den ersten Preis der Jazz Hoeilaart International Competition in Belgien, 2013 und 2015 wurde er der Förderpreisträger für Musik der Landeshauptstadt Düsseldorf

In Zusammenarbeit mit der Romanfabrik

Omer Klein (p), Haggai Cohen-Milo (b), Amir Bresler (dr)

www.omerklein.com

Romanfabrik | Do., 5.10.2017 | 20 Uhr | 20,–/15,– €