Ulli Jünemann Quartet

So., 22. Oktober 2017
20:00

Das Quartett liebt Kontraste, besinnt sich auf die Tradition der 60er und 70er Jahre, auf Bebop und Blues, spielt aber zeitgemäß mal kammermusikalisch, mal extrovertiert mit Kanten und Brüchen. Die äußerst sensible und kommunikative Zusammenarbeit von Jünemann und Prins macht die Musik spannend. Romantik in der Melodieführung des Saxofons und hart swingende Gitarre verschmelzen im Dialog.

Jünemann spielt das Altsaxofon mal cool-intellektuell, mal sensibel und gefühlvoll. In Balladen wird der Ton leise und fast schwebend, dann lässt Prins die Gitarre ebenso weich und melodiös klingen wie einen Gesang.

Die Kompositionen „Paid nice“ und „Paying dues“, in denen der Mainzer Musiker hart und expressiv sein Instrument bläst, ehren den Pianisten Thelonious Monk. „Doobee“ ist dem lückenfüllenden Scat-Wortspiel des Bebop nachempfunden und fällt durch seine explosiv knallenden Schlagzeug-Einlagen auf. Gitarre und Saxofon leiten ein Thema unisono ein, das Saxofon setzt sich mit sonorem Ton ab, während die Gitarre mit ökonomisch eingesetzten elektronisch verzerrten Akkorden die Läufe untermalt.

In Zusammenarbeit mit dem Club Voltaire

Ulli Jünemann (sax), Jeanfrançois Prins (g), Bart Denolf (b), Bruno Castellucci (dr)

www.jazzulli.de

Club Voltaire | So., 22.10.2017 | 20 Uhr | 12,–/9,– €

 

STEINWAY-Jazz Förderpreis : Valentin Louis Findling Trio

Mi., 1. November 2017
20:00

Als drei Freunde studieren sie schon seit geraumer Zeit zusammen an der Musikhochschule Würzburg. Nachdem sie häufiger als Rhythmusgruppe in größeren Formationen gespielt hatten, stellten die drei jungen Musiker fest, dass sie Musik auf ähnliche Art spielen und empfinden. Sie haben einen kernigen, melodischen und auch teilweise poppigen Sound entwickelt, Groove zieht sich durch alle Stücke. Valentin Findling erhielt 2016 den Steinway Jazz-Förderpreis.
Unter dem Motto „fordern um zu fördern“ vergibt Steinway seinen Förderpreis an talentierte Studierende im Fachbereich Jazz-Klavier der Musikhochschule Würzburg. Nach der Vorauswahl der Teilnehmer durch die Hochschule ermittelte eine unabhängige Jury den Preisträger in einem Wettbewerbskonzert. Der Preisträger erhält neben einem öffentlichen Auftritt eine finanzielle Unterstützung für sein Studium in Höhe von 1.000 Euro.
In Zusammenarbeit mit dem Steinway-Haus Frankfurt

Steinway-Haus | Mi., 1.11.2017 | 20 Uhr | 15,– /10,– €

Valentin Louis Findling (p), Lorenz Huber (b), Paul Sennewald (dr)

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Tony Lakatos / Ferenc Snétberger – Acoustic World

Fr., 3. November 2017
20:00

Ferenc Snétberger ist ein herausragender Gitarrenvirtuose, Improvisator und Komponist, der lustvoll, mit natürlicher Leichtigkeit und auf höchstem Niveau Genregrenzen überschreitet. Sein Repertoire ist inspiriert von der Roma-Tradition seiner Heimat, der brasilianischen Musik, dem Flamenco – und ebenso von Klassik und Jazz.

Er veröffentlichte bereits zahlreiche Alben unter eigenem Namen und begann 1999 eine kongeniale Zusammenarbeit mit Markus Stockhausen. Mit Tony Lakatos verbinden Snétberger die ungarische Herkunft, die Roma-Wurzeln, eine jahrzehntelange Freundschaft und eine erfolgreiche Zusammenarbeit: Neben vielen gemeinsamen Konzerten vor allem das leider schon seit langem vergriffene Duo-Album „Acoustic World“, der Live-Mitschnitt eines Konzerts in Tokio, und Lakatos’ Album „Gypsy Colors“.

Tony Lakatos ist der überragende Solist der hr-Bigband, einer der meist-respektierten Saxofonisten weltweit und gern gesehener Gast u.a. in den USA, Indien, Südafrika und überall in Europa. Er war bislang an Aufnahmen für mehr als 350 Jazz-Alben beteiligt.

In Zusammenarbeit mit der Gethsemanekirche

Tony Lakatos (sax), Ferenc Snétberger (g)

www.snetberger.de
www.tonylakatos.com

Gethsemanekirche | Fr., 3.11.2017 | 20 Uhr | 12,–/9,– €

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Eric Schaefer + The Shredz

Do., 9. November 2017
20:00

Mit seinem neuen Album „Bliss“ rührt Schlagzeuger Eric Schaefer den Fusion-Jazz der Sechziger, den Jazz-Dub der Neunziger und die Clubmusik von heute zu einem explosiven Gebräu an. Das ist kein Voodoo, obwohl es streckenweise so klingt, sondern konsequente Fortführung dessen, was Schaefers Spiel von Beginn an einzigartig machte: Stil und Geschmack, Virtuosität und Wissen, komplexe Kompositionen und improvisatorische Spielwut. Verwurzelt im Hardcore und gereift am Jazz, bespielt Schaefer ein Klangspektrum, das weit über jedes akademische Kolloquium hinausreicht.

Nachdem er vor allem als Mitglied von Michael Wollnys Trio bekannt wurde, veröffentlichte er 2013 mit „Who‘s Afraid of Richard W.?“ sein Debüt als Bandleader. Zwei Jahre und zahlreiche Auftritte später nahm die „Wagner-Band“ das neue Album auf – und fand dabei zu ihrem eigenen Sound sowie endlich auch zu einen eigenen richtigen Namen: The Shredz.

 

Der texturreiche Sound von „Bliss“ mitsamt seinen Delay-Schleifen, Synthesizer-Modulationen und prozessiertem Schlagzeug-Sound entstand bereits beim Einspielen. Mit John-Dennis Renkens fliegenden Trompetentönen und Volker Meitz‘ gurgelnden Orgeln und John Eckhardts Bassfundament beschwören The Shredz den Geist der elektrischen Miles-Davis-Sessions herauf.

In Zusammenarbeit mit der Romanfabrik

John-Dennis Renken (tp), Volker Meitz (keyb), John Eckhardt (b), Eric Schaefer (dr)

ericschaefer.de

Romanfabrik | Do., 9.11.2017 | 20 Uhr | 15,–/12,– €

Jazzgeschichten: Heinz Sauer – ein Leben im Jazz

Fr., 10. November 2017
20:00

Talk mit Heinz Sauer und Daniella Baumeister

Foto: Anna Meuer

Die unkontrollierbare Freiheit der Improvisation macht Diktaturen von jeher misstrauisch gegenüber dem Jazz. Ab 1933 sahen sich die Anhänger der anglo-amerikanischen Musikstile und der „Swing-Jugend“ in Nazi-Deutschland massiven Repressionen ausgesetzt. 1932 wurde Heinz Sauer geboren und kam schon früh mit dieser „entarteten“ Musik in Berührung, sie wurde seine lebenslange Liebe.

Jazz ist für ihn Ventil, Herausforderung, politisches Statement, Protest und Ausdrucksmittel für die Seele. Nach dem Krieg und durch den Kontakt zu vielen amerikanischen Jazzern in den GI-Clubs entwickelte sich Frankfurt zur deutschen Jazz-Hauptstadt – mittendrin Heinz Sauer, der bis heute nicht in Frankfurt, sondern 18 Kilometer außerhalb in Kronberg lebt.

Wie er diese Distanz überwand, um in den Clubs, vor allem im Jazzkeller, zu spielen, wie er mit vielen anderen Musikern wie Albert Mangelsdorff dem deutschen Jazz zu internationalem Renommee verhalf, wie das Saxofon sein Sprachrohr wurde, wie für ihn der Jazz zugleich Protest ist gegen die Nazis, die ihm auch nach dem Krieg immer wieder begegnen, und wie er bis heute den perfekten Ton sucht und findet – dies alles erzählt Heinz Sauer im Gespräch mit Daniella Baumeister in der neuen Reihe „Jazzgeschichten“.

In Zusammenarbeit mit der Gethsemanekirche

Heinz Sauer, Daniella Baumeister

www.heinzsauer.de

Gethsemanekirche | Fr., 10.11.2017 | 20.00 Uhr | 12,–/9,– €

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JIF Session / JIF Doppelpack

Mo., 11. September 2017
20:00
Mo., 9. Oktober 2017
20:00
Mo., 13. November 2017
20:00
Mo., 11. Dezember 2017
20:00

Unsere Montags-Reihe im Club Voltaire setzen wir auch im Herbst 2017 fort. Zu unseren JIF-Sessions und Doppelpack-Konzerten laden wir ab September an jedem zweiten Montag im Monat in den Club Voltaire ein. Der Schwerpunkt liegt dabei auf ganz neuen Bands und Projekten aus der Jazzszene Frankfurt/Rhein-Main.

Die Jazzszene in und um Frankfurt ist voller Kontraste, ebenso traditionsbewusst wie modern, experimentierfreudig, virtuos, und – selbstverständlich für Frankfurt – weltoffen und international. Dieser lebendigen und vielfältigen Szene wollen wir mit der JIF-Session-/Doppelpack-Reihe eine zusätzliche Bühne geben.

Wir freuen uns auf spannende Begegnungen im Club Voltaire!

In Zusammenarbeit mit dem Club Voltaire

11.9.2017:
Christian Hamm Trio +
Constanze Kochanek & Quartett (Doppelkonzert)

9.10.2017: Shabashev/Lejeune/Neubauer – instant composing trio between jazz & electronica
Andrey Shabashev – keyb., efxs, Martin Lejeune – g, efxs, Andreas Neubauer – dr
www.martinlejeune-jazz.de/event/shabashevlejeuneneubauer

13.11.2017: GRAT

11.12.2017: tba.

Club Voltaire | 20 Uhr | Eintritt frei

Wilson de Oliveira Quintet

Do., 30. November 2017
20:00

Das Wilson de Oliveira Quintet präsentiert modernen Jazz mit Einflüssen des perkussiven Candombe aus Uruguay, der ins Weltkulturerbe aufgenommen worden ist. Was für die Argentinier der Tango und für die Brasilianer der Samba, ist für die Uruguayer der Candombe, der durch die afrikanischen Sklaven nach Südamerika kam.

Nach dem Studium für klassische Klarinette und Komposition wechselte der aus Uruguay stammende Wilson de Oliveira zur hr-Bigband, für die er sowohl als herausragender Solist als auch als Arrangeur tätig war. Seit seiner Pensionierung ist er mit seinem Quintett regelmäßiger Gast im Frankfurter Jazzkeller. Zudem hat er, gemeinsam mit Thomas Cremer, die Leitung der Frankfurt Jazz Big Band übernommen, und tritt u.a. mit der Frankfurt Jazz Connection auf.

In Zusammenarbeit mit der Stadtbücherei Frankfurt am Main

Wilson de Oliveira (sax, comp, arr), Joe Gallardo (tb), Mariano Diaz (p), Markus Schieferdecker (b), Diego Piñera (dr)

Stadtbücherei Frankfurt | Do., 30.11.2017 | 20 Uhr | 10,–/7,– €

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Achtung: Konzert fällt aus: Norma Winstone Trio

Mo., 4. Dezember 2017
20:00

Sängerin, Saxofonist und ein Pianist – eine bemerkenswerte Gruppe, deren Auftritte einen weiten Bogen von Musik umfassen und in der die Kreativität gleich verteilt ist.

Foto: Melody-McLaren

Norma Winstone wollte immer als Teil des Ensembles angesehen werden, nicht als hervorgehobene Frontfrau. Sie gilt als die „Grande Dame“ des europäischen Jazz-Gesangs und ist eine der innovativsten Stimmen des Modern Jazz. Sie benutzt ihre Stimme wie ein Instrument, webt improvisierte Linien mit denen ihrer Partner. Wenn sie Texte singt, zieht sie ihre Musiker tiefer in die Geschichten der Texte hinein, sodass sie von drei Seiten beleuchtet werden.

Alte und neue Jazz-Balladen finden sich neben Volksliedern aus dem Friaul und klassisch orientierter Kammermusik. Strukturen, Farben und Rhythmen werden immer wieder neu arrangiert und ausgelotet. Songs von Cole Porter, geliehene Melodien von Satie und Coltrane, Lyrik von James Joyce – all das macht sich das Norma Winstone Trio in seinen mittlerweile drei beim renommierten Label ecm erschienenen Alben in wundervoller Weise zu eigen.

In Zusammenarbeit mit Dr. Hoch’s Konservatorium

Norma Winstone (voc), Alfonso Deidda (sax), Glauco Venier (p)

www.normawinstone.com

Das Konzert muss leider entfallen
Dr. Hoch’s Konservatorium | Mo., 4.12.2017 | 20 Uhr | 15,–/12,– €

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Daniel Schläppi / Marc Copland

Sa., 9. Dezember 2017
20:00

Mit minimalistischen, fast schlafwandlerischen Noten beginnt „More Essentials“, das zweite Album von Daniel Schläppi und Marc Copland. Nach ihrem gemeinsamen Debut „Essential“ und vier gemeinsamen Touren setzen die beiden ihren Dialog nun auf „More Essentials“ fort. Offensichtlich haben sich die beiden kongenialen Musiker gegenseitig und ihrem Publikum viel zu erzählen.

Für dieses Album haben die beiden unter anderem Songs von Charlie Parker, Horace Silver, Joni Mitchell und Miles Davis ausgesucht. „Wir hatten keine Kriterien für die Auswahl – diese Muisik hat uns lange begleitet und bietet uns die ideale Grundlage für unsere Interpretationen“ sagt Daniel Schläppi. Die Stücke sind durch fünf „Essentials“ – Improvisationen von Daniel – verbunden, die als Kommentar aufgefasst werden können.

In Zusammenarbeit mit der Romanfabrik

Marc Copland (p), Daniel Schläppi (b)

www.danielschlaeppi.ch

www.marccopland.com

Romanfabrik | Sa., 9.12.2017 | 20 Uhr | 20,–/15,– €